GLATZ, Familie und Freunde im Dorf
Neben dem GLATZ HAUS aus dem Klaneri kommen hier vor:
Bauer Lehrer, der Nachbar im unteren Dorf
Bauer Otto aus Heidenreichstein, unser Nachbar in den Ferien
Berghofer, Parteifreund des Vaters, Emmerich in 7.Kl in Mattersburg
Boegoethy, der Lehrer, dem das Grath Haus gehoerte
Freyler in Steinberg und Wegscheidler in Neutal
Fruehwirth - Name auf meiner Stammbaumwand
Fuerndraht bzw Solama - Harry in der Ferrari Connection
Glatz, der Vater vom Schulkollegen Hotz Emmerich Schedl
Haslinger,Tjuler,Schubaschitz - Stammbaum Gruener bzw Petern
Kleibensturz, die Jagdfreunde unseres Vaters
Krutzler,der Wirt,der Sopep,Rudolf 3.Kl,Josef 8.Kl in Mattersburg
Oriovits,die Muehle und Schlosserei
Schedl Rei(ch)schela DDR Claus Schedl
Schloegl und Treiber
Seidl Isidor - Auf Dachsfang
Supper, das Haus meiner Grossmutter
Steininger - Name auf der Stammbaumwand
Stimakovits in Steinberg und dessen Marienfreund Otto Habsburg
Sulyok Jurschi - eine Hochzeit in der Muehle
Waitz - Name auf der Stammbaumwand
Wurm - Chef der Verkehrsgendarmerie Oberst Wurm
Wukovits der Baecker im Dorf
1930 Noch bevor ich geboren wurde, starb also diese Theresia, die juengere Schwester unserer Glatz Grossmutter aus dem Supper Haus. Ich habe den Tonionkel natuerlich gekannt und auch seine Soehne ein bis zwei mal gesehen. Aber dass sie zu meiner Grossmutter gehoerten, das habe ich erst durch die Recherchen der letzten Jahre bis ins Detail rekonstruiert. Sie waren damals fuer mich nur entfernte Verwandte.
Der Franz Onkel, Bruder der Grossmutter, ist hier in der 2.Reihe neben meinem Grossvater. Nach ihm dreht sich der Herr aus der ersten Reihe um, der Toradl, wie ich vermute. Beim Begraebnis vom Solama Pep, der 1960 mit 20 Jahren viel zu frueh verstorben war. Zum Franz Onkel hatten wir natuerlich ein gutes Verhaeltnis. Ich erinnere mich an das Dreschen und die guten Jausen in dem Supper Haus. Dass die beiden aber noch mehr Geschwister hatten, die schon 20 Jahre vor meiner Geburt verstorben waren, ist mir erst durch die Suche der letzten Jahre bewusst geworden.
Am Foto links ist der Treiber Seppveda 1880-1974, dann der Reinerveda Stefan Reiner 1897-1966, unser Franzonkel Supper Franz 1895-1975 (Haberler Franzveda) und unser Grossvater Robert Glatz 1897-1964. Der Treiber Seppveda hatte mit seiner Frau keine eigenen Kinder. Schloegl Karl wurde in diesem Haus aufgenommen. Heute schaut das Schloegl Treiber Grab wie folgt aus.
Die noch lebenden Kinder sind uns als die Treiber bekannt (Toni und die Zwillingsbrueder Rochus und Karl). Der lange Jahre schwer kranke Rochus ist im August 2024 verstorben. Auf meiner Spurensuche stosse ich 2021 bei meinem Bruder auf ein weiteres Grab am Oberloisdorfer Friedhof.

Dieses Grab war frueher mit einer Eisenumrandung versehen, wie mein Bruder noch weiss. Und nach einigem Nachdenken kommt meine Erinnerung an dieses Grab zurueck. Wir waren vermutlich oft mit unserer Grossmutter bei diesem Grab, wo sie uns Geschichten erzaehlt hat, wer da begraben sei. Aber wie oft in unserer Kindheit, ist davon wenig haengen geblieben. Was man nicht angreifen und sehen kann, kann man sich in diesem Alter schwer vorstellen. Aber heute mit ueber 70 Jahren wuerde ich gerne meine Fragen an Grossmutter und Grossvater richten, die damals wesentlich weiter auf ihr Leben zurueck blicken konnten. Und ich haette eine Menge Fragen an Sie. Aber dafuer ist es zu spaet. Die Recherche der letzten Jahre hat aber einiges zu Tage gebracht. In diesem also frueher mit einem Eisenzaun ummantelten Grab ruht die 1861 geborene Anna Supper. Auf die Daten der beiden Personen wurde bei der Erneuerung des Grabes verzichtet. Anna Supper war die Mutter unserer Glatz Grossmutter. Die Haberler Anna. Ein Sterbedatum ist mir bisher nicht bekannt aber ueber die Theresia Schloegl 1902-1930 erfahre ich im August 2024 von Johanna Svoboda. Theresia war die erste Frau von unserem Tonionkel Anton Schloegl 1905-1981.

Geboren wurde sie am 31.1.1902 als juengere Schwester zur Glatz Grossmutter Maria Supper 1898-1973. Am 13.Feber 1926 heiraten Anton und diese Theresia vor dem Standesamt Steinberg an der Rabnitz. Zu diesem Zeitpunkt lebte die Mutter des Braeutigams (Aloisia Schedl) und der Vater der Braut (Stefan Supper + 1923) nicht mehr. Theresia und Anton bekamen 2 Soehne. 1927 wurde Stefan und 1928 Hans geboren. Dieser Johann Schloegl 1928-1989 war anfangs Schneidergeselle in Stang in der Buckligen Welt, fand seine Frau Magdalena Schwarz geb 1928 in Krumbach, lebte spaeter in Wien und zeitweilig auch in Klostermarienberg in dem frueheren Zollhaus.
Zu seinen Kindern zaehlt neben Johanna Svoboda ein Stefan geb 1959 und eine Brigitte 1962-2013. Johann Schloegl war als Schneider auch in der Wiener Volksoper beschaeftigt. Cirka 1971 betrieb er eine Tankstelle in Wien in der Naehe vom Allgemeinen Krankenhaus und wurde dort von Raeubern ueberfallen. Drei Schuesse verletzten ihn schwer und um seine 60er Jahre starb er an den Spaetfolgen dieses Ueberfalls. Sein Bruder, der aeltere Sohn des Tonionkel war Stefan geb 1927 und hatte die Kinder Erika Sedivy, Hilde und Steffi. Er arbeitete als Fassbinder in der Brauerei Ottakring, lebte in Lockenhaus und starb am 22.5.1996. Der Sohn aus Tonionkels zweiter Ehe, Rudolf Schloegl, schreibt darueber in seinem 2024 erschienenen Buch "Berufung und Glueck":
Die Mutter von Rudi war aus dem Bucher Haus. Dank Johanna und Rudi habe ich nun mehr rund um meine Grossmutter erfahren. Ueber den Julius Veda und seine Beziehung zu Rudi habe ich es versaeumt, nochmals mit Rudi zu reden, da er im Mai 2026 verstorben ist, wie ich auf meiner Heimreise aus Frankreich erfahren habe.
Der Schloegl Tonionkel betrieb in Wien in der Hollandstrasse ein Gasthaus mit einem strassenseitigen Garten, wo ihn Grossvater und Vater besuchten, wenn sie im Fruehjahr und Herbst mit dem Zug von Oberloisdorf nach Wien zur Messe fuhren.
Wir Kinder warteten am Abend schon sehnsuechtig auf die Geschenkbox, in der sich Schokolade, Manner Schnitten und Soletti verbargen. Auf der Messe gab es die neuesten Maschinen fuer die Landwirtschaft. Nach den Dreschmaschinen wusste mein Vater, dass einer mobilen Version dieser Maschinen aus Amerika die Zukunft gehoert. Zusammen mit Schloegl Karl (Treiber Karl) 1910-1982
erstand er einen gruenen John Deere Lanz Maehdrescher. Der Schloegl Karl war also der Bruder vom Tonionkel, der die Schwester Teresia von der Grossmutter geheiratet hatte. Also gehoerten alle zum Einflussbereich der Grossmutter. Verhandelt wurde dieses Geschaeft vermutlich im Gasthaus Krutzler, wo Karl hier gleich neben der Theke zu sehen ist. Schloegl Karl wohnte mit seiner Familie fast unten beim Johannes, wodurch auch ich oefter in die Naehe dieser Haeuser kam. In der Trafik vom Schedl Donat 1923-1986 bekam man alles, was man in der Schule brauchte. Den Ton der Glocke, die gleich beim Eintreten nach der Bedienung durch ein Familienmitglied rief, habe ich noch heute glasklar in meinem Kopf.
Rund um das Treiber Haus war sozusagen das Geschaeftsviertel des Ortes. Die TREIBER haben also den Schloegl Karl, den Bruder vom Tonionkel adoptiert. Und die Schloegl wurden fuer uns alle die Treiber. Nur so habe ich sie gekannt. Warum hat mir das niemand erzaehlt? Damals. Ich musste erst 70 werden, um die Hintergruende frei zu legen. Der Treiber Karli hat vielleicht alles gewusst. Und auch er hat mir bisher nichts erzaehlt. Die Grossmutter aus dem Supper Haus steckte also hinter all dem Geheimniskram. Der Franzonkel, hier auf der Strohtriste im Klaneri, hatte den Bruder 1932 in Mannersdorf verloren, die Grossmutter ihre Schwester Theresia schon 1930. Vier waren sie, wie der Wurm Gendarm aus Mattersburg in dem Report von Johanna aus dem Jahr 2012 noch wusste.

Johanna Svoboda spricht im August 2024 ueber unseren Schloegl Tonionkel. Wir sind aber jetzt im Jahr 1960. In diesen Sommermonaten im Klaneri gab es oft recht heftige Nachtgewitter, die mich furchtsam tiefer in die Decke kriechen liessen. Und in einer jener Naechte im August 1960 klopfte es ans Fenster und man teilte uns mit, dass Stefanie Schloegl 1937-1960, die Tocher vom Dreschkompagnon des Vaters, Karl Schloegl Treiber 1910-1982, gestorben sei. Sie stand kurz vor ihrer Hochzeit und der Schock ueber das Ende dieses kurzen Lebens traf alle unvermutet.

Mit der Familie Schloegl hatten wir in diesen Jahren ein enges Verhaeltnis aufgrund der Dreschgemeinschaft (no na, die Schloegl Verbindung von Grossmutters Schwester ist mir erst in den 2020er Jahren bekannt geworden) und am Maehdrescher beim Sackabbinden durfte ich bei Karl oder seinen Soehnen mithelfen, wenn es auf unsere Felder ging. Sam alias Schloegl Anton 1946 hatte mit Sepp einen Freund aus dem Hafner Haus. Der kam 1966 zum Dreschen ins Langholz nach, um auf seinen Freund Toni zu treffen. Er hatte Nierenprobleme und gurgelte im heissen Sommer nur ein Bier, weil es seiner Gesundheit nicht gut tat. Anfang Jaenner musste er zum Bundesheer und weil man dort seine angegriffene Gesundheit missachtete, verlor er in der harten Ausbildung des kalten Jahresbeginns 1967 sein junges Leben. Die Schloegl Zwillingsbrueder Karl und Rochus kamen spaeter abwechselnd zum Sackabbinden anstelle ihres Vaters. Und Karl jun. fuehrte lange das Greisslergeschaeft im Dorf, ehe ihn der Bischof selbst, Iby Paul Dr. iur. can., zum Priesteramt fuehrte, das Karl schon in seinen Jugendjahren gerne angestrebt haette. Die Primiz von Karl, dem Spaetberufenen, konnten weder seine Eltern erleben, noch bewusst sein Zwillingsbruder Rochus, der nach einem aehnlichen Schicksalsschlag wie Steffie, fuer sein Leben gezeichnet, die Tage in diversen Heimen verbrachte. Es war jedenfalls ein schoenes Fest fuers ganze Dorf an einem strahlenden Sommertag im Juli 2009, zu dem der aeltere Bruder den juengeren fuehrte.



Weiter geht es mit dem Geschaeftsviertel. In der Gemischtwaren-handlung beim Jenoe Eugen Oswald 1903-1976 gab es auch Eisenwaren und Dinge fuer den Garten, wenn ich mich richtig erinnere. Nach dem Hasler Haus, aus dem mein langjaehriger Freund Ferdinand stammt, kam gleich die Baeckerei Wukovits. Der ungefaehr gleichaltrige Karl 1953 war fuer mich seit langer Zeit verschwunden, obwohl er Anfangs zu meinen Wien Zeiten noch in der Naehe in Meidling wohnte. Im August 2021 meldet er sich und berichtet ueber die Baeckerei: Meine Eltern Karl 1920-1987 und Rosalia Wukovits 1927-2016 betrieben bis 1972 die Baeckerei in Oberloisdorf in der Hauptstraße 6a (ehemals Oberloisdorf 127). PS: Die Familie Wukovits hatte wahrscheinlich das erste Auto im Dorf.
Wir teilten den Hof mit der Familie Binder, die im Haus gegenüber wohnte. Nach dem Tod der Eltern der Familie Binder hatten deren Kinder kein Interesse am Haus und sie verkauften es uns. Bereits als kleiner Bub mit ca. 6 Jahren musste ich mit dem Leiterwagen durch die Ortschaft fahren und Gebaeck ausliefern. 
Heli und ich als kleiner Bub. In der Schulzeit wartete der Schulbus oft auf mich, da ich nach der Gebaeckauslieferung in der Frueh meist sehr spaet dran war. Wenn sich andere Kinder auf die Schulferien freuten, begann für mich eine arbeitsintensive Zeit, um meinem Vater in der Baeckerei zu helfen. Auch meine 3 Jahre aeltere Schwester Helene 1950 ("Heli") half mit. Mein Vater musste aus gesundheitlichen Gruenden die Baeckerei damals aufgeben, da ich zum Bundesheer musste und mich fuer ein Studium in Wien entschied. Meine Schwester Heli war damals nach Wien gezogen (spaeter lebte sie einige Jahre in Suedafrika, lernte dort ihren Mann kennen und zog mit ihm nach Deutschland; sie lebt aber seit vielen Jahren in Wien). Leider verstarb mein Vater relativ frueh, mit 67 Jahren nach schwerer Krankheit. Meine Mutter Rosa verstarb im 90. Lebensjahr im Dez. 2016 und hat bis auf die letzten Wochen in Oberloisdorf gelebt. Mein 9 Jahre juengerer Bruder Herbert 1962 wohnt mit seiner Frau im Haus gegenüber (ehemaliges Binder-Haus, das vor vielen Jahren abgerissen und neu gebaut wurde). In meinen Jugendjahren spielte ich im SV Oberloisdorf Fußball und kurze Zeit auch in der Mannschaft Steinberg. Nach dem Studium heiratete ich Angela Seifert aus Mannersdorf (wir lernten uns beim "Pressl" in Unterloisdorf kennen) und wir leben seit damals in Wien. Meine beiden Kinder Matthias und Christine leben ebenfalls in Wien. Christine hat mir inzwischen zwei Enkelkinder Alexander und Laura geschenkt.
Karl und Cousin Rudi Jakits aus Unterloisdorf.
Meine Großeltern Scheiber in Oberloisdorf und ich. Soweit der Bericht von Karl Wukovits junior. Sein Vater war also der Sohn dieser Frau Wukovits, die spaeter nochmals heiratete und dann Scheiber hiess. Als ich das Kirchenblattl zu ihr brachte, war sie fuer mich aber die Frau Wukovits, also die Grossmutter zu Heli und Karl. Karl sendet mir noch ein Foto von seiner Erstkommunion im Jahr 1961, wo er seine Kerze zu Hause vergessen hatte.

Spaeter spielte Karl fuer den SV Oberloisdorf erfolgreich Fussball.
Vom Johannes, der zu diesem Zeitpunkt noch das Dorf kontrollierte, sind die Haeuser des "Geschaeftsviertels" zu sehen.

Gegenueber war noch das Tuchwarengeschaeft der Familie Lang. Hier konnten wir auch Sporthosen kaufen, ehe das Geschaeftssterben eben mit diesem Haus begann. Von den mobilen Dreschzeiten bzw. den Zeiten davor mit den Strohtristen folgen ein paar Bilder..
Oberhalb vom Kaippel Haus im Klaneri war unser Garten, in dem im Sommer immer eine Strohtriste wuchs. Das war die Zeit bevor die Maehdrescher Einzug hielten.
Die fleissigen Helfer am Fuss der Strohtriste sind der Bruder meiner Mutter, Stefan 1929-2001, und Pimper Josef Jurschi 1912-1987.
Im Haus meines Grossvaters war Anton Schloegl ein honoriger Gast. Schon in Pension, wohnte er seine letzten Jahre im Weber Haus vis a vis von der Trafik. Rudi erzaehlt mir und zeichnet mir auf, wo er aufgewachsen ist.
Das Schloegl Haus war oberhalb des Hofes von Lenatante, wo der Baumeister Albert Krutzler 1940-2023 aufgewachsen ist. Beim Ableben meines Grossvaters 1964 kamen die beiden elegant in schwarz gekleideten Soehne Stefan 1927 und Johann 1928 (aus der ersten Ehe vom Tonionkel, also dieser Theresia Supper 1902-1930) zum Begraebnis in unser Klaneri Haus. Grossvater war noch in unserem Zimmer aufgebahrt. Wir wohnten damals aber schon im unteren Ortsteil. Wie haette man mir das damals auch erklaeren sollen oder koennen? Vielleicht war ich in diesem Alter einfach nicht empfaenglich fuer Dinge, die schon 10 Jahre vor dem Krieg passiert waren. Und der Krieg war ja das grosse Ding vor meinem Leben. Aber auch die Fragen zum Krieg, die ich nicht gestellt habe, bedraengen mich heute. Weil ich die Buecher zum Krieg erst lesen konnte (Liddel Hart), als mir die Pension genug Zeit dazu gab und gibt. Erst im Mai 2026 konnte ich auf dem Chateau de Saint Loup in Burgund zur Kriegsgefangenschaft aus der nun erweiterten Familie recherchieren.
Zurueck nach Oberloisdorf und die 1930er Jahre. Theresia Schloegl, die Schwester von der Grossmutter, starb 1930 nach Komplikationen, wo ein drittes Kind im Anmarsch war. Die beiden Soehne Stefan und Johann waren noch minderjaehrig. Trimmel Gretel war schon ueber 90, als sie auf meine Fragen antwortete: Da gab es also noch einen Bruder, den Landwirt Johann Supper, zu meiner Grossmutter, der am 26.5.1932 in Mannersdorf 137 starb und auch 3 minderjaehrige Kinder hinterliess: Magdalena, Albert und Bernhard Supper. Alle 3 sind bis zu meiner Geburt verstorben. Bernhard Suppers Name steht am Kriegerdenkmal Mannersdorf.
Die Supper Geschwister um meine Grossmutter waren also:
Franz Supper 1895-1975 der Franzonkel
Maria Supper 1898-1973 die Grossmutter
Theresia Supper 1902-1930 die 1.Frau vom Tonionkel und
Johann Supper GJJJ-1932 der zuvor genannte Bruder.
Johanns Frau war Angela Supper geb.Hotwagner, die in Mannersdorf Nr.137 wohnten.
An diese Oberloisdorfer Supper Kinder konnte sich der Gendarmerie Oberst Josef Wurm geb 1.3.1923, verstorben 13.9.2012 noch erinnern, als meine Informanten (rund um Johanna Svoboda) ihn im Jahr 2012 noch vor seinem Tod kontaktierten.
Oberst Wurm wusste in seinem hohen Alter auch nicht mehr alles und hielt alle Nachkommen schon fuer tot. Auch bei den Graebern kannte er sich nicht mehr aus. So wie ich 2021. Das alte schmiedeeiserne Grab ist das heutige im Mail von Erika angesprochene gleiche Grab der Supper Familie. Mutter und Tochter ruhen darin. Scheinbar ist auch die Mutter 1930 gestorben. Das hohe Vieh von der Gendarmerie aus dem Oberloisdorfer Wurm Haus war mir in meinen Mattersburger 1960er Jahren natuerlich auch bekannt. Meine Eltern waren beinahe gleich alt wie er und wir trafen den einen oder die andere aus dem Wurm Haus rund um die Sprechtage im Mattersburger Gymnasium. Leidl Irmgard hat noch heute Platz in meinem Gedaechtnis.
Nach dem Tod der einen Theresia im Jahr 1930 bekam die Tochter vom Franzonkel im Jahr 1931 natuerlich den gleichen Namen, wie es damals ueblich war. Diese Resi passte in den spaeten 50er Jahren im Klaneri zwischen dem Scheunentor und dem Stalleingang auf uns Glatz und Krutzler Kinder auf. Resi Theresia Supper 1931-1982, spaeter verheiratete Sulyok oben
und Jurschi Josef Sulyok 1936-2011, ihr Mann, als ich ihn 2010 am Kirtag zum letzen Mal sah. Robert und Heidi sind deren Kinder. Robert wohnt in der Feldgasse und ich bin gescheitert, von ihm vielleicht noch Unbekanntes zu erfahren. Jedenfalls kann er ueber sein Supper Haus hier einiges nachlesen.
Tonionkel verbrachte seine Pension in Oberloisdorf im Weber Haus, also nur ein paar Hoefe weiter unten von dem, wo Rudi Schloegl aufwuchs. Die dritte Frau vom Tonionkel war eine Frau Renner, deren Tochter Theresia mit meiner Schwester Anna in der Schule in Steinberg war. Zum weiteren Nachlesen ist das Buch von Rudolf Schloegl zu empfehlen.
1950 Die Wagnerei GLATZ, in der schon Johann Glatz, der Urgrossvater gearbeitet hatte, befand sich im Klaneri. Der Krieg hatte 1945 geendet, meine Schwester war 1948 geboren und Josef Onkel war erst 1949 aus russischer Gefangenschaft zurueck gekehrt. Das Klaneri sah eher wie auf dem Foto aus dem Baumgartner Haus aus dem Winter 1931 aus, war nicht asphaltiert und hatte keine Wasserleitung. Es gab nur 2 Brunnen in dieser Gasse. Hier kam ich also Anfang der 1950er Jahre auf die Welt und verbrachte die Jahre bis zum Ende meiner Grundschulzeit.
In meiner Erinnerung lebt das Glatz Haus noch so wie es war. Gleich nach dem gruenen Holztor, das fuer unsere Einfahrten mit dem Traktor geoeffnet und geschlossen wurde, war links der Abgang in den unter der vorderen Stube gelegenen Keller. Der war ueber den Winter voll gefuellt mit Kartoffeln, die uns halfen, ueber die langen und dunklen Winter in das naechste Jahr und zu neuen Aussaaten zu kommen. Vor dem mit einer guten Holzkonstruktion geschuetzten Kartoffellager stand ein rundes Fass, das mit Kraut gefuellt war und oben mit einem Holzdeckel ebenfalls gut verschlossen war. Daneben fand auch eine blaue grosse Schmalzdesn Platz, das ebenfalls zu unseren Reserven zaehlte. Hinter der Eingangstuer hatte Grossvater ein kleines Weinfass, in dem der selbstgemachte Wein aus dem Satzenacker oder aus dem steinigen Boden im Langholz gelagert war. Dass dieser Boden im Langholz eigentlich ein guter Boden fuer den Wein war, kommt mir erst in meinen spaeten Jahren zu Bewusstsein, nachdem die Weingaerten im Langholz und im ganzen Dorf schon lange verschwunden sind. Nur ein kleiner neuer Weinbauer im Ort kultiviert seit ein paar Jahren edle Trauben, die auch Einzug in das Falstaff Magazin gefunden haben. Unsere Vorfahren wussten also genau, was und wo sie anbauen mussten. Auch wenn nicht allzuviel an eigenem Grund vorhanden war. Die Vorfahren waren ja im Wagnergewerbe unterwegs und erst unser Vater war gezwungen, dieses Gewerbe gegen die Landwirtschaft einzutauschen. Beim Wagner faellt mir immer mein Lateinprofessor ein, dessen Vater den gleichen Beruf hatte und bei dem ich einen zu guten Stand hatte. Meine vielleicht ungenuegenden Lateinkenntnisse moechte ich aber nicht unbedingt allein auf diesen Umstand zurueckfuehren. Bei der Motivation zum Latein lernen war ich schon gereifter, als ich meinem Sohn Ratschlaege fuer das Erlernen einer toten Sprache gab. Da hatte ich ja schon Franzoesisch neben meinem Beruf in Abendkursen gebueffelt, aber leider kam ich in diesen Jahren auch nicht in die Naehe der frz.Grenze. Ausser zur Formel 1 nach Monaco oder nach Dijon Prenois. Und die empfohlenen Konversationskurse startete ich erst 20 Jahre spaeter, als ich schon viel vergessen hatte. Aber in den 90ern ich liess es mir nicht nehmen, meine Soehne nach Frankreich zu schleifen (wie Sie mir spaeter machmal gestanden). Seit Sie nicht mehr mit wollten, war ich dann oft alleine unterwegs und ich bin es noch immer, sofern mir nicht ein Jahr wie 2025 unterlaeuft, in dem ich mehr unser Nachbarland Ungarn erkunde. Aber meine Frankreichplaene sind nicht auf Eis gelegt. In einer Ecke im Kopf und auf einer Datei auf meinem Computer waechst die Liste mit neuen France Zielen. Meine Frankreich Fotos stellen alle Google Sammlungen in den Schatten und nur der Groesse wegen kann ich sie nicht oeffentlich machen. Interessenten koennen sich immer bei mir anmelden. Aber zurueck zu meiner Klaneri Geschichte. 100 Jahre vor mir - so weit konnte ich die Familien unserer Eltern zurueckverfolgen - da fing es nicht an, aber da begann, was ich herausgefunden habe: In der ersten Haelfte des 19.Jahrhunderts war es ein Stefan Glatz, der am 29.5.1877 starb und dessen Frau eine Maria Ohr , die ihrerseits 1897 starb, in den 90ern, als unsere Grosseltern geboren wurden. Aus dieser ersten Familie erwuchsen unsere Glatz Ahnen. Sie waren die Eltern zum Urgrossvater Johann Glatz 1867-1935. Jeder von uns hat 2 Eltern, 4 Grosseltern und 8 Urgrosseltern. Aber die wenigsten kennen alle ihre Vorfahren oder haben etwas im Laufe ihre Lebens davon erfahren. Meine Spurensuche im Hause GLATZ fuehrte mich also mehr als 100 Jahre zurueck. Muetterlicherseits bin ich dem Hause KRUTZLER nachgegangen und habe viel von Toni Krutzler 1953-2024 auch an Bildmaterial bekommen, sofern es nicht in den Fotoschachteln unseres Hauses vorhanden war. Chronologisch habe ich versucht, die Dinge zu odnen. Zum Ansehen empfehle ich einen 2.Browser, damit man im einen Fenster lesen kann und im 2.ten die Bilder dazu oeffnet, da sich beim gleichzeitigen Oeffnen das Fenster schliesst und die Suche wieder beginnen muss. Noch habe ich keine bessere Loesung bei Google gefunden.
1855 wird muetterlicherseits mit Stefan Krutzler ein Urgrossvater geboren. Er heiratet eine Anna Schedl und hat mit ihr fuenf Kinder.
Anna Schedl 1854-1927 und Stefan Krutzler 1855-1928
Um die Jahrhundertwende versammelte sich ihre Familie fuer ein Foto vor dem Haus. Auf dem Bild sind von links nach rechts: Magdalena 1890-1911, die nur ein kurzes Leben hatte und mit 21 Jahren verstarb. Die Familie hat das tief getroffen und im gleichen Jahr 1911 errichtete der Vater Stefan Krutzler das Rustenkreuz, das er mit dem Pferdewagen von Sopron nach Oberloisdorf gebracht hatte. Laut meinem Bruder hatte er es auf der Grabenrunde erworben und wir suchen ab jetzt nach alten Fotos von dort.
Anna 1854-1927 die Urgrossmutter ist die zweite Person auf dem Bild
Anton 1877-1927 dahinter war der Vater von Bernhard Krutzler 1918-1980, genannt Tschuri, der am naechsten Bild der dritte von links am Tisch mit meinem Vater ist
Bernhard 1894-1945 der juengste im Vordergrund war spaeter unser Grossvater
Karl 1880-STJJ rechts im Hintergrund war der Vater von Apollonia Supper, der Wirtin, Theresia Schedl, Maria Krutzler von der Milchsammelstelle, der Bergerin (am naechsten Foto beim Federnschleissen), Stefan Krutzler und Franz Krutzler
Ihr Sohn Franz nahm mich im eiskalten Winter 1962/1963 mit seinem Audi mit in die Hauptschule Steinberg, bevor er weiter in die Bauernschule Oberpullendorf fuhr. 2021 stirbt er in Tulln.
Stefan Krutzler 1855-1928 der Urgrossvater und ganz rechts ist
Apollonia Krutzler 1888-1962, die Ploni Tant. Stefan Keglovich aus Kleinmutschen war der Mann von Appolonia Krutzler und ihr Leben verbrachten sie in Sopron. Nach Kleinmutschen brachte ich in den 70er bis 90er Jahren die Amerikaner. Mitzi, ihre Tochter, war 1936 ausgewandert und kam regelmaessig zurueck, bis sie schliesslich 90 war und mit dem Reisen Schluss machte. Ueber 90 wollte sie sich die Strapazen einer Flugreise nicht mehr antun. Sie war bereits ueber hundert, als sie starb. Ihre Tochter Mary und Sohn John, der trotz seiner Schuhgroesse 45 nicht auf grossem Fuss lebte und als Universitaetsprofessor taetig war, waren manchmal bei diesen Reisen dabei. Hier im Hof bei Bernhard Krutzler ist er der zweite von links, gleich neben Nandi Tarnai.

Dann kommt Guenther, der aus Pfunds in Tirol stammende angestellte Fleischhauer bei Bernhard Krutzler 1926-1978, Schomi, die Tochter von Nandi und Erszi, Mitzi Greg, die Amerikanerin und Bernhard Krutzler Nr 3 Jahrgang 1957, der letzte Fleischhauer in der Familienreihe, der erst in den letzten Jahren das Geschaeft schliessen musste und in Pension ging. Sein Sohn ist der Bernhard Krutzler Nr 4 und der war nicht mehr zu diesem Beruf zu bewegen. Von Marias Tochter Jenny weiss ich nur den Namen und ein paar Geschichten. Aber dann verliert sich die Spur nach Amerika. Apollonia Krutzler Keglovich kam im Zuge des Ungarischen Volksaufstandes 1956 nach Oesterreich, wohnte bei ihrem Sohn Elek in Wien und kam manchmal nach Oberloisdorf

wie hier bei Pfarrer Valentin Gratzer 1912-1989. Mitzi, Berta und Elek sind daneben auf dem Bild. 1962 starb Apollonia Keglovich und wurde im Saal der Familie Krutzler aufgebahrt. Das Mutter Grab vor der Kapelle am Friedhof hat Elek fuer sie errichtet. Vom Begraebnis gibt es ein Foto vom Hof im Krutzler Haus, das andere am Friedhof selbst. Ein Grossteil der Leute unseres Dorfes sind darauf gut zu erkennen.


Allen, die sich noch an die Zeit erinnern, wird so manche Geschichte zu dem einen oder anderen auf den Bildern einfallen. So wie mir. Ich moechte nur eine davon nennen: In der Mitte erkenne ich den Sopep, den Vater von Josef und Rudolf Krutzler. Das So steht im Oberloisdorfer Dialekt fuer Saege oder Saegewerk, das Krutzler Josef senior hinten am Hof nahe bei der Rabnitz betrieb. Daneben war das grosse Saegewerk vom Huber Zimmermeister und seiner Familie. Vorne im Krutzler Anwesen war das einfache weiss gestrichene kuehle Haus im Schatten eines grossen Nussbaumes, wo eine ueberdachte Stiege in das Untergeschoss fuehrte. Mit Rudolf Krutzler verband mich eine Freundschaft in diesen Jahren, die bis nach Mattersburg fuehrte. Leider ist Rudolf dort frueher mangels schulischer Erfolge ausgestiegen und unsere Freundschaft fand ein jaehes Ende. Jeder ging seiner Wege und auch die spaeteren Versuche seiner Mutter, der Paula, uns wieder zusammenzufuehren, scheiterten. Rudolf und ich waren die Youngsters, Josef der Zampano von der achten Klasse im Gymnasium.

Der zelebrierte seine Erfahrenheit auch im Scheiber Gassl bei der Gaunesser Reslmoam (der Grossmutter von Rudolf und Josef) mit seinen Freunden von der Octavia bei diversen Festen. Wir die Joungsters, Rudolf und ich, konnten nur hineinschnuppern in diese Welt der Grossen. Im schattigen Haus nahe dem Supper Wirtshaus lief manchmal leise ein Lied, das ein Leben lang in mir haengen geblieben ist und das ich erst vor ein paar Jahren im Internet wieder gefunden habe. Die Traeume von damals trage ich noch immer in meinem Kopf. Wer sich dafuer interessiert findet das Missouri Lied von den Tramps auf youtube. Auch viele andere Personen auf den Fotos habe ich noch gut in Erinnerung.
In dem zuletzt angesprochenen Scheiber Gassl war der Schleichweg in unsere Klaneri Gasse, in der zuunterst Haas Karl mit seiner Familie wohnte.

Hermi, eine seiner Toechter, war mit mir in der Volksschule. Ihr Vater, sein richtiger Name war Schedl Karl 1924-1972, verunglueckte 1972 mit dem Moped auf der Heimfahrt von Oberpullendorf bei der Abfahrt nach Doerfl. In diesem Gassl lebte nach der Familie Schedl die von mir so betitelte Gaunesser Reslmoam, gefolgt vom Haus des Wukovits Gendarmen bzw seiner Mutter. Dann kam das Haus der Faymann Viktoria 1914-2008 und ihrer Tochter Rosl, der Frau vom Thurner Baeck in Steinberg. Gefolgt von dem des Scheiber Veda, dessen Schwester mit unserem Urgrossvater verheiratet war. Das war mir damals aber nicht bewusst, zumal die Urgrosseltern schon 15 Jahre vor meiner Geburt gestorben waren. Der Scheiber Veda war ein staendiger Gast in unserem Hause. Mit seiner Pfeife sass er in der Wagnerwerkstatt, drehte an seinem Schurrbart und erzaehlte Geschichten. Fuer mich war er schon damals uralt und erreichte schliesslich das sagenhafte Alter von 99 Jahren. In manchen Haeusern des Scheibergassls konnte man mit dem Einverstaendnis der Eigentuemer in die der Kirche naehere Gasse umsteigen.
SOPRON war also die Heimat von Keglovich Istvan 1881-1928 zusammen mit Keglovich Istvanne szueletett (geborene) Krutzler Apollonia 1888-1962. Ihr Sohn Keglovich Istvan 1908-1943 erlebte das Kriegsende nicht mehr.
1928 war der Mann schon gestorben, 1943 der Sohn und 1962 sie selbst. Elek liess seiner Mutter in Oberloisdorf das Grab mit der Mutter Inschrift errichten. Zwischen den beiden Graebern in Oberloisdorf und Sopron pendle ich oft und vor allem in Sopron staune ich, dass da ein gewaltigerer Grabstein als in Oberloisdorf steht. Begraben ist sie aber tatsaechlich in Oberloisdorf. In Sopron ist sie aber vereint mit ihrem Mann und dem 1943 gefallenen Sohn.
Den Krieg ueberlebt haben die anderen Kinder: Laci hier als Soldat und mit seiner jungen Frau Rozalia Keresztury
Apollonia Honti 1909-1999 und ihr Mann Pal Honti 1906-1995 bei der Hochzeit ihrer Tochter in Oggau und mit ihrer
Schwester Mitzi, der Amerikanerin
und der Mann von Iren Keglovich, die hier mit ihrem Sohn Pitju zu sehen ist.
Die letzten 3 genannten Frauen durften auch meine Soehne noch erleben, wenn ich mit Ihnen auf Verwandtschaftsbesuch in Sopron Goerbehalom war. Als Mitzi, die Amerikanerin zum letztenmal da war, liess ich die beiden in Deutschkreutz aussteigen und auf mich warten, weil wir nicht alle Grenzdokumente mit hatten. Die Cousins und Cousinen von meiner Mutter, Berta, Bernhard, Stefan und Rudi Krutzler waren also folgende Personen:
Tschuri Bernhard Krutzler 1918-1980
Wirtploni Apollonia Supper 1919-1995
Theresia Schedl 1907-1982, die Mutter vom Bangatna Emmerich Schedl 1930-2018. Dessen Schwester spricht mich im Friedhof beim Begraebnis des Anton Hafner Anfang Maerz 2024 an und sagt mir, dass sie in Unterloisdorf verheiratet sei. Spaeter erkundige ich mich und erfahre, dass sie eine Perkovatz ist. Schade, dass sie mir das nicht gleich gesagt hat. Sonst haette ich mit ihr ueber das Cafe Perkovatz in Sopron gesprochen bzw ueber meinen Chef in der Bundeslaender Versicherung.
Bergerin Maria Krutzler 1914-1986 vom Milchgeschaeft
Stefan Krutzler 1909-1967 im vorderen Teil des Hofes von Dillhof Jurschi
Franz Krutzler Theol CSsR auf der Friedhofskapelle +12.2.1940
Elek Keglovich 1918-1988, Kellner in Wien nahe Westbahnhof uebernimmt Herschmann Haus
Laci Keglovich 1913-1995, als Pensionist noch Portier in der Soproner Bierfabrik, wo ich nun oft bei meinem Morgentraining vorbeilaufe
Apollonia Honti 1909-1999, die Mutter von Erszi, Kriszta und Pal 1937-2005
Mitzi Greg in Amerika, John und Mary waren ihre Kinder
Istvan Keglovich 1908-1943, der Mann von Iren unserer Dolmetscherin. Medineni Mileder war wahrscheinlich die Schwester von Iren.
1861 wird die Mutter unserer Glatz Grossmutter im Haus Nr 91 geboren: Anna Krutzler.
Im gleichen Jahr wird auf Nr 34 ein Stefan Supper geboren
Diese Anna Krutzler heiratete als 23 jaehrige am 28.5.1884 in der Pfarrkirche Oberloisdorf den ebenfalls mit Geburtsdokument genannten Stefan Supper.
11 Jahre spaeter wird ihnen im Jahr 1895 Franz Supper, unser Franzonkel geboren. Und weitere 3 Jahre spaeter kommt 1898 unsere Glatz Grossmutter im Supper Haus zur Welt.
1866 habe ich vaeterlicherseits die ersten Spuren gefunden. Anna Scheiber 1866-1936 (ihre Eltern waren Franz Scheiber und Rosalia Hasler), die Schwester vom Scheiberveda, wird auf Nr 60 in dem schon angesprochenen Gassl geboren.
1867 ist dann die Geburt von Johann Glatz, unserem Urgrossvater. 1894 heiraten Johann Glatz 1867-1935 und Anna Scheiber 1866-1936Die Urgrosseltern vaeterlicherseits starben noch vor dem 2.Weltkrieg und sind auf diesem Foto mit der Tochter Mathilde zu sehen.
Mathilde Szarnyas starb am 14.2.1967, Anna Scheiber 1866-1936, Johann Glatz 1867-1935 war Wagnermeister wie die naechsten 2 Generationen. Hinter dem Urgrossvater ist Scheiber Cilly, die Schwester seiner Frau. Von der Scheiber Linie stammt auch der heute bei Union Berlin als Fussballer agierende Christopher Trimmel ab.
Nach dem ersten Abflauen der Corona Krise und dem Wiederstart der deutschen Bundesliga konnten wir ihn im ungarischen Fernsehen bei 3 Matches am TV Bildschirm verfolgen.
Anna ist die Frau vom Urgrossvater Johann Glatz 1867-1935. Seine Eltern waren Stefan Glatz und Maria Ohr, mit denen ich meine Geschichte begonnen habe. Ueber den bognar aus Surany weiss Rene Gabriel: in seiner Trauungsmatrik steht „urodalmi bognár Surányban“, was herrschaftlicher Wagner auf dem Gut Surány bedeutet. Dazu musste er Meister sein und dessen Aufgaben waren neben der Herstellung von Wagenteilen auch das Erzeugen/Reparieren von Fenster, Tueren, Saergen, etc. Surány gibt es in Ungarn 4, jedoch kommt nur ein Surány in Frage, naemlich das heutige Vassurány, wo das Schloß des Baron Schilson steht. Dort wird er gearbeitet haben.
Der aeltere Bruder vom Urgrossvater war Stefan Glatz 27.7.1865, Landmann in Oberloisdorf 12, der mit einer Rosalia verheiratet war und am Grab des Prenn Donath 1830-1968 leider ohne Sterbedaten angefuehrt ist. 2025 im Juli spreche ich mit Robert Prenn 1958, der meint, dass er sich an diese Rosalia oder Rosina noch erinnern kann. Aber da muss er sich geirrt haben. Sein juengerer Bruder Harry oder Herbert lebt in Schwabendorf nahe Koeszeg mit einer Ungarin und versteht angeblich, was die Ungarn reden. Das ist mir bisher nicht gelungen. Diesen Harry aber habe ich vor Jahren in der Bendlgasse im 12.Wiener Gemeindebezirk getroffen, wo wir beide nicht weit voneinander entfernt wohnten.
Stefan Glatz 1865 und Rosalia Schnabl waren Paten bei der Taufe von Rosalia Schedl im Jahr 1920 (unserer Salitant aus dem Krutzler Haus).
1869 Der dritte Bruder Anton Glatz 4.8.1869, Landmann in Kloster 6 (laut den gefundenen Notizen) taucht ueberraschend fuer mich in Ohio Amerika auf. Anton Glatz ist scheinbar mit seiner Frau Elisabeth Korner nach Amerika ausgewandert und lebte in Cincinnati Ohio. Dorthin schreibt ihm unser Vater aus seiner amerikanischen Gefangenschaft im 2.Weltkrieg in Kentucky. Zurueck kommt ein Brief, geschrieben von Elisabeth Korner. Dem nachfolgenden Kuvert ist zu entnehmen, dass Anton vermutlich/vielleicht den Familiennamen seiner Frau angenommen hat.
Im Brief vom 28.November 1944 schreibt also Elisabeth Korner an meinen Vater, der offensichtlich vorher von einem Dorfkollegen Franz Bauer berichtet hatte. Elisabeth Korner sieht in ihm den Oberlehrer Franz Bauer, vermutlich handelt es sich aber um den gleichnamigen juengeren Sohn 1925-1945 desselben. Lesen Sie selbst:Gleichzeitig kuendigt sie die Adresse von seinem Cousin Robert Glatz in Dayton an. Dieser schreibt dann am 6.Feber 1945 an meinen Vater von der Adresse 1706 Ohmer Ave, Dayton 10 Ohio. 
Ich vermute hinter diesem Robert Glatz den Sohn von Anton (frueher Glatz) und Elisabeth Korner. Elisabeth hatte zuvor vom Cousin gesprochen. Er aber nennt im Brief meinen Vater Nephew und schreibt am Schluss Your Uncle. Vielleicht hat dieser den Namen Glatz geschaetzt und weiter gefuehrt wie wir alle und hat nur das Verwandschaftsverhaeltnis durcheinander gebracht. Oder er ist jener Robert Glatz aus Kloster, der am 28.Feber 1923 mit dem Schiff President Roosevelt von Bremen nach New York gefahren ist (Bremer Passagierlisten im Staatsarchiv Bremen). Herr Rene Gabriel kann da vielleicht zur Aufklaerung beitragen (oder meine Annahmen bestaetigen), falls er das liest. Im Telefonbuch 1951 von Cincinnati kann ich jedenfalls die Adresse der Korners verifizieren. Josefa Glatz 1877-1934 am Grab der Seidl Reslmoam Theresia Seidl 1910-1998 gehoert nach einer Ruecksprache Anfang Dezember 2024 mit Hildegard Seidl geb.Krutzler nicht zu den Bruedern unserer Urgrosseltern. Hildegard erzaehlt mir, dass das Seidl Haus ein Glatz Haus war und noch bei ihrem Mann Kurt als Wohnadresse von einem Kreuz Glatz Haus die Rede war. Das Kreuz beim Schermann schraeg vis a vis, bevor man zum Wald hinaus fuhr, gab dem Haus diesen Namen. Josefa kam Hildegard nach aus einem Weppersdorf, aber nahe von Grosspetersdorf im suedlichen Burgenland, das ich dann eher als Welgersdorf identifizieren wuerde. Josefa ist mit einem Franz Glatz verheiratet und die beiden haben 5 Kinder, wovon eine Tochter die mir persoenlich bekannt gewesene Reslmoam, die Schwiegermutter von Hildegard war.

Die Seidl Reslmoam 1910-1998 sprach oft zu mir und versicherte, dass sie auch eine Glatz war. Also aus dem Kreuz Glatz Haus. Auf ihrem Grabstein steht ihre Mutter Josefa Glatz 1877-1934. Stefan Seidl 1913-1944 war ihr im Krieg gefallener Mann. Unsere Verwandtschaft zu dem Seidl Haus, von der die Seidl Reslmoam immer sprach, haengt moeglicherweise auch mit dem Seidl Isidor zusammen, mit dem ich mich gemeinsam mit meinem Vater auf Dachsjagd zu einem Heuschober auf der Wiese unterhalb vom Bahnhof aufmachte. Der Name dieser Wiese ist leider aus meinem Gedaechtnis entschwunden. Oder hiess sie Leewiesn? Ich kann mich aber noch recht gut an dieses Unternehmen erinnern. Ich muss schon in der Schule gewesen sein. Seidl Isidor, Jahrgang 1893 starb 1960, seine 23 Jahre juengere Frau Hanni aus Deutschland erst 2010. Elsa Johanna lebte von 1916-2010.

Frau Krug Aloisia 1920-1993, Seidl Franz 1926-2014 und Pillis Stefanie 1929-1975 waren die Kinder von Isidor Seidl. Seine erste Frau koennte lt.Hildegard den Namen Aloisia gehabt haben. Seidl Isidor 1893 war der Onkel zu Hildegards Mann Kurt. Theresia Seidl 1910-1998, noch ledig und eine Glatz, bekam mit 20 Jahren von einem Mannersdorfer (Zipola oder so aehnlich) den Sohn Otto Glatz 1930-2008. 1937 war sie schon eine Seidl und bekam die Tochter Stefanie Seidl verh.Fraunschiel 1937-2013. 1941 folgte der Sohn Erwin Kurt 1941-2016. Glatz Otto war also der Halb- oder Stiefbruder zu den beiden Seidl Kindern.
Johann Glatz hatte als vierten Bruder Ludwig 1878-1915, welcher im 1.Weltkrieg gefallen ist. Ihn findet man am Kriegerdenkmal in Oberloisdorf.
Der fuenfte der Brueder war Alois Glatz 19.4.1881, Landmann in Fuerstenfeld Hauptplatz 7, verheiratet mit einer Anna Hirmann. Im November 2022 finde ich weder an dieser Adresse noch am Friedhof einen Hinweis auf diesen Alois. Im November 2024 erzaehlt meine Schwester, dass die Fuerstenfelder Glatz keine Nachkommen hatten. Das erinnert sie sich aus einem Gespraech mit unserem Grossvater.
1874 wird muetterlicherseits Johann Krutzler 1874-1949 in Strebersdorf geboren. Er war der Mann unserer Urgrossmutter Radegunde im Krutzler Hof.
2 Jahre vor meiner Geburt war er bereits verstorben. Radegunde, die Gundlmoam, wie sie im Dorf genannt wurde, durfte ich noch bis 1955 erleben und hatte in meinen fruehen Jahren noch einige Zeit Erinnerung an sie, die aber im Laufe des Lebens verblasste. Radegunde Krutzler 1883-1955, vormals Schreiner aus Unterloisdorf. Deren Mutter war eine Toepfer und die Freundschaft fuehrte zu dem in Mannersdorf in meinen Jugendjahren noch regen Gasthausleben der Familie Toepfer. 2024 erkenne ich in dem baumlangen Mann den Toepfer Sohn aus Mannersdorf beim Kondolieren zum Begraebnis von meinem Cousin Toni Krutzler 1953-2024 in der Friedhofshalle Oberloisdorf. Nach Strebersdorf brachte ich zeitlebens meine Mutter und auch ihre Schwester Berta zum Tratschen. Begreiflich war mir diese Verwandtschaft allerdings nie. Erst jetzt kann ich durch meine Recherchen diesen Schleier etwas beiseite ziehen.

1895 wird Franzonkel, hier auf der Triste links, geboren. Supper Franz 1895-1975, der Bruder von Grossmutter.
1897 ist dann die Geburt des Grossvaters (in der Mitte) Robert Glatz 1897-1964. Rechts auf der Strohtriste im Klanerigarten ist der juengste Bruder meiner Mutter, Rudi Krutzler 1933-1986.
Das Geburtsdokument des Grossvaters gibt es auch auf ungarisch. Zum Garten ging taeglich der Vater mit dem Buckelkorb, um von der Triste die Unterlage fuer die Kuehe im Stall zu holen.
Man sieht links die Baeume aus dem Kaippel Haus, dahinter die Einbuchtung, wo der 36 m tiefe Brunnen war, dann unser Haus mit den offenen Holzjalousien der Werkstatt, gefolgt vom Haus der Roszaneni und dem des Prosi Toniveda.1898 ist das Geburtsjahr unserer Grossmutter Maria Supper 1898-1973 hier auf einem spaeteren Bild zusammen mit meinem Bruder Rudolf 1955.
1899 wird die Schwester Mathilde Glatz geboren. Unter dem Namen Szarnyas war sie spaeter in Koeszeg verheiratet. Ihr Sohn Ernoe kam als 16 jaehriger im Zuge des Ungarischen Volksaufstandes 1956 nach Oesterreich und wohnte bei uns im Klaneri, wie mir sein Sohn Tamas jetzt berichtete. Ernoe hat zuhoerend dies bestaetigt und angegeben, dass noch ein Freund mit ihm unterwegs war, der ebenfalls bei uns wohnte. Seine Eltern missbilligten diese Flucht, ich selbst kann mich nicht daran erinnern, obwohl ich weiss, dass mehrere Fluechtlinge aus der ungarischen Verwandtschaft fuer kurze Zeit in Oberloisdorf, teilweise im Pfarrhof lebten. Nach einem Monat kehrte Ernoe wieder zurueck zu seinen Eltern in Koeszeg. Sein Sohn Tamas lernte Deutsch in der Schule und es ist gut, dass wir jetzt mit ihm kommunizieren koennen.
Mathilde Szarnyas 1899-1967 und der junge Ernoe im Jahr 1940. Sein Vater Janos Szarnyas 1893-1972 war zu diesem Zeitpunkt schon 47 Jahre und hatte aus erster Ehe die Kinder Janos, Elek, Manci und Magdolna, verheiratete Gazdag Istvanne, genannt Magdus. Manci und ihr Sohn sind schon verstorben. Elek 1921-2012 lebte in Budapest.
Tueditant ist auf dem Foto rechts zu sehen. In der Mitte ist diese Magdus, Tochter ihres Mannes aus erster Ehe. Sie ist heute 92 Jahre und lebt in Szombathely in einem Altersheim. Auch Tamas, der Sohn von Ernoe, kennt sie nicht. Links ist meine Grossmutter.
1902 wird der Bruder des Grossvaters Konrad 1902-1975 geboren. Konrad lebte mit uns im gleichen Haus, war auch mit dem Wagnergewerbe vertraut und wurde als Arbeitskraft geschaetzt und ausgenuetzt.
1903 oder vielleicht erst 1920 duerfte ein Haus erworben worden sein, das damals unter der Hausnummer 145 lief. Es koennte sich aber auch um das Kreuz Glatz Haus von Theresia Seidl gedreht haben. Unser Klanerie Haus hatte jedenfalls zu meiner Zeit die Nummer 163.

Unterschrieben haben unter anderem Ludwig 1878-1915, der schon 1915 im ersten Weltkrieg ums Leben kam, und ein Johann Schubaschitz, zu welchem Haus wir auch noch zu meiner Zeit freundschaftliche Verbindungen hatten.Moeglicherweise kam das Haus also erst mit dem Deal vom 24.April 1920 in unseren Besitz oder es wurde nur der Grund gekauft und das Haus entstand damals. Jedenfalls ersteigert der Wagnermeister Johann Glatz 1867-1935 in Dassmarkt um 7000 Kronen einen Grund in Oberloisdorf.
Dafuer erlegt er selbst 3000 Kronen. Ein Johann Seidl beteiligt sich ebenfalls mit 3000 Kronen (aus dem Kreuz Glatz Haus der Seidl Reslmoam Theresia Seidl 1910-1998). 1000 Kronen steuert ein Anton Pasteka dazu bei. Wer immer das auch gewesen ist. Und was immer da auch erworben wurde. Wir wissen es nicht.
1921 am 16.November heiraten die Grosseltern muetterlicherseits: Krutzler Bernhard 1894-1945 und die 10 Jahre juengere Christine 1904-1976 mit dem gleichen Familiennamen, aber aus Unterloisdorf.
Da hat jemand herumgefummelt und die Jahreszahl scheint 9 zu sein, aber Christine ist definitiv 1904 geboren und war 10 Jahre juenger juenger als ihr Mann. Zwei Monate spaeter heiraten die Glatz Grosseltern.
1922 Grossvater Robert Glatz stammte also aus dem Haus mit der Wagnerei seines Vaters Johann. Am 25.Jaenner 1922 heiraten sie vor dem Standesamt und in der Pfarrkirche. Das Burgenland war gerade von Ungarn zu Oesterreich gekommen.

Das Foto sehe ich erstmals Ende Mai 2022. Ich rang anfangs einige Zeit mit mir, darauf meine Grossmutter vor 100 Jahren zu erkennen. Zuerst bin ich ueberhaupt achtlos an dem Foto vorbeigegangen und hatte nicht gedacht, dass darauf Personen sind, die ich gekannt hatte. Das Foto war im Haus von Josefonkel in Neudoerfl und Renate hat die beiden schon viel frueher so gesehen. Im April 2023 ist mir dieses Bild nun auch schon vertraut. In der Kriegsjahren duerften die nachfolgenden Fotos entstanden sein. Da sind meine Grosseltern fuer mich erkennbar. Mein Bruder, der im Gegensatz zu mir Zeit seines Lebens in unserem Elternhaus wohnt, sagt heute, dass unser Grossvater bei einer Grenzgendarmerie war und deshalb dort in der mir bis dato nicht bekannten Uniform seine Familie praesentiert.
Die drei Soehne unserer Grosseltern auf dem folgenden Bild waren also
1922 Robert in der Mitte
1925 Josef rechts und
1927 Engelbert links der juengste
Bei meinen Recherchen taucht ein weiteres Foto auf, wo auch die Schwester Mathilde meines Grossvaters dabei ist. Aus dem nahen Koeszeg mit ihr ist die Tochter Magdus aus der ersten Ehe Ihres Mannes.
Der Grossvater ist dann vor der Wagnerwerkstaette und der Motorschupfn mit dem Waffenrad zu sehen, mit dem es scheinbar zum Dienst an der Grenze nach Mannersdorf ging. Ein vermutlich spaeteres Modell eines solchen Waffenrades habe ich spaeter beim Verladen unseres Holzes in den Eisenbahnwaggon am Bahnhof Oberloisdorf auf seine Haltbarkeit getestet. Mein Vater hielt naemlich grosse Stuecke auf ein solides schweres Waffenrad. Bei meinem nach vor fahren mit dem Traktor lag dann das Rad hinten unter dem grossen gruenen Anhaenger. Und da zeigte es sich, dass es doch nicht alles aushaelt. So war ich schon damals zu Nichts zu gebrauchen. Mein Bruder sagt mir das auch heute noch oft, wenn ich mich zur Mithilfe zur Arbeit im Wald antrage.

Mit dieser Montur habe ich ihn nie erlebt. Vom Krieg wurde damals erzaehlt, aber das war fuer uns etwas aus historisch langer Vergangenheit. Dass wir damals so nahe dran waren und heute unsere Eltern und Grosseltern gerne mit Fragen bombardieren wuerden, kommt uns leider zu spaet zum Bewusstsein.
1922 war auch das Jahr, in dem Konrad sein Lehrzeugnis fuer das Wagnergewerbe erwarb.
Der aelteste der drei Brueder ist mein Vater Robert Glatz 1922-1986, der zum Kriegsende aus amerikanischer Gefangenschaft im Camp Shelby in Kentucky zurueck kehrte. Dort hatte er mit dem Wiener Tischler und Moebelhaendler Trinkl zusammen gearbeitet. Als kuenftigem Wagnermeister im Betrieb seines Vaters kam ihm dies natuerlich zugute.
Wie schwer mein Vater im Krieg verletzt wurde, hat mir erst die Kopie der Aufzeichnungen seines Bruders Josef von Anfang 1987 ins Gedaechtnis gerufen. Renate, die einzige Ueberlebende aus dem Steinberger Stimakovits Haus, hat mir das beim Ausmustern der Unterlagen ihres Vaters im Neudoerfler Haus zur Verfuegung gestellt. Josef hat das 14 Tage nach dem Begraebnis meines Vaters fuer seine Toechter aufgeschrieben. Der Robertonkel ist mein Vater, an dessen Spaetfolgen des Kopfschusses ich vermutlich spaet in meinem Leben bezahle. Mein Vater hat erst in seinen letzten Lebensjahren sehr schlecht gehoert. Und bei mir ist das auch spaet gekommen und wo ich jetzt schon ueber das Lebensalter meines Vaters hinaus bin vermute ich auch den Grund meiner Schwerhoerigkeit teilweise hinter diesem Kriegsereignis. Mutter, Schwester und ich leiden an diesem Phaenomen. Nur mein Bruder, der erst 10 Jahre nach dem Krieg geboren wurde, hat sein Hoervermoegen bis heute bewahrt.

Im Dezember 1945 wird mein Vater aus der Gefangenschaft entlassen und im Jaenner 1946 kann er in die Heimat zurueckkehren.

Robert Glatz 1922-1986 und Maria Krutzler 1923-2022 heiraten nach dem Krieg und leben im Klaneri im Haus des Grossvaters Robert Glatz 1897-1964 und dessen Frau Maria Supper 1898-1973. Neben der Wagnerei betreiben sie eine Landwirtschaft. Grossvater hatte in der Motorschupfn einen Goepel oder Geppel fuer die Dreschmaschine. Der Dieselmotor und unsere Dreschmaschine sahen aehnlich wie die hier am Dreschkirtag in Rechnitz im Jahr 2015 aus.
Eine 2.angeschaffte blecherne Maschine lief mit dem Traktor. Bisweilen fiel da der Ream (Riemen) herunter, wo ich mithelfen durfte, um die Arbeit wieder in Schwung zu bringen. Die Drescher waren in fast allen Haeusern im Dorf ueber den ganzen Sommer unterwegs. Und da ging es aehnlich wie auf dem naechsten Bild zu.
Ueberall gab es eine deftige Jause. Beim Schubaschitz zum Beispiel. Ich durfte dabei sein und mein Appetitverhalten von heute geht auf diese Jahre zurueck. Ich leiste mir auch heute noch hin und wieder ein Drescher- oder Holzfaellerfruehstueck, obwohl ich schon lange nicht mehr zu einer Waldarbeit oder zu schweren Anstrengungen komme.
Das war Grossvater mit unserem Geppel. Zum Dreschen und dem Goepel hat mich Bernhard Krutzler darauf hingewiesen, dass darunter was anderes zu verstehen war. Tatsaechlich gibt es im Internet fuer Interessierte mehr nachzulesen. Mit meinen bescheidenen Ungarischkenntnissen leite ich jedenfalls den Geppel vom ungarischen Wort Gep fuer Maschine ab. Das Dreschen mit den Maschinen im Dorf war in allen Haeusern ein wunderbares Fest, wenn auch bei uns nicht so viele Leute beteiligt waren, wie man sie hier auf dem Foto im deutsch-russischen Museum sehen kann.
Der mittlere der 3 Glatz Brueder war Josef 1925-2003. Er findet seine Frau in Steinberg bei der Tochter dieses Mannes,
der bei der Kriegsmarine gedient hatte. Rudolf Stimakovits 1903-1972 ist spaeter Geschirrhaendler und befaehrt die Wochenmaerkte im Burgenland. In Oberloisdorf hat er seinen Stand gegenueber dem Gasthaus Krutzler. Seine Tochter Irene 1929-1984 wird die Frau von Josef. Der Schwiegervater von Josef ist Otto Habsburg Freund und die Ausstrahlung des Namens Rudolf in unserer Verwandtschaft reicht bis zu meinem Bruder. Der glaubt heute, seinen Namen nur wegen dem Bruder unserer Mutter erhalten zu haben und folgt nicht meiner Theorie. Bei einem Vortrag von Otto Habsburg im Kino Oberpullendorf besuchte Otto auch seinen Freund Rudolf Stimakovits in Steinberg. Beide waren Verehrer der Gross Mariazellerin. Im Kino durfte ich damals auch bei den Ausfuehrungen des Pro Europaeers Otto Habsburg dabei sein. Nicht aber bei dem anschliessenden Essen im Haus des Geschirrhaendlers in Steinberg. Dazu war neben dem Bezirkshauptmann Hofrat Dr Alois Cserer auch der Buergermeister Anton Schedl 1923-2005 geladen.
Josef wohnt in einem Nebentrakt des grossen Steinberg Hauses, verbringt aber sein Leben weitgehend in Neudoerfl, wo er spaeter auch Hauptschuldirektor und Schulinspektor wird. In Steinberg sind sie jedes Wochenende.
In dieses Haus komme auch ich zur Erstkommunion von Ingrid mit meiner Schwester und den Grosseltern. Frau Stimakovits ist links am Bild und Irene, die Mutter der bezaubernden Toechter, ist rechts zu sehen. Dieser Wagen wird gepackt und faehrt auf die Maerkte im ganzen Land. Neben Rudolf Stimakovits und seinem Lastwagen ist auch das Motorrad von Josef und der Hund, an den ich mich nicht so recht erinnern kann.Auch Irene ist bisweilen auf diesen Maerkten mit dabei. Ingrid hat ihre Freundin in Steinberg im Haus schraeg gegenueber. Deren Eltern fahren auch auf die Maerkte und haben ihren Stand in der Naehe von dem Stimakovits Geschirrhandel. Daran werde ich 2005 am Adventmarkt in Grafenegg erinnert. 
INDIGO,
die feinen Stoffe aus diesem Haus ueberwinden die Grenzen unseres kleinen Landes. Die Steinberger sind ein Volk von Marktfahrern. Ingrid 1954-2014 folgt den Spuren ihres Vaters in einem Wiener Gymnasium und verlaesst uns so wie ihre Mutter viel zu frueh. Die junge Familie von Josef ist unten auf Besuch bei unserer ungarischen Verwandtschaft in Koeszeg.
Mit dem kleinen Fiat 1100 ist Josef lange unterwegs. Auch ich bin auf Fahrten nach Koeszeg in diesem Wagen mit dabei. Er ist der Chauffeur fuer unsere ganze Verwandtschaft, wie ich heute feststelle. Auch die Krutzlers brachte er auf Ausfluegen zum gewuenschten Ziel.
In den Militaerdienst und den Krieg war Josef mit der Vereidigung 1943 in Klagenfurt eingetreten. Er geriet in russische Gefangenschaft und kehrte nach meiner Erinnerung und seinen Erzaehlungen erst 1949 von dort zurueck. Aus der Gefangenschaft in Russland sandte er zum Muttertag Gruesse in der von mir bewunderten Handschrift, woraus man sieht, dass die Kinder Eltern Beziehung von einer Distanz gepraegt war, die wir als nachfolgende Generationen nicht mehr gepflegt haben.
1926 am 11.Jaenner wird im muetterlichen Krutzler Haus Bernhard geboren.
Da taucht der Name der Gundlmoam auf, die ich bis 1955 noch erleben durfte. 1927 Der dritte und juengste der GLATZ Brueder Engelbert 1927-1966 wird geboren, hier schon beim Militaer im Jahr 1948 in Salzburg.
Das Foto aus einem Studio in Bad Reichenhall schickt er an seinen Freund im Hause Dillhof. Engelbert 1927-1966 zieht es nach Steinberg. Zu der Tochter des Saegewerkbesitzers und Zimmermeisters Stefan Freyler 1895-1972. Kornelia 1926-2017 fuehrt er in die Ehe. Sie heisst hinfort Glatz
und kommt aus dieser Familie. Mit seiner Frau Margarete, geb Maier 1896-1966 hat Stefan Freyler neben Kornelia noch die Tochter Margarete 1929, verheiratete Wegscheidler und den Sohn Stefan 1924-1943, der seit dem Krieg in Russland vermisst wird.
Nelly und Engelbert bekommen 1951 mit dem jungen Stefan ihren ersten Nachwuchs.
1955 kommt zur Freude der Grosseltern Engelbert dazu.
Sie wohnen in dem langgestreckten Freyler Hof, in dem wir erlebnisreiche Kirtage verbringen. In dem Haus wohnt neben den Grosselteltern auch Malvintant. Im Hof rechts in der Mitte ist die Kueche angesiedelt. Hier wird gekocht und gegenueber ist ein pergolaaehnliches, lichtdurchflutetes Gartenhaus, in dem die Kirtagsgaeste bewirtet werden. Neben den Familien der Glatz Brueder ist auch die Familie der zweiten Freyler Tochter bei diesen Festen dabei. Margarete Wegscheidler hat mit ihrem Mann den Sohn Reinhard und die Tochter Anita.1961 wird Brigitte geboren und neben den Taufpaten Robert und Maria Glatz sind die Hebamme Frau Heissenberger, meine Schwester und Reinhard Wegscheidler. Davor von links nach rechts Stefan, Rudolf, Renate, Ingrid, Anita, Martin und Bertl.
Ueber Brigitte freuen sich mit Tante Irene auch ihre Toechter Renate 1956 und Ingrid 1954-2014. Brigitte kann ihren Vater noch sehen, doch ihn ereilt 1966 ein frueher Tod. Das musste der Grossvater nicht mehr erleben, weil er schon 1964 im September verstorben war.Aber 1966 stirbt kurz nach dem Tod von Engelbert auch die Mutter von Nelly in diesem vom Schicksal geplagten Haus. Brigitte sagt mir heute, dass sie nicht wirklich eine Erinnerung an ihren Vater hat. Vom Grossvater ganz zu schweigen. Der Vorteil der Erinnerung von uns Aelteren hat sich mittlerweile in einen Nachteil gewandelt. Wir ruecken auf in die vorderen Reihen, wie mein Onkel Josef in seinen letzten Jahren oefters zu mir sagte.
Meine Klaneri Jahre
Unweit von einem dieser Brunnen wurde ich dort im oberen Teil des Ortes, im Klaneri geboren. Es war das Jahr 1951 und das Jahr ging bald zur Neige. Ein Fussweg fuehrte ueber diese heute schon renovierte Stiege, an deren oberem Ende damals noch das Haus der Schlosser Marielmoam stand.

Der Schlosser Beri und das Gespenst von Canterville: Der Schlosser Veda und die Schlosser Marielmoam wohnten am Schlosser Beri in einem Haus, das auf mich wie eine Ruine wirkte. Die Marielmoam ist in meinem Gedaechtnis noch hellwach, wenngleich die Erinnerung an ihren Mann vor ein paar Jahren noch sehr gering war. Ein 2023 aufgetauchtes Foto hat meine Erinnerung wieder belebt.
Die Geschichte von beiden will ich hier erzaehlen. Die Marielmoam kam oft in unser Haus und fuchtelte mit den Haenden: Sie sind schon wieder da. Was anfangs wie ein Geheimnis auf mich wirkte, erfuhr ich mit der Zeit von Eltern und Grosseltern. Sie glaubte an Geister, die sich nachts auf den Baeumen in ihrem Haus herumtrieben. Und die ihr jede Ruhe raubten. So sah sie in meinem Vater, dem Jaeger, die einzige Loesung fuer ihr Problem. Er solle kommen und sie von den Baeumen schiessen. Manchmal hoerte mein Vater zu, manchmal vertrieb er sie nach langen Reden. Aber Sie kam immer wieder und suchte hier die Loesung fuer ein Problem, das sich in ihrem Gehirn festgesetzt hatte. Sie hatte mit irgendwelchen Erinnerungen nicht abgeschlossen und die trieben ein boeses Spiel mit ihr in ihrem spaeten Leben. Spaeter lernte ich in der Schule den Canterville Ghost kennen. Fuer mich wird die Geschichte immer mit dem Haus am Schlosser Beri verbunden sein. Aber 2022 gewinne ich eine neue Sicht auf dieses Haus. Der Vater von der Schlosser Marielmoam war ein Karl Schedl, der von 1863 bis 1938 lebte. In erster Ehe war er ab 1888 mit einer Maria Hatz 1865-1896 verheiratet. Die Schlosser Marielmoam war schon 1885 geboren und lebte bis 1973. Als sie 3 Jahre alt war, wurde ein Bruder Franz geboren, der schon 1891 starb, als sie 6 Jahre alt war. Im Jahr darauf bekam sie eine Schwester Adelheid 1892-1919, die auch nur 27 Lebensjahre erreichte. Das war spaeter die 1.Frau des Bauerlehrers. Weitere 3 Jahre spaeter wurde 1895 eine Theresia 1895-1966 geboren. Und 1896 starb dem Vater Karl Schedl die erste Frau Maria Hatz 1865-1896 mit nur 31 Jahren. 2 Jahre spaeter heiratete 1898 der Vater in 2.Ehe die 5 Jahre juengere Schwester Johanna Hatz 1870-1950. Und mit dieser Frau bekam er 1899 einen Sohn Karl Schedl, 1903 die Tochter Apollonia Schedl 1903-1926 und am 6.9.1905 eine Tochter Cornelia Schedl. Diese Kornelia Schedl heiratet am 20.1.1940 in Wien einen Franz Bierbaum. Die beiden haben keine Nachkommen.
Der aus zweiter Ehe 1899 geborene Karl Schedl ist mit einer Anna Glatz verheiratet und aus der Ehe der beiden stammt der am 25.10.1923 geborene Hubert Schedl 1923-1990, der Vater von meinem Schulkollegen Hotz Emmerich Schedl.
1909 heiratet die Schlosser Marielmoam 1885-1973 schliesslich den 2 Jahre aelteren und 1883 geborenen Karl Hafner. Diese beiden sind der Schlosser Veda Karl Hafner 1883 und die Schlosser Marielmoam. Hier endlich auf dem Foto neben dem Bauerlehrer 1892-1975 und ihrer Schwester Theresia 1895-1966. Neben dem Auto stehen der Lawatsch Hans und dessen Mutter, die Heiditant, wie sie Lydia und Reinhard nennen und mir am 31.August 2025 bestaetigen.
Im Herbst 2024 bekomme ich von Ottos hinterbliebenen 2.Frau Anna Maria Unterlagen und Fotos zum Haus des Bauer Lehrers, die ich hier einfliessen lassen will. Otto war mit Anna Maria um das Jahr 2008 auf Familienrecherche in Oberloisdorf und davon gibt es jetzt auch einige Fotos. Mir hat spaeter unsere Nachbarin Nelly Pinter von Ottos Besuch erzaehlt und nun bekomme ich sogar Fotos von diesem Besuch Ottos in Oberloisdorf.
Das Sommerhaus der Bauer Familie, das es nicht mehr gibt. In diesem Haus wohnte Otto mit seiner Familie in seiner Oberloisdorfer Zeit, wo wir im Garten waehrend der Sommerferien Holzhuetten bauten und wo die Freundschaft mit Otto wuchs.
2008 besucht Otto diesen Hof. Da gab es das hintere Haus vielleicht nicht mehr. Aber er freut sich und trifft bei seinem Besuch
auf Pinter Hans und dessen Mutter Nelly
im Krug Gasthaus auf Rudi Pinter und Bernhard Dillhof
auf Bernadette Schmeilzl und ihre Mutter Aloisia Gruenwald 1927-2008
und auf den Nachbar Herbert KrutzlerOtto und Anna Maria haben gruendlicher als ich recherchiert und wussten sogar ueber den Karl Schedl 1863-1938 hinaus aeltere Vorfahren, die ich hier aber nicht anfuehren moechte. Bei der Schlosser Marielmoam fuehrt er allerdings faelschlicher Weise als Ehemann einen Karl Schlosser an, den ich schon frueher als den 1883 geborenen Karl Hafner identifiziert habe. Und mir dies von meinem Freund Anton Hafner 1944-2024 bestaetigen liess. Durch mein jetziges Wissen kann ich aber detaillierter ueber das Haus Bauer schreiben. Franz Nikolaus Bauer wird am 13.2.1892 in Eisenstadt 113 geboren. Sein Vater war ein Franz Bauer 1847, die Mutter eine Theresia Rammesmayer 1853. 
Aus dem Jahr 1939 ist das Foto vom Bauer Lehrer. Von Mattersburg kommt lt.Reinhard Schedl (fuer ihn ist der Bauerlehrer sein Opa) der Franz Bauer 1892-1975 in die Schule nach Oberloisdorf und heiratet am Freitag den 9.10.1914 in Pressburg in der Pfarre St.Martin die Schwester Adelheid 1892-1919 von der Marielmoam. Nach Adelheids fruehem Tod am Samstag den 29.3.1919 heiratet der Bauerlehrer 1892-1975 die juengere Schwester Theresia 1895-1966, die eine gelernte Koechin war. Die Doppelehen des Vaters mit dem fruehen Tod der 1.Frau aus dem Hause Hatz bzw. auch das fruehe Ableben der einen Schwester Adelheid Schedl 1892-1919 waren vermutlich die Daemonen, welche die Schlosser Marielmoam in meiner Kindheit auf den Baeumen in dem geheimnisvollen Haus am Schlosser Beri nicht ruhen liessen. Mein Schulfreund Emmerich Schedl (der im Dorf unter dem Namen Hatz bzw. Hotz bekannt ist) wohnt heute auf diesem Berg (Beri) und die Schlosser Marielmoam sehe ich jetzt mit ganz anderen Augen.
Am Grabstein vom Bauerlehrer 1892-1975 (Foto aus der Kriegszeit)
findet man noch heute die 2 Frauen Adelheid 1892-1919 und Theresia 1895-1966. Maria Hatz, die Mutter der beiden Frauen ist die Maria Schedl 1865-1896 am gleichen Grabstein. Alois,Adelheid,Otto,Franz, Theresia und Franz Nikolaus BauerDer Bauerlehrer 1892-1975 aus meiner Erinnerung im HinterhofTheresia Bauer geb.Schedl 1895-1966Alois Bauer 1924-1982, der Vater von OttoAgnes 1921 und Alois Bauer 1924Adelheid Regina Bauer 1923-2017Franz Nikolaus Bauer 1892-1975Theresia Bauer geb.Schedl 1895-1966 und Agnes Bauer geb Rauchwarter 1921-2017.
Das war unsere spaetere Nachbarschaft im unteren Dorf.
Der Bauer Lehrer hatte laut Ottos Notizen folgende 5 Kinder:
1. Franz Bauer 10.1.1920-1.2.1920
2. Otto Bauer 11.4.1921 vermisst 1944 in Wajwara/Russland
3. Adelheid Regina Bauer 27.5.1923-9.1.2017 verh. Lawatsch
4. Alois Bauer 22.5.1924-30.9.1982 den Vater von Otto und
5. Franz Bauer 26.7.1925-21.2.1945 im Kreis Bittburg an der Saar bei einem Panzerangriff gefallen. In St.Sandweiler (Luxemburg) in der Deutschen Kriegsgraeberstaette, Block M, unter Grab 216 ist er bestattet. Davor war er im Gefangenenlager in Amerika mit meinem Vater. Ueber diesen Franz Bauer schreibt mein Vater 1944 aus dem Camp Shelby Kentucky in seiner Kriegsgefangenschaft in Amerika an unsere Verwandtschaft in Ohio (siehe in meiner Klaneri Geschichte bei dem nach Amerika ausgewanderten Anton Glatz 1869). Franz Bauer ist 1944 auch in diesem Camp.
Dass dem Bauerlehrer 2 Soehne, Franz und Otto, im Krieg verstorben waren, war nie ein Thema in unserem Hause oder in meiner Freundschaft mit Otto. Auch sein Vater verlor darueber kein Wort, wenn wir im 20.Bezirk in ihrer Wohnung zusammen kamen und Otto und ich nachher in die Barawitzkagasse aufbrachen. Ein neues Licht auf dieses Verhaeltnis wirft der bei mir erst 2022 aufgetauchte Brief, den mein Vater in Kentucky von der Frau des Anton Glatz, Elisabeth Korner, 1944 erhielt. Bedauerlicherweise kann ich mit Otto nicht mehr darueber reden.
Die Nummer 3 Adelheid 1923-2017 (Otto1953-2019 mit seiner Tante)war mit Johann Lawatsch 5.5.1916-8.12.1991 verheiratet, der von Beruf Friseur war und lt.Ottos Notizen auch in Oberloisdorf Dorffriseur war. Die 2 Soehne Johann 24.9.1947 und Franz Lawatsch 10.3.1950 dieser Familie kamen so wie Otto in den Ferien auf Besuch in unsere Nachbarschaft.
Alois 1924-1982, Ministerialbeamter, der 4.Sohn des Bauerlehrers
ruht schon seit 1982 am Friedhof in Heidenreichstein. 2017 im Maerz habe ich Otto und seine 2.Frau dort besucht.Alle 3 Wochen besuchte er seine Mutter Agnes in Moerbisch und versprach, mich in Sopron zu besuchen. Aber die Zeit lief schneller. Seine in Illmitz am 1.8.1921 als Agnes Rauchwarter geborene Mutter verstarb noch 2017 und Otto folgte ihr im November 2019, wie ich spaeter erfuhr. Otto 1953-2019 war Lehrer in Heidenreichstein und engagiertes Mitglied der dortigen Theatergruppe.
Hier endet der Schlosser Beri und die Verbindung zum Bauer Lehrer. Weiter geht es mit dem Glatz Haus: Die Glatz Familie aus der Wagner Werkstatt vis a vis von der Schneider Familie wohnte im oberen Teil der heutigen Mariengasse. In diesem Haus und Hof. Hinter dem Ruecken meines Schwagers Bernhard war die Werkstatt. Der Misthaufen war damals schon verschwunden und mit Gras ueberwachsen.
Eine Uebersicht zu meiner Herkunft mit alten Signaturen der darauf genannten Personen darf ich hier einfuegen.
Dank Rene Gabriel kann man die muetterliche Krutzler Herkunft ueber Stefan 1855-1928 hinaus noch bis 1796 zurueck verfolgen.
Ein fruehes Foto aus meiner Kindheit zeigt mich auf der Stiege vom Pfarrhof zur Kirche.
Die Schwester meiner Mutter war Koechin und Haushaelterin bei Valentin Gratzer, der aus Haschendorf nahe Deutschkreutz stammte und von dem ich meine Liebe zu einem Glas trockenen Rotwein vermutlich frueh mitbekam. Spaeter entdeckte ich meine Weine vor allem in Suedfrankreich, wohin es mich nach wie vor zieht. Aber ein Glas aus der Gegend um Carcasonne ersetzt mir bisweilen das lange Warten auf die naechste Reise. Valentin Gratzer war 1937 in Wien zum Priester geweiht worden. Seine Primiz feierte er in Haschendorf, wo dieses gut erhaltene Foto entstand.
1950 bestaetigte die Gemeinde Oberloisdorf, dass er bereits am 13.3.1938 bzw. 30.6.1939 in der hiesigen Gemeinde das Heimatrecht besessen hatte.
1940 war er Kaplan in Steinberg und Vikar in Doerfl. Mit Schreiben vom 15.Juni 1940 ernannte Ihn Kardinal Theodor Innitzer zum Lokalprovisor der Pfarre Deutsch Tschantschendorf.
Mit Rechtswirksamkeit 1.Jaenner 1942 wurde er Pfarrverweser der vakanten Pfarre Oberloisdorf.
Dass die langen Arme der NSDAP auch in die kleine Pfarre Oberloisdorf und zu Valentin Gratzer reichten, zeigen die Programmpunkte der nationalen Reichskirche Deutschlands auf den folgenden 2 Seiten.
Zurueck zu mir und meinem Leben im Klaneri. Aus dem Sunnyboy entwickelte ich mich bald in einen Skeptiker
und im August 1954 schaute ich schon mit anderen Augen in diese Welt.
1955 Taufe Rudolf
1955 wird schliesslich mein Bruder Rudolf geboren und neben der Hebamme Frau Heissenberger aus Steinberg sind unsere Taufpaten Eleonore Gruenwald 1923-1998 und Anton Gruenwald 1920-1966 . Ich entdecke schon damals das weit verbreitete Symptom des Nasenbohrens.
In der Nachbarschaft entstehen Freundschaften zu dem gleichaltrigen Hans Kaippel und dessen Cousine Gerda, die im Haus oberhalb von uns wohnen.
Die drei Glatz Brueder waren passionierte Jaeger und verbrachten ihre Naechte oft im Wald bei der Jagd auf diversen Hochsitzen oder in der Huette im oberen Urbarialwald oder Supperdickwald, der in den Jahren zuvor geschlagen wurde und nach dem Wiederansetzen nicht sehr hoch, dafuer aber umso dichter und scheinbar gut fuer die Jaegerei war. Der Deutsche Gast Herr Goercz, der regelmaessig zum Schierhagerl kam, war auch Mitglied der oertlichen Jaegermannschaft. Auf dem Foto ist er mit seinem Sohn Dieter in der genannten Huette zu sehen.

Ein paarmal durfte auch ich eine Jagdnacht in dieser Huette verbringen und die Lust am Zelten ist mir bis heute davon geblieben. Oft durfte ich bei einer Nacht auf dem Hochsitz in der Passau mit dabei sein. Da gab es unser Kukuruzfeld, das die Wildschweine regelmaessig zerstoerten. Das sollte sie vor den Feldern der anderen Bauern abhalten. Was nicht immer klappte. Und die Agression der Bauern gegen die Jaeger schuerte. Mit dem Traktor fuhren wir ueber den Elysee, der mich schon damals an Paris denken liess, aber eigentlich Erlensee heisst, bis an die untere Passau. Der zweite Hochstand dahinter war oefter unser Ziel. Bevor die Nacht einbrach, machten wir uns die letzten paar hundert Meter auf den Weg und stiegen die Leiter den Hochstand hinauf. Der Weg und die Wiese dahin war gesaeumt von einer mannigfachen Blumenpracht. Und es war wunderbar still dort, fern vom Laerm der Wohnsiedlungen. Heute ist das nicht mehr so, da die jungen Dorfbewohner bevorzugt naeher zum Wald hin ihre Haeuser bauen. In der Frueh machten wir uns auf den Rueckweg im taufrischen Gras und im Elysee maehten wir in unserem Klee die taegliche Futterration fuer unsere Kuehe. Von der Jagd tauchen mehrere Fotos auf, die ich hier einfuege.

Auf dem Foto erkenne den Dillhof Jurschi, den Freyler Schanl, den Dillhof Bernhard, den Treiber Karl, den Reiner Hans und den Supper Johann. Davor unser Jagdhund Ago.Mein Vater und Engelbert lassen es sich bei der Rast gut schmecken. Daneben ist Stefan, der zur Jagd mitkommen darf und auch spaeter diesem Hobby treu geblieben ist. Koo Hubert und Koo Walter sind im Hintergrund zu erkennen. Fuer die Jagd wurde immer eine Runde von Treibern engagiert.Mein Vater wurde ein Rekordschuetze von den Wildschweinen. Sein Schwager Bernhard Krutzler, der oertliche Fleischhauer, zerlegte dann manchmal so ein Exemplar. Im Gasthaus Krutzler war auch so ein Wildsaukopf an der Wand aufgehaengt. Hier praesentieren mein Bruder und Josef so eine Trophae. Vielleicht war auch Josef der Schuetze von damals.Am Ende einer Treibjagd traf man sich im Gasthaus Supper zur Praesentation der Trophaen.
Die Herren gibt es allesamt nicht mehr, aber von links nach rechts sind das Supper Karl +21.12.1986, Sattlermeister Prenn Johann +1994, Glatz Robert +21.12.1986, Dillhof Josef Jurschi +1985, Koo Walter +14.7.2010, Dillhof Bernhard +1992, Glatz Josef +7.11.2003, Dillhof Hubert +4.7.2019.
Die Leidenschaft von mir zum Camping geht auch auf das Huettenbauen von uns Teenagern spaeter im unteren Ortsteil zurueck, wo wir das Holz aus den Lagerbestaenden der Wagnerei heimlich abzweigten. Die Naegel, wenn sie uns ausgingen, "kauften" wir in der Nachbarschaft bei der Naeherin und nebenberuflichen Eisenwarenhaendlerin Toniana, der Mutter von Reinhard Schedl.
Reinhard Schedl 1954 ist hier auf einem Foto aus dem Jahr 1979 zu sehen. Krutzler Toni zeigt mir ein Foto, wo auch Reinhard noch juenger war, so wie die anderen Nichtklanerianer. Reinhard lebt in Wien und wir sehen uns heute nicht mehr so oft, aber die Freundschaft lebt noch immer. Mit dabei bei diesen Huettenbauten waren auch die Koo Brueder Hubert und Ferdinand, Pillis Feri und Karl, Krutzler Herbert und Otto Franz Bauer, der seinen Opa, den Bauerlehrer hinter vorgehaltener Hand immer Zacharias nannte.
Wir lebten also auf diesem Klaneri-Bauernhof mit dem Wagnereibetrieb. Mein Vater war bereits der dritte Wagnermeister in der Generationenfolge. Im Laufe der Zeit musste aber die Landwirtschaft das aussterbende Wagnergewerbe ersetzen. In den westlichen Bundeslaendern wurden aus den Wagnern die Schihersteller. Nur wenige kleine Wagnerwerkstaetten haben die Zeit ueberlebt wie diese in Hall in Tirol, an der ich 2017 vorueber gehen durfte.

Grossvater war der Chef im Wagnereibetrieb, sein Bruder Konrad war auch Wagner und musste fuer alle Arbeiten auf dem Wagner- und Bauernhof herhalten. Von den (Transport)Kuehen stiegen wir auf einen Traktor um, mit dem das Leben auf dem Hof etwas lauter wurde. Im Winter wurde der Motor angeworfen, um warmzulaufen, bevor es in die Teilung zum Holzmachen ging. Einmal war unser Traktor so festgesessen, dass uns nur mehr der grosse FREYLER, Herr Freyler Stefan aus dem Saegewerk in Steinberg mit seinem Traktor befreien konnte. Dieser Traktor hatte hinten eine Seilwinde, die uns nach langen Versuchen aus der misslichen Lage befreite.Gleich rechts neben dem Kuecheneingang fuehrte eine Stiege hinauf auf den hinteren Dachboden. Der war den Winter ueber vollgefuellt mit Heu und bot eine gute Waermeisolation fuer die darunter liegende Stube der Grosseltern. In dieser stand mittig ein solider Holztisch. Dahinter war ein roter Diwan, der tagsueber fuer eine kleine Rast genutzt werden konnte. Rechts daneben war ein Kasten. dann folgte eine schwarze Singer Naehmaschine, mit der ich hin und wieder meine ersten Naehversuche machen konnte. Der Grossmutter musste ich manchmal beim Einfaedeln helfen, weil ihr Sehvermoegen schon nachgelassen hatte. Heute geht es mir ebenso, nur habe ich vielleicht noch bessere Brillen. An der Naehmaschine sitze ich auch jetzt noch, wenn es etwas zu reparieren gilt. Gleich neben der Naehmaschine folgte der Schreibtisch, den mein Bruder noch heute verwendet. Obendrauf stand ein grosser Radio, der beim Einschalten ungefaehr eine Minute brauchte, bis er warm wurde und man die ersten Toene hoeren konnte. Meine Mutter erzaehlte oft, dass Grossvater fuer diesen Radio eine Kuh verkaufte und dass Sie ihm boese war, weil sie das Geld fuer was anderes haetten gebrauchen koennen. Uns allen bot er aber Informationen aus der Welt und kurz vor 19:00 Uhr am Abend warteten wir auf das Traummaennlein, das uns eine Gute Nacht Geschichte erzaehlte. Dann war der Tag fuer uns zu Ende. Der Schreibtisch stand zwischen den 2 Fenstern zum Hof. In der rechten Ecke davon war ein Schubladkasten, auf dem auch Gurken- und Marmeladeglaeser zu finden waren. Neben dem Schrank stand eine grosse blaue Schmalzdesn. In der waermeren Jahreszeit war sie glaube ich im Keller untergebracht. Von der Kueche kommend stand links ein schwarzer Ofen, der im Winter sehr gut waermen konnte. Daneben oder darunter hatte unser Jagdhund Ago, ein Golden Retriever, seinen Platz. Davor hatten wir einen grossen schwarzen Hund, vor dem draussen ein Schild "Vorsicht Bissiger Hund" warnte. Zu den Leuten, die er kannte, war er zutraulich. Als er schon zu alt geworden war, musste er am Feld erschossen werden, weg aus dem Gesichtskreis von uns Kindern. Da mein Vater Probleme damit hatte, musste angeblich Engelbert den Gnadenschuss abgeben. Von unseren Hunden zurueck in die hintere Stube. Links an der Wand entlang standen dann 2 Betten und unter den Betten war eine Schublade, in der wir Kinder auf einem Strohsack unseren Schlafplatz fanden. Draussen vor den Fenstern wuchs ein Weinstock, der uns im Herbst vorzuegliche blaue Trauben bescherte. Gleich daneben war das Scheunentor, wo die Vorraete fuer den Winter gesammelt wurden. Wenn die Tage kuerzer wurden, fuellte sich der Raum mit den Kukuruzbirdeln, die wir durch den Haechsler trieben, bevor sie den Kuehen im daneben liegenden Stall zum Fressen gebracht wurden. Hin und wieder gesellte sich dazu ein Kuerbis von den Feldern. Und um Allerheiligen herum durften wir den einen oder anderen davon aushoehlen und mit dem Messer ein Gesicht ausschneiden. Dahinter wurde auf einem gesichertem Platz im Hof mittels einer Kerze ein Geist zum Leben erweckt. Das war die Zeit, wenn vom hinteren Tor des Stadels Nachbarn wie die Frau Huber oder die Schroedl Erna kamen, um Milch fuer ihre Familien zu holen.Dazu mussten sie sich durch die Regenrinne zwischen dem Herschmann Haus und unserem Stadel draengen, um dann durch das fuer sie nicht verschlossene Tor zu unserem Hof einsteigen zu koennen.. Im Herschmann Haus wohnte spaeter Elek aus der Keglovich Familie und heute wohnt dort die Tochter von meinem Cousin Krutzler Toni. In den letzten Jahren wurde das hintere Scheunentor zugemauert und so wie die Jahre mich von der Kindheit entfernt haben, lebt die Erinnerung an das Leben hinter dieser Mauer nur mehr in meinem Kopf.

Neben dem Stall gab es eine Schupfn, die den Huehnern diente und wo sie ihre Eier vornehmlich hinterliessen. In Zeiten, wo es keine Nahversorger gab, lebten die Bewohner des Dorfes vor allem von den direkten Produkten der Bauernfamilien, die es damals noch recht zahlreich im Orte gab. Am suedseitigen Ende des Hofes waren die Schweinestaelle. In der Mitte, hinter dem Misthaufen war ein grosser Baum, an den einige lange Birkenstaemme gelehnt waren. Das war das Nahmaterial fuer die Wagnerei. Das Hauptlager war im Garten oben nach dem Kaippel Haus. Unter dem Baum war eine Kukuruzbox, in der die zusammengebundenen Kukuruzpaare aufgehaengt waren. Rechts davon gab es eine Holzschupfn, in der Holz gelagert war und wo vorne an einem dicken Holzstamm das gerade benoetigte Holz klein gehackt wurde. Mit leichtem Schaudern denke ich noch heute daran, als ich die Geschichte hoerte, dass mein juengerer Bruder hier zusammen mit Dillhof Ernstl Holz hackte und einer das Holzscheit hielt, der andere zuschlug. Neben der Holzschupfn war die Motorschupfn. Neben allen moeglichen metallenen Gegenstaenden war dies der Raum, in dem der Goeppel oder Geppel seinen Standplatz hatte. Aus der Werkstatt konnte man links aus einem kleinen Fenster mit einer Holztuere in diesen Raum hinunter schauen.Nach dem Rundgang im Hof kommen wir wieder in die Kueche zurueck, die eine vordere Stube von der hinteren trennte. Im hinteren Teil der Kueche stand eine Kredenz mit allen Ess und Kochutensilien. Davor war in der Mitte ein grosser Herd, auf dem gekocht wurde und wo ich auch meinen ersten Kaffee zubereitet bekam. In der blau weiss karierten Linde Kaffeepackung war immer ein Spielzeug fuer uns Kinder versteckt.

So begann ich schon frueh, dem Laster Kaffee zu froenen, von dem ich mein Leben lang nicht losgekommen bin. Erst mit 68 habe ich es geschafft, Nein zu sagen. Und Ende August 2021 werde ich mir nach einem Jahr zum erstenmal wieder einen Kaffee goennen. Aber nur einen. Und ich weiss, dass es auch ohne geht. Rechts neben dem Herd war ein Backofen, in dem Grossmutter regelmaessig 4 grosse Roggenbrotlaibe zubereitete. Da gab es jedesmal vorher fuer uns eine Fosn mit Schmalz und Knoblauch. Manchmal wurden auch Zwetschken geroestet. Spaeter machte dies auch unsere Mutter im unteren Ortsteil, als wir dort keinen Backofen mehr hatten. Die vorbereiteten Brotlaibe wurden zum Baecker Wukovits gebracht, wo das Brot fuer die Bauernfamilien fertig gebacken wurde. So konnte er natuerlich kein Geschaeft machen und sperrte schon Anfang der 70er Jahre zu. Aber das lesen sie spaeter unter dem Teil Wukovits. Es gibt nichts besseres als eine Fosn Spezialitaet aus dem Burgenland. In Ungarn bekommen wir gelegentlich eine Langos. Aber die kommt nicht ganz an den Geschmack der Fosn heran. Gleich rechts neben dem Eingang und unter der Stiege, die auf den hinteren Dachboden hinauffuehrte, war neben einer Hut- und Mantelablage hinter einer kleinen Tuer das Schuhputzzeug verstaut. Jeder Winkel im Haus musste gut ausgenuetzt werden. Links neben dem Eingang war ein Tisch, um den sich die ganze Familie zum Essen zusammen setzte. Auf einer Bank stand ein Eimer zum Trinken des Wassers aus dem Brunnen neben unserem Haus, solange die Wasserleitung noch nicht fertig war. Die vordere Stube war das Schlafzimmer der juengeren Familie. In den regelmaessig kalten und schneereichen Wintern wurde hier in einem runden schwarzen Ofen geheizt. Dieser wurde taeglich mit Saegemehl aus unserer Werkstatt sowie aus dem Saegewerk Freyler in Steinberg bis zuoberst gefuellt. Die Nacht ueber gloste das Feuer und heute wundere ich mich, wie dieses damals funktionierte.
Der Duft an den Herbst erwacht, wenn ich in meiner Kueche die Thymiandose zum Wuerzen des Salates oeffne. Im November wurde es kaelter und mein Grossvater begann dann, die Familie mit den Worten "Zu Kathrein stecha ma ab" zusammen zu trommeln. Die Familien der drei Glatz Soehne kamen regelmaessig zum Sautanz im Klaneri Haus zusammen. Das war immer ein grosses Familienfest. Bernhard Krutzler, der Fleischhauer des Ortes und Bruder meiner Mutter, erschoss die Sau, fing das Blut auf und nachdem die Sau im heissen Wasser im Trog enthaart wurde, haengte man sie in 2 Haelften auf ein Holzgestell.

Fachgerecht wurde alles zerlegt und von den helfenden Haenden weggebracht. Wir Kinder durften zuschauen und sobald die Saubloada aufgeblasen war, ging es zum Fussball Spielen auf die Gasse. Drinnen wurde mittlerweile das Bluatschoeberl (zur Jause) zubereitet und es ging ans Blunzen machen. Grammeln wurden geschnitten, am Herd gekocht und heiss ueber der Schmalzdesn augedrueckt. Wuerste wurden gemacht und zusammen mit Fleisch und Speck in die Selch bei der Fleischhauerei Krutzler gebracht. Danach kamen die Delikatessen in den engmaschigen Kaefig am Dachboden ueber der Werkstatt zur Lufttrocknung. Kuehlschraenke gab es damals noch nicht. Bis Ostern konnten wir meist von den Vorraeten von mehreren Sautaenzen zehren. Brotauftrich kam aus der Schmalzdesn und ein Zwiebelschmalzbrot mit rotem Paprika esse ich auch heute noch gerne. Mittags gab es beim Sautanz Schweinsbraten mit Sauerkraut aus dem Fass im Keller und dazu Knoedel oder Kartoffeln, von denen unser Keller im Herbst gefuellt wurde. In einem kleinen Fass war rechts der Wein vom Grossvater gelagert, aus dem er hin und wieder mit einem Weinheber ein Glas zum Kosten sog. Der eigene Wein kam aus dem Satzenacker oder aus dem Langholz. Und wenn ich heute an den Geschmack dieses Weines erinnert werden will, trinke ich ein Glas Wein in Koeszeg. Der kommt nahe an unseren Satzenacker (brrr) heran. Zu Bernhard Krutzler moechte ich noch eine Geschichte aus der burgenlaendischen Volkszeitung Volk und Heimat aus dieser Zeit einfuegen:
Eugen Mayer war ein Steinberger. An den Steinberger Kirtagen waren wir im Haus der Freylers oder beim Geschirrhaendler Stimakovits. Hier ist mein Bruder auf dem Foto mit der 2.Tochter Renate vom Lehrer Josef im Haus des Zampanos Stefan Freyler zu sehen. Mit Freyler erinnere ich mich wieder an den grossen gruenen Traktor aus dem Saegewerk, wovon ich schon vorher ein Foto eingefuegt habe und der hinten eine Seilwinde hatte, die uns beim Steckenbleiben in der Teilung wertvolle Dienste leistete.

Bertl und Stefan waren die etwa gleichaltrigen Soehne von Engelbert Glatz 1927-1966, der das Saegewerk Freyler uebernahm und noch vor seinem 40.Lebensjahr und frueher Krankeit das Leben lassen musste. Ich erinnere mich an ihn als den unternehmslustigsten der drei Soehne, wie dies der juengste oft ist. Ein paar Jahre vor seinem Ableben kam er spaetnachts zu uns ins Klaneri und berichtete, dass er sich mit seinem VW Kaefer beim Frankenauer Wald ueberschlagen habe. Wenn ich spaeter mit meinem Vater Richtung Bernstein unterwegs war, erzaehlte er mir immer die Geschichte, dass hier Engelbert mit dem Motorrad zu schnell unterwegs und in der langezogenen Kurve ausgerutscht war. Eine weitere Geschichte mit Engelbert ereignete sich mit dem Maehdrescher zwischen Oberloisdorf und Steinberg. Da gab es eine Reihe mit Straeuchern, die ich in den letzten Jahren wiederbeleben sehe. Dort lief ich hinaus waehrend Engelbert von Steinberg kommend mich fuer eine Wildsau hielt und von Treiber Karl und meinem Vater bestaerkt wurde. Er fuhr nach Oberloisdorf um sein Gewehr und bis er zurueck kam, hatte sich der Irrtum aufgeklaert. Die beiden Drescher wollten aber Bertl nicht vergraulen und ich musste in die Box auf dem Maehdrescher schluepfen und durfte keinen Mucks von mir geben, waehrend Engelbert erzaehlt wurde, dass die Wildsau das Weite gesucht habe. Ich durfte erst raus, als er wieder abgezogen war.

Der gleichaltrige Stefan, mein Cousin, war schon damals um einen Kopf groesser als ich und erfreute mich spaeter mit seinem auffrisierten Puch Moped, das schon zu hoeren war, wenn er beim Johannes um die Kurve fuhr. Zuweilen durfte ich dieses Gefaehrt ausprobieren. Heute ist er mit einer Harley Davidson diesem Nimbus treu geblieben. Eine Harley auszuprobieren blieb fuer mich immer nur ein Traum und der Film Easy Rider lief zuletzt im Vorjahr nach dem Tod von Peter Fonda in meinem Heimkino.

Flankiert von Engelbert und Robert ist da die ungarische Verwandtschaft. Tueditant kam nicht oft zu uns, aber einmal erinnere ich mich zumindest auf einen Besuch bei ihr im Haus in Koeszeg. Die Grenzen waren damals dicht und nicht oft war der eiserne Vorhang passierbar. Das Visum war eine Tortur. Mathilde war im sogenannten Ballhaus als Koechin engagiert. Das betrieb schon damals eine Familie Berkowitsch. Die Oberloisdorfer Perkovits betrieben nach dem Krieg Gasthaeuser in Wien, Baden und selbst heute sind sie in Oberpullendorf aktiv. Von der Beherrschung der ungarischen Sprache hat sich nur wenig bis in meine Generation gerettet. Trotz dreier Anlaeufe an Wiener Volkshochschulen ist mein Ungarisch mehr als duerftig. Erst heuer waehrend der Corona Krise und meiner dadurch bedingten Gefangenschaft in Sopron habe ich ein paar Schritte vorwaerts gemacht. Zum Sohn von Mathilde, zu Ernoe Szarnyas, dem Cousin meines Vaters, habe ich noch immer Kontakt. 1977 als die Grenze schon lockerer wurde waren wir mit ihm hier unter anderem am Schneiderberg.

Karl Pillis, Ernoe und mein Bruder Rudolf. 2012 trafen wir beim Weinfest auch mit Bertl, dem Sohn von Engelbert Glatz zusammen. Und dieser konnte sich nicht erinnern, wer Ernoe war. Meine Erklaerungsversuche blieben erfolglos.
Da ist in dessen Kindheit scheinbar etwas an ihm vorbei gelaufen. Vielleicht haben auch nur wir Kinder im Haus des Grossvaters wegen der seltenen Besuche diese Verwandtschaft wahrgenommen und gepflegt. Der Vater von Bertl war jedenfalls noch Trauzeuge bei Ernoes Hochzeit gewesen.
Im Kindergarten betreute uns neben der hinten rechts sitzenden Tante auch die ganz zuhinterst stehende Resi Bauer, heute Gruenwald, die ueberall, auch in der Kirche mithalf. Zu ihr habe ich noch heute guten Kontakt und manchmal kommt sie mit mir zu meiner Mutter ins Altenheim auf Besuch.
Vom Klaneri kamen wir manchmal auch in den Hof unserer Krutzler Grossmutter, wo im vorderen Teil der Bruder der Mutter Bernhard Krutzler 1926-1978 ein Gasthaus und eine Fleischerei betrieb.
Im Hintergrund duerfte es sich um die Gundlmoam handeln. Vorne mit der Kuh ist Rosalia Krutzler, geb.Schedl 1920-2010. Hinter ihr ist ihr Bruder Lajos (Ludwig Schedl 1905-1959), der Mann der mit Anna Moam 1908-1977 vom Bahnhofsgasthaus verheiratet war. Und vorne ist dessen Sohn Gugatz Fredl, der spaeter vis a vis von uns im unteren Ortsteil wohnte. Aus der grossen Schedl Familie stammte auch DDr.Claus Schedl 1914-1986. Darueber koennen Sie mehr unter der ReiSCHEDLa Familie lesen. Der Redemptorist sprach 14 Sprachen, darunter solche wie Arabisch und Syrisch.

Hier ist er neben meiner Tante zusammen mit seinem Bruder Alfred, der ebenfalls Redemptorist in Maria am Gestade in 1010 Wien war, und Toni, meinem Cousin Anton Krutzler Jhg 1953 zu sehen. Als dieser seine Muenchner Frau Monika Lange heiratete und DDr.Claus Schedl Zelebrant war, haben wir ihn im Zuge der Hochzeit auf seine Sprachkenntnisse testen wollen und im Nu war er mit der Versuchsperson in ein Gespraech auf Kroatisch vertieft. Hier kommt jetzt ein langer Teil ueber die Reischela.
Toni Krutzler, der leider schon verstorben ist, gab mir so viele Fotos aus dem Schedl Haus seiner Mutter, dass ich die Geschichten ueber dieses Haus hier schreiben konnte.
Gefangener in Sibirien. Seit 1976 habe ich dieses kleine Buechlein. Ein Praesent von meiner Tante Rosalia, deren Vater dieser Mann war. REIchSCHEdLA nannte man diese Familie. Jeder im Dorf kennt sie. Fuer mich war der Reischela Karl der Inbegriff dieses Hauses. Bei einer Wallfahrt nach Maria Taferl, ich war kaum 20, teilten wir uns ein Zimmer bei Privatleuten im Dorf, weil es nicht genuegend Zimmer gab und das Hotel uns auf diese Privatzimmer verteilte.

Karl war damals schon verheiratet, wie ich jetzt von seinem Sohn Alfred weiss. Die Soehne Alfred, Andreas und Anton waren alle drei noch vor 1970 geboren. Meine Tante Rosalia Krutzler stammte also aus diesem Haus. Die Schedl Pep oder Pepi Tant Josefa Gruber war mir in meiner Meidlinger Zeit gut bekannt, da sie nicht weit weg von uns in der Rauchfangkehrer Gasse wohnte. Vor der Geburt meines ersten Sohnes Markus besuchte sie oefters meine Frau, waehrend ich in der Arbeit war. Nach einer Cerclage oder Shirodkar Operation, bei der der Gebaermutterhals verschlossen wird, war Schonung angesagt. Pepi Tant war unsere Stuetze in dieser schwierigen Zeit. Ich habe nun von meinen Cousins Toni und Bernhard soviel Material ueber die Reischela gesammelt, dass ich nicht umhin kann und diese Sachen hier berichte. Auch von den Anfaengen der Volksschule Oberloisdorf, bei dem dieses Haus eine wichtige Rolle spielte. Claus Schedl berichtet im Tagebuch seines Vaters darueber. Ich bringe hier ein paar Auszuege davon. Alfred, der Redemptorist aus Maria am Gestade, skizziert seine Familie in einem Lebensbaum.

Ich moechte das ein wenig aufschluesseln und bin noch am Ueberlegen, wie ich das am besten mache ................................
Die Nummern aus diesem Lebensbaum hat Alfred vergeben und wie man sieht, sind unter 2 und 3 die Eltern der Grossfamilie angefuehrt. Zuunterst sind die Kinder angefuehrt, von denen ich den einen oder die andere gekannt habe und ueber die ich einiges erfahren und gefunden habe, das ich hier berichten moechte. Die Nummern von Alfred verwende ich und beginne auf der vaeterlichen Seite des Ludwig Schedl mit der Nummer 2. Das war der Gefangene in Sibirien 1914-1918 (Buch seines Sohnes Nikolaus).
32 Johann Schedl und 33 Theres Krutzler waren die Eltern von 16 Franz Schedl 1786
34 Franz Schedl und 35 Maria Pinter waren die Eltern von 17 Maria Schedl 1795
Aus der Verbindung von 16 und 17 kam 8 Paul Schedl 1819
18 Paul Jestl und 19 Elisabeth Supper waren die Eltern von 9 Anna Jestl 1818
40 Paul Schedl und 40 eine Anna waren die Eltern von 20 Paul Schedl 1788
42 Franz Hafner und 43 Elisabeth Berghofer waren die Eltern von 21 Maria Hafner 1788
44 Johann Ehrenreich und 45 eine Maria waren die Eltern von 22 Michael Ehrenreich 1791
46 Mathias Janits und 47 eine Barbara waren die Eltern von 23 Juliana Janits 1793
Aus der Verbindung von 20 und 21 kam 10 Karl Schedl 1825
Aus der Verbindung von 22 und 23 kam 11 Theresia Ehrenreich 1820
Aus der Verbindung von 8 und 9 kam 4 Karl Schedl 1847
Aus der Verbindung von 10 und 11 kam 5 Theresia Schedl 1849
Und aus 4 und 5 kam schliesslich VATER 2 Ludwig Schedl 1872
Muetterlicherseits beginnen wir bei
48 Josef Supper und 49 Klara Berghofer waren die Eltern von 24 Heinrich Supper 1794
50 Stefan Krutzler und 51 Magdalena Hauser waren die Eltern von 25 Marianne Krutzler 1798
52 Franz Jestl und 53 eine Rosalia waren die Eltern von 26 Franz Jestl 1801
54 Stefan Vaitz und 55 Maria Gruenwald waren die Eltern von 27 Maria Vaitz 1805
56 Georg Perkovits und 57 Susanna Pinter waren die Eltern von 28 Peter Perkovits 1795
58 Johann Pinter und 59 Maria Unger waren die Eltern von 29 Maria Pinter
keine Eltern sind uns bekannt zu 30 Josef Hasler
und 31 Maria Zisper
Aus der Verbindung von 24 und 25 kam 12 Paul Supper 1819
Aus der Verbindung von 26 und 27 kam 13 Katharina Jestl 1823
Aus der Verbindung von 28 und 29 kam 14 Josef Perkovits 1824
Aus der Verbindung von 30 und 31 kam 15 Elisabeth Hasler 1819
Aus der Verbindung von 12 und 13 kam 6 Karl Supper 1854
Aus der Verbindung von 14 und 15 kam 7 Magdalena Perkovits 1852
Und aus 6 und 7 kam schliesslich MUTTER 3 Anna Supper 1879
Aus den Notizen von Alfred entnehme ich noch den Ludimagister = Kantor und Lehrer, den er auf die Personen 10, 20 und 40 bezieht. Figulus = Hafner bezieht er auf die Nr 30 Josef Hasler. Faber = Schmied ist die Nr 42 ein Franz Hafner. Sonst Colonus = Landwirt.
Ludwig Schedl Lajos lebte vom 5.2.1872 bis 17.4.1929 und war der Vater von insgesamt 12 Kindern,
die sein Sohn Alfred im Lebensbaum fuehrt. Lediglich von der ersten Paula und letzten Katharina habe ich nichts gefunden. Aber die anderen Personen moechte ich der Reihe nach durchgehen. Anna und Marie wurden am 14.3.1894 geboren. Die Zwillinge waren lange Zeit ihres Lebens zusammen und ich durfte ihnen woechentlich das Kirchenblattl bringen. Was ich allerdings damals nicht wusste, habe ich erst im Laufe meines Lebens gesammelt. Ludwig oder Lajos hatte die Zwillinge Anna und Marie mit Anna Jestl, die er am 1.Feber 1897 heiratete. Da waren die Zwillinge fast 3 Jahre alt.
Anna und Marie sind einmal vermutlich mit einer Grossmutter zu sehen, mit einem Verehrer oder Ehemann und stilbewusst mit Hueten in der Mode der damaligen Zeit.
Anna heisst Beier und ist mit dem Bahnhofsvorstand von Oberloisdorf verheiratet. Ihre Schwester Marie heiratet am 1.8.1921 den am 4.8.1876 geborenen Wagnermeister Franz Ohr. Zu meiner Lebenszeit gibt es die beiden Maenner nicht mehr und die Zwillingsschwestern leben zusammen in der kurzen Klanerigasse. Ein paar Fotos zeigen die beiden, wie ich sie gekannt habe.
Anna Beier, die mit dem Bahnhofsvorstand verheiratet war, stirbt 1979. Marie Ohr lebt 10 Jahre laenger und stirbt 1989. 1897, in dem Jahr, da ihr Vater Ludwig Schedl heiratet, kommt mit Karl Schedl ein Sohn zur Welt. Im 1.Weltkrieg ist der Zugsfuehrer Lajos Gefangener in Sibirien. Bevor er dorthin ueber die Mongolei mit dem Zug kommt, geht er noch von Sopron nach Oberloisdorf, wo 2014 sein Sohn Nikolaus geboren wird. Karl ist im 1.Weltkrieg als Flieger unterwegs.
Danach wandert er wie viele Burgenlaender nach Amerika aus und kommt nach einem Walfischfang 1929 nicht zurueck. Er ist vermisst und sein Name kommt auf den Grabstein, den Pepitante Josefa Gruber anfuehrt.
Dort sind die auch beiden Zwillingsschwestern begraben. Aber zurueck ins Jahr 1901. Ludwig ist jetzt mit seiner 2.Frau Anna Supper 1879 verheiratet und sie ist die Mutter aller nachkommenden Geschwister. Theresia 1901-1975 ist die erste davon. Diese ist mit Karl Schedl 1893-1965 verheiratet und hat mit ihm die 4 Kinder: Maria 1923-2008, die Frau vom Supper Robert 1919-1987
Franz, den Finanzbeamten aus Oberpullendorf (mit Gattin Nelly 1948)
Josefa 1928-2011, die Pepitant (Mann aus Kalkgruben stirbt frueh), hier auf dem Foto mit Maria Ohr 1894-1989.
und Karl 1936-1999, der Mann mit dem ich Anfang der 70er in Maria Taferl war. 1966 hatte er geheiratet. Auf dem Foto mit seiner Gattin Christine Lanner 1930-2017 aus Leoben-Goess in der Steiermark.
Bei der Hochzeit dabei war diese grosse Menge, wo ich noch viele aus dem Reischela Dunstkreis identifizieren kann.
1938 war die spaetere Mutter von 3 Soehnen in der 2.Klasse in der Schule in Goess gewesen.
1967 haelt hier die Grossmutter Theresia 1901-1975 den ersten Sohn Alfred.
Ein paar Jahre spaeter residiert er schon im Krutzler Hof.
Schedl Theresia 1901-1975 ist auch auf dem naechsten Foto, wo ich meinen anderen Schedl Freund Ferdinand und viele bekannte Gesichter aus dem Hasler Haus erkennen kann. 
Karl Schedl 1893-1965, der Mann von Theresia kam seinerseits aus einer anderen Schedl Familie.
Wir machen hier einen Ausflug in diese andere Schedl Familie, bevor es mit den Reischelas weiter geht: Im Jaenner 2022 erfahre ich von einem Rene Gabriel und seinen Forschungen ueber einen Peter Schedl 1826-1906, der mit Theresia Gruenwald 1829-1904 verheiratet war. Diese beiden hatten 2 Soehne: Paul Schedl 1853-1896 und Karl Borromaeus SCHEDL 1863-1938. Dieser Karl SCHEDL heiratet 1888 in erster Ehe eine Maria Hatz aus Oberloisdorf. Lese dazu mehr in meiner Klaneri Geschichte.
Der aeltere der beiden Soehne Paul Schedl 1853-1896 ist mit einer Maria Krutzler 1859-1938 verheiratet. Diese wurde 1859 als Tochter des Johann Krutzler und der Anna Hasch geboren und stammt aus dem gleichen Hof Nr 32 wie meine 1923 geborene Mutter. Darauf hat auch Alfred Schedl hingewiesen. Diese Maria Krutzler stirbt am 20.12.1938 im Reischela Haus. Paul Schedl 1853-1896 und Maria Krutzler 1859-1938 haben insgesamt 9 Kinder, die ich der Reihe nach aufzaehlen will.
1. Stefan 1878-1956 heiratet 1901 eine Bernadett Merschitz 1881-1961 und hat mit ihr 4 Kinder: Berta, Cornelia, Maria und Hedwig.
Die juengste Tochter Hedwig 1908-1989 in dem weissen Kleid ist die Urgrossmutter meines Informanten Rene Gabriel. Die aelteste und groesste Tochter Berta 1902-2002 ist die Berta Schreiner.
Lydia und Reinhard Schedl erinnern sich an Besuche in ihrer Kindheit zu dieser Merschitz Familie in Unterloisdorf bzw.Mannersdorf.
2. Franz 1880-18823. Anton 1883-1963 heiratet 1910 Theresia Supper 1884-1948. Das ist der Toni Veda im Haus von Reinhard Schedl. Anton und Theresia sind die Eltern vom Fueloep Toni 1922-2013, Anna (Toniana) 1917-1969 (der Mutter von Reinhard und Lydia), Ploni 1915 und der Ress (Theresia) 1912.
Alfred Schedl mit Ploni Schedl 1915.
Josefa Gruber 1928-2011 mit Theresia 1911-2003 und Ploni Schedl 1915-ca.2010. Reinhard sagt, dass Anton 1963 verstorben sei. Aus der Ehe von Fueloep Toni Schedl Anton 1922-2013 und der Prenn Erna Ernestine 1930-2013 stammt mein Volksschulkollege Wolfgang 1952-1970 der nach einem Mopedunfall ungluecklich an einem Beinbruch verstirbt. Sein juengerer Bruder Helmut 1960-2021 stirbt auch zu frueh und ist kurzzeitig am gleichen Arbeitsplatz wie ich taetig.
Reinhard und Lydia sind die Kinder von Anna und wir haben nach laengeren Pausen wieder Kontakt untereinander.
4. Eduard 1885-1885
5. Anna 1886-1976 wandert 1912 mit ihrem juengeren Bruder nach Amerika (Minnesota) aus und heiratet einen Peter Heissenberger 1886-1964 aus Kogl.
6. Theresia 1889-1892
7. Paul 1891-1965 wird den Erzaehlungen Reinhards zufolge von seinem Bruder Anton aus dem Dorf vertrieben und wandert 1912 mit seiner aelteren Schwester nach Amerika (Minnesota) aus. Er hat dort eine Theresia Heissenberger 1893-1965 geheiratet und sie hatten drei Kinder: Dr.Harald Paul Schedl 1920-2008, Pauline Marie Schedl 1924-1980 und Edward Peter Schedl 1928-2005. Durch eine Fuegung des Schicksals traf man den Dr.Harald Paul Schedl 1987 in Wien.

Herr Gabriel sendet ein Foto aus dem Jahr 1988, wo der amerikanische Verwandte Harald Schedl die Familie damals auch bei einem Buschenschank in Unterpullendorf traf.

Von links nach rechts vorne meint Herr Gabriel, dass es sich zuerst um die Ehefrau des Prof.Harald Schedl, naemlich um Prof.Naomi Kark Schedl, handelt. Dann kommen seine Urgrosstanten Cornelia Hotwagner und Berta Schreiner (beide geb. Stefan Schedl), der Prof. Harald Schedl aus Iowa und die Peppi-Tant an seiner Schulter. Hinten von links nach rechts erkenne ich Alfred Schedl 1912-1997, Franz Schedl den Finanzbeamten, Karl 1936-1999, seine Frau Christine Lanner 1930-2017, dahinter deren Soehne Alfred 1967 und Andreas 1968, dann Maria Schedl verheiratete Supper 1923-2008, Anton Schedl 1922-2013 und seine Frau, die Prenn Erna Ernestine Schedl 1930-2013 (siehe dazu auch den Grabstein 2 Fotos zuvor). Die Dame ganz rechts ist die Frau des Finanzbeamten Franz Schedl. Das erzaehlt mir 2022 Michaela Exel, deren Grossmutter Cornelia (Nelli) Schedl, geborene Lex aus Oberpullendorf, ist.
Alfred Schedl schrieb zu den Treffen mit den Nachfahren der Amerika Auswanderer auf drei Seiten im Zeitraum von 1987 bis 1989. Diese Seiten muss ich auf Ersuchen meines Informanten wieder entfernen und bei meinen Akten ablegen, weil darin auch von Adressen die Rede ist und wir dafuer keine Freigabe haben.
8. Karl 1893-1965 heiratet Theresia Schedl 1901-1975 (Reischela)
9. Josef 1896-1896
Anton Schedl 1883 war der Toniveda aus unserer spaeteren Nachbarschaft im unteren Dorf. Der Toniveda war der Grossvater zu meinem Freund Reinhard Schedl 1954 und seiner Schwester Lydia 1956 und hatte Besitztuemer in Kulm in der Steiermark. Hier endet mein Ausflug zu der anderen Schedl Familie.
Und weiter geht es mit den Reischelas. 1904 wird Anton geboren, der 1934 Anna Kohlenberger aus Andau heiratet und im 3.Wiener Gemeindebezirk in der Klimschgasse ein Gasthaus betreibt.
Anton der Wirt ist hier hinten in der Mitte.
Nikolaus und Alfred sind hier vermutlich mit Vitus vor dem Gasthaus waehrend der Kriegszeit. Alfred schreibt in seinen Notizen ueber Toni: Am 3.Maerz 1957 stirbt seine Frau Anna. Und im Oktober 1957 heiratet er in Mariazell Helen, wobei Niklaus das schnelle Paar traut. Ein Wirt kann sein Gasthaus nicht lange ohne Frau betreiben. Es war sicher gut, dass er verstaendnisvolle Brueder hatte. Am 4.8.1968 ist auch sein Leben zu Ende.
Alfred macht spaeter einen Lokalaugenschein, wo das Gasthaus schon unter einem anderen Namen firmiert. Mich interessiert die Geschichte 2019 so sehr, dass ich einen weiteren Lokalaugenschein mache und das Haus identifiziere, wo Anton bis zu seinem Tod im Jahr 1968 das Wirtshaus betrieb.

1905 wird wieder ein Ludwig Lajos geboren. Lajos 1905-1959
war mit Anna Mayer 1908-1977 verheiratet und sie betrieben das Bahnhofsrestaurant in Oberloisdorf.
Das Bahnhofsgebaeude in seiner besten Zeit und als noch ein Triebwagen kam.
Im Wirtshaus schaute es innen so aus. Annamoam war hinter der Theke und gleich neben dem Eingang war links ein Wurlitzer. Ich kam oft hier her mit dem Rad, um mir ein Frucade zu leisten und meinen Lieblingssong aus dieser Zeit zu hoeren: The Legend of Xanadu. Ein legendaeres Foto zeigt noch einen Gastgarten, den es vor meiner Zeit dort gab.An die schlechten Toiletten daneben kann ich mich aber noch erinnern.Ebenso an das Viadukt in der Naehe des heutigen Feuerwehrhauses. Als schon das Gras ueber die Strecke nach Rattersdorf zu wachsen begann und ich meine ersten Kameraversuche machte, entstand das Foto bei untergehender Sonne von der untergehenden Bahnstrecke Richtung Rattersdorf. Heute finde ich es jammerschade, dass es diese Verbindung nicht mehr gibt and alles dem Auto Individualverkehr geopfert wurde. Sopron, Koeszeg, Szombathely oder auch Wien per Bahn zu erreichen waere auch heute interessant. Wir waren noch mit dem Zug in Rattersdorf am Kirtag. Und bei der Heimfahrt habe ich meine Pfeife mit dem Stoppschild verloren. Das habe ich bis heute nicht vergessen.Als die Strecke nach Rattersdorf schon eingestellt war, habe ich den Zug mit meinem 500mm Teleobjektiv beim Unterpullendorfer Wald eingefangen. Aber der Zahn der Zeit hat die Qualitaet aller meiner Diaaufnahmen zerfressen und als ich zu digitalisieren begann, war es fuer viele dieser Aufnahmen schon zu spaet. Die Eltern von Anna Mayer waren Alois Mayer 1883 und Gisela Gugatz 1885. Die Annamoam vom Bahnhofsrestaurant
hatte 2 Kinder, den Gugatz Fredl (der seinen Rufnamen also von der Grossmutter bekam) und die Zechmeister Hilde, die Frau vom Buitzerltoni, dem grossen Gasthaus in Unterloisdorf. Ludwig Schedl 1961, ein Sohn vom Gugatz Fredl, hat die verwandtschaftlichen Beziehungen uebersichtlicher als ich in seinem Stammbaum dargestellt und gibt diesen sicher gerne fuer weiter Interessierte frei:
Darauf kann man jede Person mit ihren detaillierten Verwandtschaftsbeziehungen so wie oben darstellen. 1959 starb Lajos, der Mann von Annamoam und der Vater von Gugatz Fredl. Die Fotos sind meiner Meinung nach alle von diesem Begraebnis.




Der achte in der Kinderreihe ist schliesslich Josef Vitus 22.11.1909-19.2.1943. Er ist Sanitaeter im Weltkrieg und faellt 1943 in Borodigo bei Moskau.
1932 hatte er das Foto als Erinnerung an seinen Bruder gesandt.
Nikolaus, Vitus und Alfred. Alle drei im Dienst der Kirche.
Vitus Schedl, gefallen in Borodigo. Sein Name steht auch auf dem Kriegerdenkmal in Oberloisdorf. Und im Web auf https://www.austriasites.com/best-of-burgenland/oberloisdorf_kriegerdenkmal.htm
1912 wird Alfred geboren, dem ich einen Grossteil der Vorarbeiten verdanke. Er lebt vom 21.5.1912 bis zum 7.3.1997 und ist am Wiener Zentralfriedhof so wie sein Bruder Nikolaus in den Graebern der Redemptoristen begraben.
Ueber Nikolaus 1914-1986 habe ich schon in meiner Klaneri Geschichte geschrieben. Ebenso ueber die juengere Schwester der beiden, Rosalia Krutzler 1920-2010, meine Tante. Sie besuchte den einen oefters in Wien (Maria am Gestade), den anderen in Graz (Maria Trost) oder manchmal war sie einfach in Andau. Erst nach der Recherche ueber die Reischela Familie habe ich die Zusammenhaenge dieser Verwandtschaft verstanden. Und warum oder bei wem Sali oft in Andau zu Besuch war. Alfred schreibt in seiner Zusammenfassung:

1927-1928 sind die beiden Brueder Alfred und Nikolaus noch recht jung.
Alfred und Rosalia
Das muss ungefaehr um 1980 sein, vielleicht auch 1979.
Pepitante mit den Zwillingen etwas frueher.
In der Steiermark bei einem Jubilaeum der beiden Brueder gratuliert ihnen der Landeshauptmann Josef Krainer senior.
Nikolaus, Rosalia, Theresia, Anton, Anna und Maria, Alfred
Theresia mit den Kindern ihres Sohnes Karl
Josefa Gruber, Theresia und Ploni Schedl, die beiden Tanten von Reinhard.
1977 heiraten Ingrid Zechmeister und Walter Eckhardt in Unterloisdorf mit den beiden Schedl Bruedern als Konzelebranten..
Alfred traut 1983 Martin Dillhof mit einer Tochter vom Gugatz Fredl. Walter ist Beistand. 1987 heiratet Walter selbst eine weitere Tochter aus dem Haus von Alfred Schedl.
1986 ist der Weg von Nikolaus zu Ende. Bei seinem letzten Weg am Zentralfriedhof begleitet ihn eine zahlreiche Verwandtschaft.
1997 stirbt der Redemptorist Alfred Schedl, 1999 Karl Schedl Reischela, 2008 Maria Supper, 2010 Rosalia Krutzler, 2011 Pepitant Josefa Gruber, Zechmeister Anton und auch Alfred Schedl, der Gugatz Fredl. Es ist an der Zeit, dass andere aus dem Reischela Haus diese Chronik fortfuehren.
Hier geht es wieder mit dem KRUTZLER Haus weiter. Das Gasthaus Krutzler sah in den 50er Jahren von vorne wie folgt aus. Hier bei einem Kirtagstanz. Links war der Eingang zur Fleischhauerei, in der Mitte die Einfahrt und rechts das nur ebenerdige Gasthaus. 1959 wurde das Gebaeude umgebaut und oben ueber die volle Laenge aufgestockt.

Das naechste Foto duerfte aus der Faschingszeit stammen.
Die Kinder von Bernhard Krutzler 1926-1978 verbrachten ihre Tage auch oft bei uns im Klaneri. Die Wagnerwerkstaette war das Zentrum, solange diese Arbeit noch was einbrachte. Abends gab es im Winter das Federnschleissen
hier mehr erzaehlen .... 2026 01 30 Fr Sopron, da bin ich nicht weiter gekommen, weil ich die Detti nicht angetroffen habe, um ueber ein Foto vom Scheiber Veda und Gela zu verhandeln 5.9.2026
auch auf diesem beengten Raum. Auf einem schwarzen Ofen gleich rechts neben dem Eingang wurde geheizt. Und wenn der Scheiber Veda Scheiber Franz 1873-1972 kam und an seiner Pfeife
sog, sass er gleich links, kontrollierte die Arbeit und erzaehlte fortwaehrend seine Geschichten. Als Friseur kam Alfons Pinter 1925-2005 zum Haareschneiden hier links auf diesen Platz und vor dem Schneiden mit der Handschneidemaschine hatte ich fast mehr Angst als spaeter vor dem Zahnarzt. Sie riss naemlich oft unvermutet an den Haaren, die ich damals noch zahlreicher hatte. Davon habe ich im Vorjahr seiner Tochter Rosemarie erzaehlt, die ich kurz bei ihrem Heimatbesuch aus dem fernen Montreal/Kanada treffen durfte. Dabei habe ich in der versammelten Runde, wo auch die Frau von Alfons dabei war, erfahren, dass auch Alfons in Amerika in Gefangenschaft war und so wie mein Vater mit der englischen Sprache einigermassen vertraut war. Von der Werkstatt ging das hier sichtbare Fenster hinaus zum Misthaufen, der sich in der Mitte des Dreikanthofes befand. Die vorderen gassenseitigen Fenster sind heute vom Nachbesitzer auf ein kleines Fenster reduziert worden. 
Die Entsorgung des Misthaufens war nicht jedermanns Sache.
Nach dem Beladen ging es hinaus auf die Felder zum Duengen.
Und weiter um die naechste Fuhre. Konrad und sein Bruder, unser Grossvater, sind die Beifahrer.
1954 war Oberloisdorf an das oeffentliche Stromnetz der NEWAG angeschlossen worden. 1958 begann meine Schulzeit. Links neben dem Pfarrhaus gab es noch einen alten Brunnen, zu dem der Masimmaschmied um sein Wasser ging.
Das hier rechts neben dem Pfarrhof noch ebenerdige Gebaeude liess Pfarrer Julius Csaszar 1911 aufstocken. Somit gab es 2 Klassen fuer 8 Schulstufen.
Ich begann also 1958 meine Volksschulzeit bei Liesl Elsa Ohr.
An das A mit dem Apfelbaum denke ich noch gerne zurueck und wuerde nochmals gerne in dieses Buch blicken. Aber diese Schaetze haben wir leichtfertig aus der Hand gegeben. Im Winter war ich so zeitig in der Schule, dass ich beim Beheizen des Ofens half und die Glaeser fuer die Milch und Kakaoversorgung nach draussen brachte, obwohl ich schon damals der Milch abgeschworen hatte. Wie der Unterricht funktionierte ist mir heute raetselhaft. Mein Kompliment gilt den Lehrern, die uns das Grundwissen beibringen konnten und eine gute Organisation haben mussten, um 4 Schulstufen in einem Raum zu unterrrichten. In dem Gebaeude lernte ich nur das obere Stockwerk kennen, wo Elsa Ohr 1906-1998 auch ihre Wohnung hatte. Im unteren Teil war neben der Oberstufe auch die Dienstwohnung von Direktor Johann Pratschner. In der 2.Volksschulklasse gab es die Erstkommunion, wo die ganze Jugend um uns herum versammelt war.

Im November 1960 wurde Kennedy zum Praesidenten in Amerika gewaehlt, ich war in der dritten Klasse. Gerda Kath trug in diesem Jahr als junge Aushilfslehrerin zu unserer Wissensvermehrung bei.
Anfang 2026 beginne ich John F.Kennedys Reden aus dieser Zeit im Buch Daemme gegen die Flut von John W.Gardner zu lesen. Die Wissensvermehrung endet nie. Noch im Winter dieses Jahres starb mit Josef Fuerndraht 1941-1961 ein junger Mann aus unserer Nachbarschaft in der Klanerigasse.
Der lange Trauerzug war begleitet von meinen Mitschuelerinnen in Weiss. Bei den Ministranten ist vorne Schedl Stefan gut zu erkennen. Heute ruht er selbst schon lange auf dem Friedhof Moedling.
Begraebnisse waren noch von der Musikkapelle begleitet. Davor waren die aelteren Maenner. Auf dem Foto erkenne ich links den Treiber Seppveda 1880-1974 den Reinerveda Stefan Reiner 1897-1966 unseren Franzonkel Supper Franz 1895-1975 (Haberler Franzveda) und unseren Grossvater Robert Glatz 1897-1964.
Ende 1957 hatten meine Eltern das Haus im unteren Dorf vom Oberlehrer Samuel Boegoethy und seiner Frau Luise geb Oswald gekauft. In den Jahren bis 1962 entstand dann dort unser spaeteres Wohnhaus. Woran ich mich erinnere ist der Umstand, dass zu Hause davon gesprochen wurde, dass man dem Mann einen Buckelkorb voll Geld zahlen musste, um an dieses Haus hinter dem Gemischtwarenladen der Anna Grath zu kommen. Bei ihr gab es dann spaeter die bekoemmlichen Nussschnitten, die mit verantwortlich waren, dass ich mein Leben lang einem zu hohen Zuckerspiegel froente. Erst zu Weihnachten 2020 machte ich meine ersten Vanillekipferl, die ich auch im Pfarrhof Oberloisdorf bei meiner Tante Berta oft bekam. Und meine Erschuetterung ist jetzt tief, was da an Zucker in die Vanillekipferl gesteckt wird. Seit einiger Zeit versuche ich (vergeblich), den Ratschlaegen der Aerzte zu folgen und dem Zucker aus dem Weg zu gehen. Zurueck zu Boegoethy und dem unbeschriebenen Blatt, den Emmerich Zechmeister aber noch ein Jahr als Lehrer erleben durfte. Um 1970 herum brachte ich meinen Vater nach Kobersdorf in die Nikolausgasse 14, um die letzen Dinge zu dem Hauserwerb zu regeln. Aber ich durfte nicht mit hinein in das Haus dieses fuer mich kryptischen Mannes. So bekam ich ihn nie zu Gesicht. Und mein Leben lang spukt dieser Name in meinem Kopf herum. Am 9.April 2021 habe ich diesem endlich ein Ende bereitet und nach dem juedischen Friedhof in Kobersdorf auch das Grab des langjaehrigen Lehrers der evangelischen Schule in Oberloisdorf besucht. Seine Frau aus dem Oswald Gasthaus neben der Kirche ist 1985 verstorben und ich finde die Nachricht ueber ihren Tod auch in einer Ausgabe der nach Amerika ausgewanderten Burgenlaender aus dem gleichen Jahr.

Bis 1962 wird also an dem Haus gearbeitet, fuer das mir 2023 ein Bauplan von Engelbert Glatz vom Maerz 1962 in die Haende kommt. In diesem Jahr 2023 saniert mein Bruder dieses Haus vom Grunde auf.
In den 60er Jahren arbeiten hier Perkovits Gust und Fasching Hansl, die Klaneri Maurer, verstaerkt mit Gustl Bauer. Als Helfer sind der untere Nachbar Pimper Jurschi, der im gleichen Dreiparteienhof wohnt, die Grosseltern und Konrad eingesetzt.
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Koo Karl 1921-1966, ein Freund des Hauses, kontrolliert den Baufortschritt am Dachboden, wo spaeter das Getreide von der Sommerernte zum Trocknen gelagert wird.

Im Herbst 1962 verliessen wir das Paradies unserer Kindheit und wohnten fortan im Dreiparteienhof. In unserem langgestreckten Hof war dann vorne die Gemischtwarenhandlung von Frau Anna Grath 1908-1978 und hinten wohnte die Pimper Familie, zu der hin und wieder die Steinberger Verwandtschaft mit den Soehnen Guenther und Werner zu Besuch kam. Ein Foto vom Pimperveda Pimper Johann 1882-1966 schickt mir Ludwig Schedl aus dem vis a vis Haus.
Er laesst das Pferd beschlagen und ich glaube, im Helfer fuer den Berghofer Schmied meinen Onkel Engelbert zu erkennen. Wir haben auch im unteren Ortsteil noch schoene Jahre unserer Jugendzeit verbracht und dort neue Freunde gefunden.
Und noch manche Abenteuer zu bestehen gehabt.

Die Kindheitsjahre haben sich jedoch eingepraegt in unserem Kopf. Und die Erinnerungen daran tragen wir ein Leben lang in uns. Die meisten erinnern sich gerne an diese Zeit. Und von Zeit zu Zeit graben wir in diesen Erinnerungen, bringen manches an die Oberflaeche und vergessen die Dinge, die uns nicht so gefallen haben. Ich bin froh, dass ich dieser Geschichte ueber das Klaneri nachgegangen bin. Meine Recherchen haben fuer mich manches zu Tage gebracht, was mir in meiner Kindheit so nicht bewusst war. Und auch spaeter nicht. Vielleicht auch deshalb, weil ich das Dorf schon 1963 verlassen habe. Meine Schulbildung und mein Berufsleben haben mich nur zu Ferienzeiten, zum Wochenende oder spaeter nur mehr tageweise zurueckkehren lassen. Dafuer habe ich nicht alles, was so im Dorf passiert ist, mitgekriegt. Manches habe ich gehoert und manches habe ich erst spaeter erfahren, wenn es die eine oder andere Person nicht mehr gab. So wird es anderen aehnlich ergehen. Als Resuemee moechte ich nur erwaehnen, dass es nicht weiter verwunderlich ist, dass es in einem Dorf wie dem unsrigen oft ein Mehrfachvorkommen des gleichen Familiennamens gibt. So habe ich im Jaenner dieses Jahres den Namen Schedl 91 mal, Krutzler 65 mal und Supper 34 mal gefunden. Das haengt damit zusammen, dass frueher nur im Dorf oder in die Nachbargemeinden geheiratet wurde. Das trifft auf viele doerfliche Strukturen zu.
Ein spaetes Foto der 2 letzten Glatz Brueder noch vor dem Tod meines Vaters im Jahr 1986.
Tjuler, Haslinger und Schubaschitz
Ich schreibe den Julius oder Gyula (ungarischer Name) Schedl nach der Lautsprache (wie ich es damals gehoert habe) als Tjuler. So wurde er im Dorf genannt und so lebt er in meiner Erinnerung. Im Haus des Tjuler wird 1832 ein Andreas Schedl geboren.
Er heiratet eine Anna Mayer 1834-1920und die beiden bekommen eine Tochter Theresia Schedl 1858-1946. Von der Stammtafel Franz Schedl ist ablesbar: Die junge Theresia kommt in der 2.Ehe des schon aelteren Josef Haslinger 1841-1911 mit einem Fuhrwerkunternehmer (Buerger Wiens als damals groesster Fiaker der Stadt) in Wien zusammen. Der Ehe entspringt Tochter Theresia Haslinger 1887-1930, welche am 31.8.1907 den Edmund Peter 1883-1970 heiratet. Und deren Ehe entstammt unter anderem auch Ida Peter 1913-2012. Sie heiratet Johann Gruener 1907-1984 und der Ehe ihres Sohnes entstammt der 1972 in Muenchen geborene Alexander Gruener. Ida Peter ist seine Grossmutter. Und da er (wie wir alle) zu spaet zum Fragen beginnt, schreibt er mir: Die "Wiener Großmutter" oder die "Haslinger Großmutter" (also die Grossmutter seiner Grossmutter), wie wir Mamas Mutter nannten wurde am 8.10.1858 in Oberloisdorf im Burgenland geboren und starb in Wien. Ihre Eltern hatten eine Landwirtschaft, der Vater war gelernter Maurer. Mit 12 Jahren kam sie nach Wien zu ihrer Tante Kulhanek, die in einer Gastwirtschaft im Augarten in der Küche arbeitete. Dadurch daß ihre Großmutter am 21.01.1920 starb als sie selbst 7 Jahre alt war (zu dem Zeitpunkt wohnte Sie als Kind in Komotau, Sudetenland), hat sie die Schedls vermutlich nie selbst kennen gelernt. Evtl. hat es meine Oma auch mal irgendwann erwähnt. Ich habe sehr viel mit ihr über Ahnenforschung gesprochen, aber kann mich auch nicht daran erinnern, daß sie viel über Oberloisdorf erzählt hat...irgendwann in den 1960er Jahren war sie mal da zu Besuch. 1957...ob sie da jemanden getroffen hat weiß ich leider nicht. Aber das Foto bringt uns auf die Faehrte zum Tjuler Haus,
das heute aufgestockt so wie unten aussieht.
Alexander Gruener meint dazu: Das ist das Geburtshaus im Jahre 1957. Die Frau mit der Handtasche ist meine Oma, das Auto war ihres aus Muenchen. Die Person hinter meiner Oma die zu sehen ist kenne ich nicht. Links der Junge koennte mein Vater sein, der damals 14 Jahre alt war, aber auch ganz wer anders.
2026 im Maerz treffe ich in Oberloisdorf auf die Petern Mitz (fast 90 Jahre), die sich an den Besuch der Dame aus Muenchen erinnern kann. Herr Gruener hat leider keine Kontaktadresse hinterlassen, sodass ich Ihn nicht kontaktieren kann.
Die Muenchener im Hof mit Sicht nach rueckwaerts.
und im vorderen Teil mit Sicht auf das gegenueberliegende Haus. Hinten mit den Boegen ist das Schubaschitz Haus. Hier waren wir mit der Dreschmaschine und vielleicht auch mit dem Geppel wie da unten. Da gab es immer eine gute Jause mit der ganzen Mannschaft. Bisweilen fiel der Ream (Riemen) herunter, wo ich mithelfen durfte, um die Arbeit wieder in Schwung zu bringen.
1940 Schubaschitz Hedl mit dem Rad und einmal mit meiner Mutter.
Das war Grossvater mit unserem Geppel. Im Schubaschitz Haus spielte eine Maria Glatz eine Rolle, die ich heute nicht mehr zu ergruenden weiss. Davon zeugt nur der verliebene Name am Grabstein.
Im vorderen Schedl Haus traf sich 1913 eine ansehnliche Personenzahl zum Familienfoto. In ihrer Zusammenfassung hat Ida Peter wie folgt dokumentiert. Der Haslinger Grabstein am Zentralfriedhof in Wien.
und das Grab des Tjuler in Oberloisdorf stehen schon fast am Ende meines Berichts, ich erfahre aber noch, dass

Karl, der Hammerl einen Bruder hatte. Schedl Emmerich 1938 09 13 starb im November 2011, war bei der Zollwache und einige Zeit Ortsparteiobmann der Volkspartei. Das hatte ich schon vergessen. Seine Frau lebt noch in einem anderen Haus im Dorf. Caecilia 1912-1999, die Frau vom Tjuler Schedl Julius 1904-1985 hatte mehrere Geschwister. Eine Graf Anna 1908-1979 im Graf Haus (Hinterhof vom Milchgeschaeft), Fruehwirth Wilma 1910-1982, Dillhof Rosalia 1923-1995
hier am rechten Bildrand im Gasthaus Krutzler und ein Donath, ueber den ich aber Nichts naeheres erfahren habe.
Mein Dank fuer diese Geschichte gebuehrt Herrn Alexander Gruener in Muenchen. Wie er erzaehlte, war seine Grossmutter 1957 in Oberloisdorf. 2026 erinnert sich Frau Maria Schedl, geborene Gruenwald, im Dorf die Petern Mitz genannt, an die Zeit nach diesem Besuch. Da kam ein Brief dieser Grossmutter an einen Schedl Anton in das Dorf. Und da es mehrere Personen mit diesem Namen gab, kam der Brief an den falschen Anton, der mit dem Brief nichts anfangen konnte. Wie im Dorf ueblich, zeigte man den Brief auch anderen Leuten. Und dabei kam er auch in die Haende der Petern Mitz, die sofort erkannte, dass es sich um den Anton aus ihrem Haus handelte, in das Sie hinein geheiratet hatte. Sie wuerde sich freuen, wenn sich Herr Gruener bei ihr oder auch bei mir melden wuerde. Wir koennten noch mehr erzaehlen.
Auszug aus Stammbaumwand im Ostzimmer.Kleibensturz Herbert hat sich schon Details von der Wand in fotografiert. Fotos von seinem Vater konnte ich ihm nicht entlocken. Auf einen Martin Schedl im Jahr 1660 geht der Stammbaum zurueck. Alois Schedl habe ich schon eingeladen. Auch sein Interesse scheint nicht so gross zu sein.
Steininger kommen da vor. Eine Familie mit diesem Namen kam in den 50er und 60er Jahren in das Haus vis a vis von der alten Schule und schraeg gegenueber vom Pfarrhof. Der Vater der beiden Toechter war Brigadier oder General und die Familie besuchte die katholischen Weihnachtsmessen von Valentin Gratzer wie andere Bewohner des Dorfes. Der Herr auf dem Fussballfoto von Karl Wukovits ganz rechts vor dem Stammbaum hat mit dem Steininger Haus zu tun bzw war sein Bruder dort verheiratet. Angeblich habe ich ihn nicht gekannt, als er in der Bundeslaender mit Walter Supper Vorarbeiten fuer den U-Bahnbau pruefte. Schade, dass ich ihn nicht mehr dazu fragen kann. Die Geschichte habe ich von seiner Frau erst 2024 erfahren.
Solama, unsere Nachbarschaft im Klaneri. Auch fuer meinen Freund Harry, der meint, dass dieser Name nicht mehr gebraeuchlich sei, ist der Weg nach Moedling zu weit. Aber um 1800 sieht man auf dem Stammbaum die Frau, die dem Fuerndraht Haus fuer mehr als 200 Jahre ihren Stempel/Namen aufdrueckte. Wer sich interessiert, ist willkommen. Oriovits, Berghofer, Waitz, Fruehwirth, Luikits und andere Namen aus dem Dorf kommen da vor.
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