5.12.25

01 Die Klanerianer

Meine Zeit im Klaneri in Oberloisdorf 

So sah das Dorf an einem Kirtag in den 1950er und 1960er Jahren aus. Im Hintergrund und mitten im Ort war ein Ringelspiel die Kirtagsattraktion. Daneben kamen ein paar  Zuckerbaecker aus dem Nachbardorf Steinberg, die Lebkuchen und andere Suesswaren anboten. Eine Schiessbude und Spielzeugladen, an denen wir Stoppelrevolver und anderes Spielzeug mit dem Kirtagsgeld erwerben konnten. Sofern wir eines hatten und sofern es dafuer ausreichte. Ich habe den Geruch davon (vom Stoppelrevolver, nicht vom Geld) noch heute in der Nase. Eine Woche spaeter gab es dann den Markt, wo die Steinberger Marktfahrer alles brachten, was man damals brauchte. Fuer die Arbeit und zum Leben, aber auch feine Stoffe bis zum Blaudruck, der selten geworden ist. Schauen Sie einmal in die Lenck Villa (deutsche Einwanderer aus Dresden) in Sopron, um auch von unseren Nachbarn im Mittelburgenland mehr zu erfahren. Nebenbei besuchen Sie das Storno Haus im Museumsquartier neben dem Feuerturm. Da tauchen Sachen aus Mannersdorf/Rabnitz oder aus Lutzmannsburg auf, die Sie vielleicht auch interessieren. Ein paar Fotos aus dem Leben des Martin Glatz sollen zeigen, wer sich hinter den Geschichten verbirgt.



Im Klaneri verbrachte ich die ersten zehn Jahre meines Lebens. Dann zogen wir ins untere Dorf, wo mein Bruder noch heute lebt. Ueber unsere Familie berichte ich gesondert unter der Geschichte 3. Das Klaneri war und ist fuer mich die heutige Mariengasse. Jeder hat eigene Erinnerungen an die Kindheit. Mit der Zeit ist in meinem Gedaechtnis vieles blass geworden sind. Um dem nachzuhelfen, wollte ich Bilder wachrufen, die vielleicht in den einzelnen Haeusern existierten. Ich hatte einige Namen im Kopf, die mir dabei helfen sollten. Meine Suche fuehrte mich 2020 also in die Mariengasse und mit Hilfe von Maria Perkovits, der Frau von Othmar, begann ich mit meiner Suche. Zusammenhaenge in anderen Familien sind mir dadurch klarer geworden und ich gehe  seither Dingen nach, die ich in der Kindheit nicht gewusst hatte und die mich den Grossteil meines Lebens nicht interessiert hatten. Ich frage jetzt Leute im Dorf, solange es noch jemanden gibt, den ich fragen kann. Der Grossteil meiner Recherchen betrifft natuerlich unser Haus, das ich aber von hier getrennt habe und in der folgenden Geschichte 2 behandle. Die Klanerianer, das waren wir und sind unsere Nachbarn in den Haeusern der damaligen Gasse von unten (Baumgartner) nach oben (Zechmeister, Supper Walter und Uller):

BAUMGARTNER
SCHLOEGL
PERKOVITS August
DILLHOF / HATZ KRUTZLER
HASLER
FUERNDRAHT Solama Faymann
FRUEHSTUECK / PROSI TONIVEDA / ROSZANENI
PERKOVITS Viktor
REINER
SCHEDL / SCHNEIDER / SUPPER / PLANK
GLATZ / WIRT KRUTZLER / REI(CH)SCHEDL / FREYLER und STIMAKOVITS in  Steinberg
FASCHING / PERKOVITS Othmar und Maria
KAIPPEL / HASLER
GRUENWALD
ZECHMEISTER / PREDL
SUPPER WALTER / WAGNER
ULLER

Die Rabnitz ist heute ein stilles offenes Baechlein. Zu den Zeiten meiner Kindheit war sie ein dicht umwachsener Bach, der in Zeiten von Hochwasser beide Ortsbruecken und die umliegenden Felder unter Wasser setzte. Von Steinberg abwaerts schlaengelte sie sich durch ein Gestruepp von Baeumen und Straeuchern bis zu einer Wehr, die im Dialekt WI(H)R hiess. Bald danach trennte sich der Bach in zwei Arme, wobei der eine bis zur Sulyok- und spaeteren Oriovics Muehle  floss, der andere direkt bis zur Muehlbruecke fuehrte und danach wieder mit dem anderen Arm zusammentraf. Hinter dem Sportplatz war eine tiefere Stelle, wo sich die Wasserliebhaber gerne mit dem Wasser anfreundeten.  Hinter den Saegewerken vom Sopep und dem benachbarten groesseren Betrieb vom Huber Zimmermeister ging es weiter bis zur hoelzernen Bahnbruecke, ueber die man den Bahnhof erreichen konnte. Nach Rattersdorf oder nach Oberpullendorf konnte man von hier fahren. Frueher gab es angeblich auch eine Linie nach Lutzmannsburg. Jammerschade, dass unser Land diese Linien nicht erhalten konnte. Ueber der Landesgrenze ist in Ungarn die Eisenbahn erhalten geblieben und eine gute Verbindung fuehrt in 50 Minuten von Sopron nach Szombathely. Pensionisten wie ich, die schon ueber 65 sind, brauchen nur den Reisepass, um diese Verbindung zu nutzen. Steinamanger ist eine entzueckende Stadt mit Museen, in denen man auch Dinge aus den Doerfern um Oberloisdorf entdecken kann.  Das habe ich im Herbst 2025 herausgefunden. 
Nach der eisernen Bruecke, ueber die man also per Zug Mannersdorf und Rattersdorf erreichen konnte,  floss die Rabnitz weiter Richtung Unterloisdorf / Mannersdorf ueber die dortige Schrammel Muehle und kam schliesslich bis nach Lutzmannsburg. Dort verlaesst sie auch heute noch das Burgenland und  in Ungarn begegne ich ihr manchmal auf der Autobahn Richtung Csorna, wo sie dort Repce heisst. Der Bach war ein Paradies, das viele Kinder und Jugendliche zum Huettenbauen und Indianerspielen verleitete. 

Oberloisdorf erreicht man von Steinberg kommend ueber eine bis heute noch unveraendert ihrem Lauf folgende Strasse waehrend von unten, also Mannersdorf bzw. Unterloisdorf, die damals noch schlangenartig verlaufende Strasse 
 
ganz verschwunden ist und begradigt wurde. Ueber die Kurven des alten Weges pilgerte die Jugend am Wochenende zum Gasthof der Familie Proestl (oder Pressl, wie sie Karl Wukovits noch jetzt bezeichnet). Das Kino war Treffpunkt fuer alle jungen Leute aus den umliegenden Ortschaften. Die letzten Jahre entstand zwischen Mannersdorf und Oberloisdorf eine Schnellstrasse, die beide Orte links und rechts liegen laesst. Vor dem Kreisverkehr also Tempo drosseln und das Juwel Oberloisdorf nicht abseits liegen lassen. Vor der evangelischen Kirche dreht man ins Dorf, das heute meist ausgestorben wirkt und nicht oft so belebt ist wie auf dem Eingangsfoto. 

Weiter geht es an der katholischen Kirche rechts vorbei. Ein leichter Anstieg fuehrt bis zu diesem Brunnen, ehe die Strasse talabwaerts zum Wald und den neuen Siedlungen hinaus laeuft.
Gleich nach dem Brunnen dreht der Weg noch vor dem Hafner Haus vorbei in einer S-Kurve ueber den Schlosser Beri in die heutige Mariengasse. Das war der Ort meiner Kindheit. Asphaltiert war damals gar nichts und die Kanalisation und Wasserversorgung entstand in den Jahren, in denen ich hier aufwuchs. Ein blonder junger Mann aus Piringsdorf sass in einem gelben Bagger und gestikulierte laut in seinem Dialekt, an dem ich auch heute noch die Leute aus diesem Dorf erkennen kann. 
Hier also, in dieser damals noch nicht asphaltierten Strasse, wuchs ich in den 50er Jahren auf. 

Noch bevor wir ins untere Dorf uebersiedelten war der Russe Juri Alexejewitsch Gagarin im April 1961 als Erster im Weltall.
 Kein Monat spaeter schossen die Amerikaner Alan Shepard auf eine nur 15 min
dauernde Reise ins All. Erst mit Apollo 14 konnte Alan Shepard spaeter einen laengeren Ausflug zum Mond machen und dort 2 Golfbaelle schlagen. Kennedy und sein Umfeld sahen im Mai 1961 an einem  kleinen Monitor zu. Mit historisch oft wiederholten Saetzen motivierte er Techniker ueber seinen Tod hinaus bis zur Mondlandung, die Entwicklungen beschleunigte und deren Folgewirken wir die Technik unserer Tage
verdanken. Wir bekamen damals wenig vom Ganzen mit und erfuhren davon meist spaeter. Unser Leben verlief abseits der Medien, wie sie uns heute zur Verfuegung stehen. 

Im Mai 2009 sah ich die Mariengasse bei einem Flug ueber das Dorf  mit Alexei, dem Freund meines Sohnes, die beide dasselbe ein paar Monate vorher ohne mein Wissen praktiziert hatten. Sie kamen spaeter zum Mittagessen und der aeltere Sohn erzaehlte mir, wo sie gerade unterwegs waren. Obwohl ich mich vorher immer gegen dieses Unternehmen ausgesprochen hatte. Aber nach ihren Erzaehlungen packte auch mich die Lust auf den Flug mit dem Zweisitzer.  Das war dann eines der schoensten Erlebnisse in meinem Leben. Ich habe uebrigens viele Dorf Luftaufnahmen von diesem Flug, falls sich jemand dafuer interessiert.

Die Klanerianer waren und sind fuer mich die eingangs erwaehnten Haeuser, vor allem der 2026 noch lebende Bangatna Rudl, der wieder den Weg in mein Telefonbuch gefunden hat.

In der Klaneri Gassse wohnten zuunterst drei Baumgartner Familien, deren Zusammenhang mir in meiner Kindheit nicht so bewusst war. Vom Schlosser Beri kommend war also das erste Haus das der Familie BAUMGARTNERBerni, Emmerich und Rudl 
sind oder waren die drei Soehne. Emmerich, der mittlere ist leider noch vor Erreichen des Pensionsalters verstorben. Berni war unser frueherer Oberministrant und ist heute trotz seinem Handicap mit einem Elektromobil flott im Dorf unterwegs. Im Sommer 2020 habe ich ihn dabei gestoppt und er hat mir dankenswerterweise einige Fotos zur Verfuegung gestellt, darunter diesen sportlichen Weitspringer.  
Gegen Ende des Schuljahres gab es immer ein grosses Sportfest, wo es verschiedene Wettbewerbe gab. Hier beim Weitsprung kontrollieren der Wohlmuth Lehrer und Direktor Pratschner den korrekten Absprung. Bei dem jungen Sportler handelt es sich nach Angaben von Rudolf Baumgartner um Peter Perkovits. Seine Tochter hat dies Maria, meiner Informantin, bestaetigt.
In diesem Haus wohnten die Baumgartners. Heraus aus der S-Kurve oeffnet sich die Gasse. Das war die Engstelle zum Schlosser Beri und da lag mein Schulweg. Die beiden juengeren Brueder von Berni machten sich manchmal einen Spass mit mir und hinderten mich am Schulweg. Da musste ich dann ueber das Scheiber Gassl ausweichen und den laengeren Weg nehmen. Nur wenn Berni, unser Oberministrant dabei war und seine juengeren Brueder in die Schranken wies, konnte ich diese Gefahrenstelle passieren. Spaeter war ich mit Rudl gut befreundet, als er in Wien in Augartennaehe wohnte und auch ich im 2.Bezirk mein Zuhause hatte. Gemeinsam waren wir im Autobus am fruehen Montagmorgen in der letzten Reihe unterwegs nach Wien. Oft mit dabei war Meckie Fredl Zechmeister 1950-1975. Da lief oft der Schmaeh zwischen den beiden. Rudl spielte dann beim AC Milan und es gab das eine oder andere Match zu kommentieren. Mit meinem Cousin Toni Krutzler trafen wir uns beim Binder (Modes Hilda) am Ende der Taborstrasse.  Manchmal ging es auch zum Pimper im dritten Bezirk. Da gab es einmal eine Szene wie im Film, als ein paar Gaeste randalierten und Sessellehnen zu Bruch gingen bei einem Schlag ueber den Kopf. Folgetonhorn der Polizei und die Randalierer verschwanden blitzschnell, auch durchs offene Fenster. Nach einem kurzen Verhoer der Polizei waren wir bald unter uns mit dem netten Wirtspaar aus Oberloisdorf.
Herr Baumgartner, der Batscha und Vater der 3 Jungen ist hier als Gast an der Theke (moeglicherweise beim Pimper im dritten Wiener Gemeindebezirk) zu sehen. Seine Schwester Nelly wohnte im Klaneri Nebenhaus (Schloegl). Ein Stiefbruder war der Hausherr im Predl Haus und ein weiterer Bruder lebte in Steinberg. Dessen Tochter Elfi ist mit meinem Cousin Stefan Glatz verheiratet. Ferdinand Baumgartner 1923-1992, nahe dem Sportplatz auf der Strasse nach Steinberg, stammte auch aus diesem Geschwisterkreis. Und zur Herkunft des Baumgartner Hauses erfahre ich mehr mit dem folgenden Bild.
1923 entstand dieses Foto der Schedl Familie, auf welche das Haus Baumgartner zurueck geht. Schedl Maria, geb Pfeiffer 27.2.1872 aus Strebersdorf und Franz geb 5.11.1863 (gestorben 28.12.1943) sind 1923 mit ihren Kindern zu sehen. Von links nach rechts sind das: Theresia (12.5.1894) Gruber fuehrte mit ihrem Mann Franz Gruber 13.10.1886 aus Unterloisdorf in Mariasdorf die Muehle und war eine Tante zu Bernhard Baumgartner 1922, dem Batscha und Vater der mir bekannten Soehne Berni, Emmerich und Rudl. Sie war auch die Mutter von Frau Guczogi aus Steinberg (Frau des ehemaligen Foersters). Der zweite ist Franz Schedl 1892-1973, der Vater von Julius Schedl sen. (Schedl-Muehlenbesitzer in Lockenhaus), von Beruf Zimmerer. Als dritten sehen wir Schedl Johann 1896-1982 (Putzerl wg seiner Frau Anna Putz 1897-1976), auch ein Zimmerer und Opa zu Schedl Johann (Vzbgm.Mannersdorf), Schedl Ernst vulgo Putz Ernstl (Rotkreuzgasse Oberloisdorf) und Alois Schedl (Asfinag Vorstand). Die vierte ganz rechts ist Sidonia Baumgartner 1891-1977, die Mutter vom Batscha Bernhard Baumgartner 1922-1993,  Ferdinand Baumgartner 1923-1992 aus Oberloisdorf, Karl Baumgartner 1924-1987 aus Steinberg, Alois Baumgartner Stmk Vorarlberg und Oberloisdorf und Schloegl Kornelia 1929-2011 aus dem Nachbarhaus.  Ein Foto aus dem Winter 1930/1931, das ich aus dem Album von Hilde Plank im Sommer 2020 bekommen habe, konnte ich jetzt im Feber 2021 identifizieren.
Von links nach rechts sieht man Karl Baumgartner 1924-1987, Bernhard Baumgartner 1922-1993, Kornelia Baumgartner 1929-2011 spaetere Schloegl, Sidonia Baumgartner 1891-1977, Johann Baumgartner 1891, Schedl Franz (war ein Bruder zu Vinzenz Schedl 1875-1955 aus unserem Nachbarhaus der Schneider Familie), Schedl Maria, Baumgartner Alois und Baumgartner Ferdinand 1923-1992.  Aus der Verbindung von Johann Baumgartner 1891-1965 mit Maria Baumgartner 1897-1920 stammte Johann Baumgartner 1913-1968, der Vater der mir bekannten Kinder im Predl Haus. Nachdem Maria 1920 verstorben war, folgten die Kinder auf diesem Bild mit der 2.Frau Sidonia 1891-1977.

Die Frau von Berhard Baumgartner 1922, die Batscha Miaz, kam auch aus einem Schedl Haus.  Ihr Bruder war Johann Schedl 1929-2013 (Pinter Hansl auf der Hauptstrasse, Nachbar von Reischedla). Zudem gab es noch eine Schwester Resi und einen Bruder Franz. Die beiden sind im gleichen Grab mit der erst zu Beginn der Corona Krise verstorbenen Mutter von Manfred Baumgartner.  Der Name von Franz steht aber nicht mehr auf dem neuen Grabstein. Franz starb sehr jung im Jahr 44 oder 45 nachdem er waehrend des Krieges krank nach Hause gekommen war. Mein Dank fuer Foto und Erklaerung gilt Manfred Baumgartner, dem Sohn von Berni.
 
                                                                           Berni
Herr Baumgartner schaut fast so aus, als ob er ein Handy in der Hand haette. Aber die Zeit war noch nicht gekommen. In jedem Haus gab es Huehner zu versorgen.
Auf dem leider unscharfen Foto sind die Baumgartners mit ihren Nachbarn vom Schloegl Haus und ich glaube fast, dass es sich beim Jungen um Emmerich handelt. Baumgartner Nelly, verheiratete Schloegl, war die Schwester ihres Nachbarn. Sidonia Moam ist die Mutter der beiden Geschwister.
Baumgartner Rudolf  mit dem Nachwuchs von Berni. 

                                                                SCHLOEGL

Im zweiten Haus wohnte die Familie Schloegl, aus dem Vroni und ihr Bruder Hans kamen. 

Schloegl Johann 1957-1980 
Der frueh verstorbene Hans Schloegl ist hier bei der Erstkommunion mit der Krutzler Resi (Schwester vom Bonzi) zu sehen.
Sidonia Baumgartner 1891-1977 mit Krutzler Resi.
Rudolf Baumgartner war der Firmpate zu Albert Predl Baumgartner.

Mit bei der Firmung ist auch Hans Johann Schedl, den ich vorher fuer Alois, meinen Schulkollegen gehalten hatte. Es ist aber Hans zusammen mit Albert, beide hier im Haus der Familie Schloegl. Die Sidonia Moam schaut von der Hausstiege zu bzw. kommt der Hausherr Schloegl selbst die Stiege herunter.  Der Mann von Sidonia, Johann Baumgartner 1891-1965, war vorher mit Maria Baumgartner 1897-1920 verheiratet. Aus dieser Beziehung stammte Johann Baumgartner 1913-1968, der Vater der mir bekannten Kinder im Predl Haus. Nachdem Maria 1920 verstorben war, folgten mit Sidonia 1891-1977 die 5 weiteren Kinder, die schon beim ersten Haus der Baumgartners auf dem Foto aus den 30er Jahren aufgelistet wurden. An das Ableben seines Grossvaters Johann Baumgartner 1965 im Schloegl Haus kann sich der 1956 geborene Albert gut erinnern. Frau Nelly Schloegl 1929-2011 taucht dank Emmerich Zechmeister auf einem Foto aus dem Jahr 1987 auf. Ihr Mann Franz Schloegl 1928-2011 war der Bruder von Caecilia Schedl 1924-1974, der Mutter von Ernstl,Alois und Hans. Zu diesem Schedl Haus habe ich einen umfangreichen Stammbaum (teilweise mit Fotos) der bis 1663 zurueck reicht. Interessenten sollten sich bei mir melden. Neben Sulyok Gerti ist Kornelia Schloegl hier auf der Hochzeit von Charlotte und Robert  aus dem Hause Predl Toni und Lotte.
Eine Carina Lang aus dem Schloegl Haus hatte sich einmal kurz bei mir gemeldet, leider ist direkt aus diesem Haus nichts dazugekommen.

PREDL / BAUMGARTNER
Links im ersten Haus wohnte die Predl Familie. Der Vater dieser Baumgartner Familie war ein Stiefbruder zum Vater von Rudolf, Emmerich und Berni. Die Familienverflechtungen dieser drei Haeuser waren mir in meiner Kindheit nicht bekannt. Mal abgesehen davon, dass die einen Baumgartner, die anderen Schloegl und die dritten Predl genannt wurden. Eine wahre Hausmacht war da am Eingang unserer Gasse angesiedelt. Nachdem sich nun Albert Baumgartner, der von uns Ali genannt wurde, bei mir gemeldet hat, konnte ich folgendes ueber dieses Haus erfahren. Da waren einmal die

Grosseltern PREDL Anna 1885-1976 und ihr Mann Alois 1886-1956 auf  nachstehendem Foto.
Die Kinder Karoline Predl 1910-1980  und Viktoria Berghofer (verheiratet) 1913-1994 waren da noch recht jung. Aus der Sicht von Albert Baumgartner waren die beiden also die aelteren Schwestern seiner Mutter Katharina 1918-1994. Die Wickitant Viktoria Berghofer  hatte eine Tochter Monika 1941-2018, die mit Karl Supper 1937-1986 verheiratet war. Deren Kinder sind Albert und Karl. Die Linitant Karoline Predl war nicht verheiratet.
Johann Baumgartner 1913-1968 war mit der dritten Tochter Katharina Predl 1918-1994 verheiratet und die beiden hatten 5 Kinder.  Franz als aeltestem Sohn folgten Maria Posch 1947, Martha Rosnak aus Mannersdorf, Elisabeth 1955, die schon ein Monat nach ihrer Geburt verstarb und Albert 1956. Wir beide freuen uns ueber unsere neue Bekanntschaft nach vielen Jahren und sehen einem Treffen nach den Corona Wirren erfreut entgegen. An einen Brunnen im Predl Haus koennen wir beide uns erinnern. Waehrend ich glaubte, dass er im Hofinneren war, meint Albert, dass er gleich neben dem Eingang aussen in einer Einbuchtung, so wie der neben unserem Haus, angesiedelt war. Maria oder Mitz Posch war nicht die aelteste Tochter, sondern es gab da noch den vor ihr geborenen Bruder Franz, 
an den sich schon Emmerich Zechmeister im Sommer 2020 erinnern konnte,  der fuer mich aber ein blinder Fleck in meinem Gedaechtnis ist. Er verliess das Dorf schon frueh, war beim Bundesheer taetig, verheiratet, wohnte in Wien Margareten und zog Anfang der 90er Jahre nach Sollenau, wo er ein Haus gebaut hatte. Neben dem baertigen Ali ist er hier mit dem weissen Hemd zu erkennen. Er verstarb laut Albert nach 2005.
Fast die ganze mir bekannte Familie ist auf dem alten Bild im Hof des Predl Hauses zu erkennen. 
Von links nach rechts sind das Monika Supper 1941-2018, die Tochter von Viktoria Berghofer, Grossmutter Anna Predl 1885-1976, Mitzitant Maria Baumgartner 1922-2013 halb verdeckt, Wickitant Viktoria Berghofer 1913-1994, Sidonia Baumgartner 1891-1977, Heinz Posch, Karl Supper 1937-1986, Berni Baumgartner 1947, Linitant Karoline Predl 1910-1980 und Mutter Katharina Baumgartner 1918-1994. Das sitzende Paar in der Mitte sind Freunde der Familie Posch und die Kinder Albert und Karl gehoeren zu Monika und Karl Supper, der am gleichen Tag wie mein Vater am 21.Dezember 1986 verstarb. Er war oft bei den Treibjagden dabei und ist bei der Glatz Familie auf den Jagdfotos nochmals zu sehen.  Fotos von Maria und Heinz Posch, Martha und Erwin Rosnak aus Mannersdorf,  wo ich die fruehere Tankstelle schon zweimal menschenleer vorgefunden habe, wird vielleicht Ali noch auftreiben. Den Vater von Erwin Rosnak in seiner Schmiede habe ich gut in Erinnerung und hoffe, dass wir Fotos von ihm bekommen. Aus der Wagnerwerkstaette kam ich oft mit Grossvater und Vater mit einem Wagenrad in die Schmiede nahe dem Hofer Gasthaus. Meine neue Freundschaft zu dem Frech Lehrling Ali bringt wieder ein paar Fotos an die Oberflaeche.
Da erkenne ich Martha Baumgartner Rosnak, Hasler Liesl Prenner, Hotz Ploni, Fruehstueck Mitz, Haas Bernadette, Schneider Nelly Lokotar, Schuster Rudl, 2 Unbekannte, Schloegl (Wagner) Stefan, Maier Edi, Unbekannt, Hauser Franz, Unbekannt, Horvath Herbert.
Solama Harry Fuerndraht, Horvath Renate Trimmel, Unbekannt, Krutzler Hildegard Seidl, Unbekannt, Maria Baumgartner Posch, 3 Unbekannte bis zum Ludwig, Unbekannt, vielleicht Stefan Schedl und 3 weitere Unbekannte, dann Valentin Gratzer.
der schlanke Heinz Posch und Maria Baumgartner bei ihrer Hochzeit
und der wohlgenaehrte Heinz auf einem spaeteren Bild bei einer Geburtstagsfeier.
Ali, mein Informant aus dem Predl Haus, wie er heute ausschaut und mir gerade eine Linux Variante auf einem Laptop installiert.

                                                            PERKOVITS                                                                                   
Auf der anderen Seite ging es vor dem Hasler Haus in die Gasse hinein zum Scheiber Veda und dem Marhold Haus. Scheiber Franz 1873-1972 wurde fast 100 Jahre alt. Johann Marhold 1907-1971 ist am naechsten Bild im Gasthaus Krutzler im Gespraech mit dem Jagdkollegen Eder. 
Im Hintergrund sieht man noch das Kinoprogramm vom Gasthaus Proestl.
Zu Rudi Marhold, der mit meiner Cousine Renate verheiratet ist, war der Gendarmerie Bezirksinspektor der Grossvater. An Johann Marhold erinnere ich mich im Sommer 1968, als er in unseren Hof kam und wir gerade den Maehdrescher zum Laufen bringen wollten. Er kam mit der Nachricht, dass die Russen gerade in Prag einmarschiert waren. Es war der Dienstag nach unserem Kirtag.  Eine ARTE Reportage aus dem Jahr 2016 zeigt mir heute, wie es in diesen Tagen in Prag tatsaechlich zuging.

 Bevor der Marhold Garten begann, war unser Spielfeld. Da gab es oft zerschundene Knie bei den diversen Stuerzen. Wir spielten hier Fussball mit Ali, den Perkovits Buben und auch deren franzoesischen Tardy Cousins, die im Sommer zu der Perkovits Familie hier um die Ecke kamen. 
Manfred Baumgartner, der Sohn von Berni, liefert mir ein Foto von Perkovits Gustl, das neben ihm Emmerich Schedl (Basler), Baumgartner Rudi und Schlögl Rochus vulgo Sam  (Zwillingsbruder von Karli Schlögl) beim GH Hofer in Mannersdorf zeigt.
Gustl hat mir nun wertvolle Informationen zu den Perkovits Familien aus Oberloisdorf zukommen lassen, die ich mit meinen Recherchen am Ortsfriedhof um ein paar Jahreszahlen erweitert habe. Zusaetzlich habe ich ein paar  Dinge von Toni Krutzler erfahren, die mit dem Herschmann Haus hinter unserem Stadl zusammen haengen. Toni hat da mehr mitbekommen als ich, obwohl die Herschmanns damals ja unsere Fastnachbarn waren. Zudem kannte er in Wien alle Oberloisdorfer Wirte und erzaehlt mir heute, dass auch die Herschmanns in Wien ein Gasthaus betrieben haben. Toni kannte auch sonstige mir unbekannte Personen aus Oberloisdorf, denen wir in unseren Jugendjahren in Wien begegneten. So erinnere ich mich dunkel an jene zwei, die er mir in der Naehe der Karmeliterkirche vorstellte, wo wir einen Wuerstelstand aufsuchten. Heute kenne ich und kennen mich nur mehr wenige Leute, die ein paar Jahre nach mir geboren sind. Nichtsdestotrotz will ich in meiner Geschichte fortfahren und die Perkovits Familien, ausgehend von den 2 Bruedern rund um den Grossvater von Gustl und Otto in einer Uebersicht vorstellen.
Wie aus der Aufstellung ersichtlich, ist Perkovits nach Amerika ausgewandert. Der hiess aber nicht Erwin, wie mir Gustl skizzierte, sondern Bernhard. Er war der Onkel zu Nelly Tardy, die ich am 20.8.2021 in Oberloisdorf  im Hause Kobor in der Brunnengasse treffen durfte. Mit ihren 93 Jahren war sie auf Besuch in Oberloisdorf und ich hatte durch Zufall davon erfahren. Die Fotos, die sie aus ihrer Tasche holte, darf ich nun weiter in die Perkovits Geschichte einbauen. Zuerst den Onkel Bernhard.
Bernhard war nach Amerika ausgewandert und seine Frau WOLLTE ihm nicht folgen. Das ist die neue Wahrheit fuer mich. Sie zog es vor, mit ihren 2 Soehnen ins Haus Herschmann hinter unserem Stadl zu ziehen. Zu Zeiten meiner Geburt mussten diese beiden Soehne also schon ueber 30 sein. Die Deutsch Westungarn waren 1921 Burgenlaender geworden. Das junge Burgenland war aber sehr arm 

und hatte wenig Arbeit zu bieten, weshalb viele, vornehmlich aus dem suedlichen Burgenland, nach Amerika auswanderten. Davon weiss noch heute ein Auswanderermuseum in Guessing. ORF Burgenland erinnert an die Emigranten vor 100 Jahren im Mai 2021.
1924 war demnach der Hoehepunkt dieser Welle und 1929 zu Beginn der Weltwirtschaftskrise kam der eine oder die andere zurueck. Aber nicht unser Bernhard Perkovits. Anna Perkovits 1897-1978 , die Frau seines Bruders Karl Perkovits 1897-1960 ist auf  dem naechsten Bild aus dieser Zeit auch fuer mich gut zu erkennen. Sie war die Grossmutter zu Gustl und Otto aus unserer Generation.

Sie war zu meiner Zeit schon aelter und zusammen mit meiner Grossmutter trafen wir sie oft bei den Ausfluegen in den Wald. Zum Schwammerlsuchen oder Heidelbeer Procken. Sie war die ungekroente Schwammerlkoenigin. Dank Nelly Tardy und der Notizen ihres verstorbenen Mannes auf der Rueckseite der Fotos darf ich nun weitere Fotos praesentieren.  


Les enfants Pinter - Die Pinter Kinder schreibt Pierre Tardy. Line Baumgartner war entweder die Grossmutter oder die junge Tochter, Franz Pinter und ganz rechts ist Anna Pinter, spaetere Perkovits Grossmutter 1897-1978 zu Gustl und Otto. Zu Line weiss man moeglicherweise mehr im Hause Hause Kobor. Eine Pauline Baumgartner 1887-1975 finde ich jedenfalls auf einem Grabstein am Ortsfriedhof. Sie war vermutlich die Line, zu der ich jeden Samstag das Kirchenblattl brachte.


Sidonia Baumgartner (Sidi Tante) 1891-1977 und Anna Pinter 1897-1978.
Anna Pinter1897-1978 


Anna Perkovits 1897-1978, der amerikanische Onkel Bernard, wie der Franzose Pierre Tardy fuer Bernhard schreibt. Mich erinnert die Schreibweise an Bernard Thevenet, den Radfahrer von der TDF. Rechts ist wieder Sidonia Baumgartner 1891-1977.


Das Foto stammt aus dem Jahr 1918. Von links Anna Perkovits 1897-1978, Franz Pinter der Bruder, die Nachbarin Sidonia Baumgartner 1891-1977 und sitzend Line Pinter 1887-1975 verheiratete Baumgartner (Vater und Mutter von Sidi Tante, der Cousine von Nelly).
So kannte ich Anna Perkovits 1897-1978, hier mit Anne-Marie Tardy, der Tochter von Nelly. Verheiratete Louvel.

An Karl Perkovits 1897-1960 kann ich mich leider nicht mehr erinnern, obwohl ich das Foto nun schon laenger anschaue.





Frau Stepan
Die spaetere Anna Schrammel starb erst in diesem Sommer in ihrem 100.Lebensjahr, nachdem sie Soehne und waehrend Corona zuletzt auch ihre Schwiegertochter Renate verloren hatte. Renate und ihr Mann hatten mich in den spaeten 70er Jahren in die Muehle geholt, wohin eine frz.Familie  ihren Opa gebracht hatte, der waehrend der Kriegsjahre in dieser Muehle stationiert war.

Pinter, Perkovits, Baumgartner, Steppan, Stiawa und Franz Baumgartner ganz rechts. Der Chronist aus dem Stiawa Haus, den ich nur durch seine Veroeffentlichungen ueber Oberloisdorf kenne und der an der Wiener AMS Albertus Magnus Schule taetig war, wo spaeter meine Soehne ihre Ausbildung genossen. Nur den Jungen mit dem weissen Hemd kann ich nicht zuordnen.


Perkovits Gust mit der kleinen Anne Marie Schloegl 1951-1953, die leider nicht ueberlebte.

                                                
Gustl war dann schon kraeftiger, lebt noch heute und zuechtet verschiedenste Tomatensorten, wie ich im Internet mitbekomme. Ich habe zuletzt 2017 im Chenonceaux Schloss Garten verschiedenste Sorten aus aller Welt bewundert.

Gust und seine Frau waren auch oefters in Frankreich bei seiner Schwester auf Besuch. Hier bei einem Gedenkbesuch auf einem Friedhof.
Oder bei bei den mannigfaltigen Bauwerken, die auch mich faszinieren.

Zurueck zu den frueheren Zeiten und zu Anna Perkovits und ihren Kindern. Neben ihrem Sohn August gab es die 2 Toechter Josefine 1924-1982 und Nelly Tardi, die seit 70 Jahren in Frankreich lebt. Nelly hat das gemacht, wovon ich schon mein ganzes Leben traeume. Sie ist 1951 nach Frankreich ausgewandert. Bei mir hat es in den letzten 30 Jahren nicht zu mehr als ein paar Wochen in den Sommermonaten gereicht, die ich in Frankreich verbringen durfte. Dafuer kenne ich das Land ganz gut. Ich war in jedem Winkel, finde aber noch immer Plaetze, an denen ich bisher vorbeigefahren bin. Eine Liste von meinen naechsten Zielen trage  ich immer in meinem Kopf herum. Und ich hoffe, dass ich auch nach den Corona Wirren wieder dorthin kommen kann.
Nelly war also zu meiner Klanerizeit im Sommer auf Heimaturlaub bei ihrer Familie. Hier bei ihrer Schwester hinter unserem und dem Herschmann Haus. Dorthin hatte es die Frau von Bernhard gezogen, nachdem  sie ihrem Mann nicht nach Amerika nachfolgte.
An den Peugeot erinnere ich mich nur vor dem Perkovits Haus in unserer Gasse (ein weinrotes Modell ist mir im Gedaechtnis). Hier parken sie also vor dem Haus ihrer Schwester Fini in der heutigen Reinberggasse. Wie ich im Zuge meiner jetzigen Recherche mit Erschrecken festgestellt habe, sind aus diesem Haus bis auf Walter schon alle Familienmitglieder verstorben. Gut in Erinnerung ist mir noch Herbert, der 1981 verstorben ist. Ich erinnere mich, dass wir an einem Sonntagabend beim Kegelscheiben im Gasthaus Supper zusammen trafen. Mit Renate Pinter 1957-1997, die spaeter mit meinem Mannersdorfer Freund Willi Krutzler verheiratet war, und Helga oder Elfi Lang (wenn die Dame aus dem Lang Haus das liest, wird sie sich vielleicht erinnern, wer von beiden das damals war) traten wir mit Harry zu viert auf eine Kegelrunde an. Harry sprach davon, in welch miserablen Lage er steckte. Und dass er auf eine Knochenmarkspende aus seinem Familienumfeld hoffte. Letztendlich hat ihm aber leider nichts geholfen und er musste frueh aus dem Leben scheiden. Auch seine Schwester Nelly Stifter 1955-2013 wurde viel zu frueh abberufen.
Nelly, Gustl, Anne-Marie, Otto, Erwin, und Herbert sind vor dem Poli Haus zu sehen. Auch Erwin, der junge Franzose, ist bei einem Unfall frueh ums Leben gekommen.
Ein paar Jahre vorher sah die muntere Schar noch so aus: Gustl, Erwin, Otto, Annmarie, Nelly, Herbert, Jean Pierre.
Und ein paar Jahre spaeter sind hier Gustl, Harry, Walter, Otto und Jean Pierre zu sehen. Zurueck zu den Grosseltern Anna 1897-1978 und Karl Perkovits 1897-1960 mit ihren Kindern

August 1931, Josefine Fini 1924 mit ihrem aus Piringsdorf stammenden Mann Poli 1929, und Nelly die mit 93 Jahren noch in Frankreich lebt. Nach Adam Riese muss sie also ungefaehr Jahrgang 1928 sein. 2021 spricht sie mit mir ueber Engelbert Glatz 1927-1966, meinen Onkel, der ihr aus dem Glatz Haus am naechsten stand. Der Vater von Gustl war also der juengere Bruder der beiden Schwestern.
Das ist die Perkovits Familie aus meiner Generation. Gustl war sogar 1983 einmal in meiner frueheren Moedlinger Wohnung in der Maria Theresiengasse bei der Installation einer Heizung beschaeftigt. Die Firma Ramsenthaller schlitterte in den Konkurs und meine Rechnung musste ich an das Finanzamt Eisenstadt zahlen.

August Perkovits 1931-2005, der Vater von Gustl und Otto ist hier der zweite von rechts.
Das Foto stammt von unserem Hausbau im unteren Ortsteil. Im Mittelteil des Dreiparteienhofes entstand unser neues Domizil. Vorne war der Gemischtwarenladen von Anna Grath 1908-1978, hinten wohnten die Pimpers. Stefan KrutzlerPimper JurschiBauer Gustl und Fasching Hansl sind die anderen Bauherren.

 Mit seiner Frau Anna Waitz 1935-2008 lebte die Familie Perkovits an der Ecke zum Scheiber Gassl. 




Gustl identifiziert den linken Mann als Perkovits Johann 1930-2012, den Vater von Othmar, wobei sein Vater Wein ausschenkt und rechts sein Grossvater Karl Perkovits 1897-1960 zu sehen ist. 

 Vermutlich ist hier die Grossmutter inmitten der Familie bei Holzschlaegerungsarbeiten zu sehen. Wie schon frueher erwaehnt trafen wir die Schwammerlkoenigin nach unserem Waldgang oft bei der Seidl Reslmoam Theresia Seidl 1910-1998, wo die Sammelstelle fuer die Waldprodukte war.  Von dem kritischen Verkehrsknoten gehen Strassen in 6 Richtungen und eine davon fuehrt ueber die Schleife am Schlosser Beri ins Klaneri.  

Perkovits Johann, Hilda, Antsch und Gust bei einer Familienzusammenkunft.
                                                  Otto mit Sohn Oliver  und seiner Mutter.
Otto mit dem Sohn von Gustl bei der Taufe, daneben der Vater und Sissy, die Frau von Otto.
Gust, Antsch, Jean Pierre Tardi und die Kinder Walter, Nelly, Otto und Gustl. Gust ist hier womoeglich in Liebing bei den Schwiegereltern von seinem Sohn Gustl, desser Frau eine Graner ist. Das entdecke ich zufaelling, als Adolf Graner im Juli 2025 stirbt.


Irgend etwas ist nicht schluessig, was mir Nelly da erzaehlte. Vielleicht ist es aber auch ein anderes Haus der Perkovits Familie, die ich alle nicht kenne. Denn das Haus im Klaneri sah 2007 anders aus.
                                                 So feierte man bei der Familie Perkovits.

                                            Gust rauchte und die Frauen begannen zu tanzen
                                        Antsch, Nelly Tardy und die Nachbarin Nelly Schloegl.
                          Hochzeit von Otmar Perkovits. Maria ist mit ihren Bilder nicht herausgerueckt.

Kurz bevor ich mein Arbeitsleben beendete feierte auch die franzoesische Perkovits Familie den Jahresbeginn 2013. 
Pierre Tardy begoss vermutlich so manchen Geburtstag mit franzoesischem Wein, aber mittlerweile ist auch er nicht mehr unter uns.
Er ist nur auf der anderen Seite des Weges. In Crevant Laveine, wo ich das Grab von Patrick Depailler besuchte, fand ich 2009 auf einem Grabstein diese Zeilen. Und jetzt, im Feber 2021, wo ich weiss, dass man im Internet alles finden kann, lese ich ueber diese Zeilen, dass sie oft in Frankreich bei Begraebnissen verwendet werden und dass sie Charles Peguy zugeschrieben wurden. Aber auch dem Briten Henry Scott Holland. Und darueber gibt es einen regen Disput auf diversen Seiten. Fuer die Nicht Franzosen eine Uebersetzung:
"Der Tod ist nichts. Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen. Ich bin ich, ihr seid ihr. Das was ich für euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt. Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt. Gebraucht nicht eine andere Redeweise, seid nicht feierlich oder traurig, lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich, damit mein Name ausgesprochen wird, so wie es immer war, ohne irgendeine besondere Betonung, ohne die Spur eines Schattens: Das Leben bedeutet das, was es immer war. Der Faden ist nicht durchschnitten. Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin? Ich bin
nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Weges."
2 Fotos zum Ende meiner Perkovits Geschichte: Otto, der mir bei meiner Fotosafari auf dem Friedhof begegnete. Die naechste Generation der Perkovits betreibt das Habe D'ere Restaurant in Oberpullendorf und macht einen vorzueglichen Wein, wie ich Ende 2021 entdecke. Angebaut in Mannersdorf unweit der neuen Schnellstrasse waechst der edle Warlits Tropfen. Das 2.Foto zeigt das Restaurant der Familie Perkovits am Marktplatz in Baden bei Wien, ueber das ich einmal mit dem Vater von Walter, Guenter und Peter gesprochen hatte. Er erklaerte mir die Verwandtschaftsverhaeltnisse. Leider ist das gute Lokal im Lauf der Jahre verschwunden.


DILLHOF / HATZ KRUTZLER

Oberhalb von den Predls war das Dillhof Haus (spaeter Fraunschiel), wo Hubert 1930-2019 mit Frau und Kindern wohnte, die spaeter auch im unteren Ortsteil unsere Nachbarn waren und noch sind.
Auf dem Foto von Dillhof Jurschi mit seinen Soehnen Hubert und Bernhard 1928-1992 mit meinem Vater fehlt nur der juengere Bruder Sepp. Aus dieser Familie kam also Hubert.
Hubert Dillhof 1930-2019 und Bernadette Krutzler 1927-2012 heiraten 1953.
1956 sind Hubert und Bernadette zu Ostern auf dem Feld hinter ihrem spaeteren Haus, wo ich glaube, den Wirt Krutzler Stadl im Hintergrund erkennen zu koennen. Auf den Wirt Krutzler Namen hat mich wieder die Greti gebracht. Nachdem es soviele Krutzler im Dorfe gab und gibt, hat jede Familie ihren Beinamen.

In diesem Haus wohnen sie, wo man im Hintergrund noch den Nussbaum und den Stadl vom Hasler Haus erkennen kann. Maria 1954, Greti 1955, Renate 1957 und Martin 1959 werden hier geboren. In dieses Haus komme ich jeden Samstag mit dem Kirchenblatt. In der engen Kueche dampft und wimmelt es immer nur so von Kindern. Die Mutter Bernadette wird von ihrer Schwester Gertrud Rath unterstuetzt. Zusammen mit Greti habe ich dies juengst im Cafe Grande in Moedling wieder an die Oberflaeche in meinem Gedaechtnis befoerdert.
Greti wohnt nur einen Fussweg von knapp 10 km (hin und retour) von mir entfernt, wie ich im Jaenner 2021 feststelle. Sie spricht von einem Durchstieg aus ihrem Klaneri Haus auf die dahinter liegende wunderbar verschlossene Wiese hinter dem Schlosser Haus. Und da mein Freund Toni Hafner ueber dieses Grundstueck schon gesprochen hatte, kommen wir zu dem Schluss, dass die Erlaubnis fuer diesen Durchstieg wohl mit der Verwandtschaft zum Hafner Haus zusammen hing.

Greti ist 1963 bei der Erstkommunion und neben meinem Bruder ist auch mein Freund Reinhard Schedl mit dabei. Die anderen sind mir natuerlich alle noch bekannt, obwohl ich auch 3 Gesichter sehe, die bereits verstorben sind wie z.B. der Chefinspektor Alfred Krutzler.
Mit der Hilfe von meinem Mattersburg Kollegen Luki und von meinem Bruder konnte ich jetzt rekonstruieren: Am 28.Mai 1963 war ich bei der Aufnahmspruefung in Mattersburg.  Ein paar Tage spaeter war ich am 2.6.1963 bei der Firmung in Oberloisdorf (Foto bei Familie Glatz). Und tags darauf am 3.6.1963 war diese Erstkommunion von Greti und ihren Schulkollegen. Und in meinem ersten Mattersburg Jahr wurde auch J.F.Kennedy in Dallas von der Bankenmafia erschossen. Wenn man Karl Steinhauser in seinem Buch Banken und Banditen trauen darf.  Im Jaenner 2021 stirbt Franz Schedl Bekkaler mit dem hellen Anzug rechts hinter der Lehrerin. Elsa Ohr, meine Lehrerin, hat auch diese Klasse auf die Wagnisse des Lebens vorbereitet.
Zu der munteren Schar der Dillhof Kinder kommt 1963 noch der skeptische Walter dazu.
 
Aus diesem Haus auf  Hauptstrasse 35 kam Bernadette Krutzler. Stefan und Theresia Krutzler waren die Grosseltern zu Bernadette 1927. Ihre Mutter Aloisia Krutzler 1898-1959 (am Bild hinter den Kuehen und oben Bernadette) stirbt im Mai 1959, was die Familie aus dem Klaneri dazu bewegt, ihr Haus an die Seidl Steffi, verheiratet Fraunschiel, zu verkaufen. Im unteren Ortsteil entsteht das neue Haus beim Grossvater. Franz Krutzler 1897-1976, ganz links auf dem Bild mit der Maurerpartie von der Firma Stimakovits, lebt in meiner Erinnerung mit diesem Bild wieder auf. Vorne hockend Franz Baumgartner aus dem Predl Haus, der eine Lehre zum Maurer machte, Hafner Josef (Glaser Sepp) und Berger Hans. Ebenfalls ein Bekannter aus meinen Jugendjahren. Erkannt hat die weissen Maurer nun die Schwester von Albert Baumgartner.
Aloisia und der Vater von meinem Freund Toni Hafner waren Geschwister. Damit lueftet sich fuer mich der Schleier, warum Toni immer behauptet, mit den Dillhofs verwandt zu sein. Neben Bernadette 1927-2012 waren Franz Krutzler 1924-2010, der Doktor in Rohrendorf, Emmerich Krutzler 1929-2015, genannt Nutz, aus Klosterneuburg und spaeter in 1090 Wien, ihre Brueder. Gertrud 1936 verheiratet Rath ist die Nachzueglerin im Krutzlerhaus und auch eine Cousine zu Toni Hafner.

In den Jahren meiner Schulzeit gab es auch eine Theatergruppe, die regelmaessig im Jugendheim zu ihren Vorstellungen einlud.
Auf  dem Bild sind von links nach rechts. Vorne Rath Vinzenz, Berghofer Theresia Krutzler,
Supper Frieda Schoen, die Schwester von Supper Walter, Schedl Mitz, Krutzler Gertraud Rath, Eberhard. Hinten Graf, Fruehwirth Nelly Pinter, Treiber Steffie, Waitz Antsch, Baumgartner Emmerich (Schedl Emmerich Keanschanl). Dahinter sind noch Engelbert Krutzler, Pinter Alex und Franz Ohr. Ich hoffe, dass alle richtig identifiziert wurden und moechte noch mit Gertraud und Vinzenz Rath ueber dieses Bild sprechen.

Hubert Dillhof verheizt die letzten Reste vom Maulbeerbaum, der hinter unseren Stadln lange Zeit Generationen von Kindern erfreute.
Bernadette und der aeltere Sohn Martin Dillhof.
Von der kinderreichen Familie sind meine Kontakte am besten zu Renate, die ich hier hintaus im Jahr 2012 traf, wo man sieht, dass schon drei der hier stehenden frueheren Stadln dem Erdboden gleichgemacht wurden. Maria und Greti, sind die aelteren Geschwister von Renate, denen der hier neben der Mutter gelockte Martin folgte. Der juengere Walter ist fuer die Musik im Radio Burgenland verantwortlich. Meine Soehne verstanden frueher nicht, warum ich immer Radio Burgenland verfallen war. Vielleicht lesen sie eines Tages auch diese Zeilen?

HASLER
Gegenueber von den Dillhofs war das Hasler Haus, aus dem die KrankenSchwester Resi 1920-1969 war, die im Krankenhaus Oberpullendorf arbeitete und unsere Vertrauensperson dort war, wenn wir jemand zu besuchen hatten.

Im Hasler Haus wohnte der Haslerveda, dessen Frau Theresia 1883-1955 nicht in meiner Erinnerung praesent ist. Hasler Johann 1884-1965 starb nur 4 Jahre vor seiner Tochter. Die Daten habe ich dem Grabstein der Haslers entnommen.
FUERNDRAHT alias SOLAMA
Oberhalb vom Dillhof war das Solama Haus, mit dem schon meine Grosseltern und Eltern freundschaftlich verbunden waren. Mit Harry habe ich das seit den Anfangsauftritten von Niki Lauda im BRM 1973 weiter gepflegt. Seine Mutter Pauline hatte als Geschwister Schloegl Treiber Leni, Supper Stix Emmerich 
und Supper August, den Wirt mit der Kegelbahn im Dorf. Dieses Gasthaus betrieb vorher ein Bucher Alois, von dem vermutlich der Name Luisonkel stammt. So nannten auch wir das Gasthaus spaeter. In dem arbeitete Pauline Fuerndraht, ehe es sie ins Klaneri verschlug. Bucher Alois hatte keine Kinder und das Gasthaus uebernahmen Supper August und Ploni mit ihren drei Soehnen. Mit den Jahren und dem Dorfsterben ist auch dieses Gasthaus verschwunden.

Zu den Gaesten im Gasthaus Bucher zaehlte auch diese Schar.




Pauline 1919-2004 und Robert Fuerndraht 1920-2014 wohnten in diesem Haus, von dem mir ein Taubenkogel inmitten des Hofes in Erinnerung geblieben ist.

Josef 1941-1961 wurde Pepp genannt und Harry sind hier mit ihren Eltern und dem Grossvater.

Fuerndraht Robert 1892-1958 starb noch vor dem fruehen Tod von Pepp. Seine erste Frau Bernadette 1897 war auch schon 1922 frueh gestorben. Interessante Parallelen in diesem Haus.
1958 pilgerten Robert und Pauline mit der Familie Berghofer nach Lourdes. Mit dabei war auch der Dillhof Schuster Bernhard.
Bei den Familienfotos findet sich auch dieses Foto einer Angelika im Juli 1956. Harry weiss nicht, wer das ist. Vielleicht kann sich aber jemand an sie erinnern und gibt mir Bescheid. Pepp kommt zur Musterung und rund um den Buergermeister August Scheiber sind seine Jahrgangskollegen.
Hafner Gerhard, Fuerndraht Pepp und Seidl Kurt
Fuerndraht Pepp bei seiner Musterung und bald spaeter das Foto, das auch seinen Grabstein seither ziert.

Ein paar weitere Fotos aus dem Familienleben folgen:
                                                    der junge Robert Fuerndraht im Jaenner 1935


Der Solama Name war mir lange ein Raetsel. Auch Harry konnte mir auf meine Nachfragen keine befriedigende Antwort liefern. Aber 2024 finde ich, dass ein Johann Fuerndraht 1795-1845 mit einer Magdalena Salamon 1800-1875 verheiratet war. Und weil das Burgenland damals noch zu Westungarn gehoerte und die Ungarn den Salamon anders aussprechen, hat der Name Solama von dieser Dame das Fuerndraht Haus bis in unsere Tage gepraegt. Die Fuerndrahts sind noch immer die Solama. Schauen Sie sich die folgende Uebersicht an und vergroessern Sie ihre Ansicht. Jetzt weiss ich auch, warum mich Harry in den letzten Jahren zu Prenn Hedi geschickt hat.




                              bei der Hochzeit von Faymann Rosl mit dem Thurner Baeck

Auf ein paar Fotos von den Schulklassen erkennt der eine oder die andere noch jemanden. Ich kann die  mir bekannten Gesichter auf einer Hand abzaehlen.



FRUEHSTUECK / PROSI TONIVEDA / ROSZANENI
 Oberhalb vom Haslerhaus wohnte die Familie Fruehstueck. An den Herrn Fruehstueck Franz 1906-1978, seine Frau Theresia 1919-2009 und die 3 Toechter Ottilie 1941, Christl 1947 und die Mitzi 1949-2014 erinnere ich mich, weil es hier einen Durchstieg in die unteren Klaneri Gassen gab. Hier konnte ich manchmal durchschluepfen, um die Kirchenblattln auszutragen. Die Geschichte waere lohnenswerterweise fortzusetzen, weil ich da in fast alle Haeuser des unteren Klaneris kam. Herr Fruehstueck war der Dorfbrieftraeger gewesen, dem Erna aus Doerfl folgte, die regelmaessig in alle Haeuser des Dorfes kam und mit dem Bruder von meinem Freund Toni Hafner verheiratet war. Albert Hafner brachte die Post den Leuten in Doerfl.  
In meiner Erinnerung war Herr Fruehstueck etwas juenger als auf diesem Foto, aber nicht so jung wie auf dem folgenden Foto von ihm.
Sie lebten in dem Haus vis a vis von den Solamas.

Das naechste Foto zeigt die junge Frau Theresia Fruehstueck 1919-2009.
Bei der Erstkommunion von ihrer Tochter Christl 1947 ist auf einem der Bilder auch die juengere, aber leider schon verstorbene Schwester Maria 1949-2014, genannt Mitzi, zu sehen.



Das war noch frueher als ich sie in Erinnerung habe. Aber die aeltere Schwester der beiden, Ottilie Fruehstueck 1941, kommt gut auf die Zeit hin, vielleicht noch bevor sie ihren Namen auf Horvath austauschte.
Die juengste Mitzi ist mit ihrem Kind auf 2 Fotos.
Frau Fruehstueck Theresia mit ihrer Mutter Pauline Tumberger.
                              und spaeter in ihrem Leben noch einmal mit ihrer Tochter Mitzi.
Oberhalb von den Fruehstuecks lebte der Prosi Toniveda, gefolgt vom Haus der ehemaligen Kindergaertnerin Roszaneni. Sie lud immer ein paar von uns Kindern zum Mensch Aergere Dich Nicht spielen ein. Die Hoffnung, dass vielleicht jemand ein Foto zu ihr beisteuern kann, habe ich mittlerweile aufgegeben.

PERKOVITS
Oberhalb von dem Solama Haus war dann das Perkovits Haus. Vor der Kanalisierung floss bei Regen ein Sturzbach, was uns hier, wo Othmar wohnte, immer wieder zu Dammbauten anregte.
Othmar Perkovits 1956-2008

Wie hier sitzend war vor dem Haus oft der Perkovits Viktor Veda postiert und gab seine Kommentare ab. Von Maria, die mit Othmar verheiratet war und noch heute im Fasching Haus wohnt, habe ich dankenswerterweise Fotos erhalten, die ihn in seinen frueheren Jahren zeigen. So habe ich ihn natuerlich nicht gekannt. Die Fotos muessen zumindest auf 1920 bis 1930 zurueckgehen. 
Viktor Perkovits
Seine Frau, die Sandlmoam, habe ich auch anders in Erinnerung, da auch sie in meinem Leben schon aelter als auf diesem Bild war. Sie stammte aus Grossmuerbisch.
Hier sind die beiden vielleicht mit ihrem Sohn, dem Pep ?
und im Kreise mit aelteren Damen des Hauses, die wir nicht mehr benennen koennen. Links hinten glaube ich aber doch die Grossmutter von meinem Freund Libsch Harry zu erkennen. Und Herbert Krutzler bestaetigt mir das im Maerz 2021. Sie war die Schwester zur Sandlmoam, also eine geborene Piniel.
Auch im Perkovits Haus kamen die Leute zum Grammelschneiden zusammen. Perkovits Peter, der sportliche Weitspringer (Bild bei Familie Baumgartner), Fuchs Karl, Fasching Hansl, Perkovits Walter, Perkovits Hilde, die Frau von Perkovits Peter, mit der Baumgartner Albert beim Frech Kleidermoden in Oberpullendorf  (nach Rudolf Krutzlers Zeiten ) gearbeitet hat, Perkovits Pep Josef 1921-2008 und Piniel Sepp, der Stummerl, der nur einzelne Laute hervorbrachte. Piniel Sepp war der Bruder von der Sandlmoam, Susanne Perkovits, geborene Piniel, wie Gustl Perkovits jetzt recherchiert hat.

REINER
Reiner Stefan 1897-1966 ist hier ganz vorne beim Begraebnis des Fuerndraht Pepp zu sehen. Auf dem Foto sind vorne noch der Treiber Seppveda 1880-1974, unser Franzonkel Supper Franz 1895-1975 und mein Grossvater Robert Glatz 1897-1964 zu erkennen. Reiner Anna 1901-1975, von uns
Reiner Nanimoam genannt, ist hier am Foto neben Fasching Hansl am linken Bildrand erfasst. 

SCHEDL / SCHNEIDER / SUPPER / PLANK
Oberhalb vom Rainer Haus und uns gegenueber wohnte die Schneider Familie, heute Schedl bzw. spaeter Plank, die hier auf einem Foto anlaesslich einer Jubilaeumshochzeit im Jahr 1951 versammelt sind. Schedl Vinzenz 1875-1955 und seine Frau Schedl Aloisia 1880-1963. Hinten links glaube ich meine Grossmutter zu erkennen. Hilde verneint das. Dann kommt der Hanslveda Supper Johann, Jhg.1900. Rechts erkenne ich die Reiner Nanimoam und ihren Mann, die unteren Nachbarn zu der Schneider Familie. Frau und Herr Schneider davor hiessen eigentlich Schedl. Weiter nach vor sehe ich dann Herrn Schermann mit seiner Frau Geli, daneben Karonitsch Rudl von Steinberg, davor den Weissen mit der Luisimoam und ich glaube die Schermann Ernie vorne neben dem Jubilaeumspaar zu erkennen. 
Hilde Plank hat mir nun Fotos aus ihren Alben gezeigt, die unter einer Plastikfolie geschuetzt sind und daher nicht die ganze Qualitaet bei meinen Aufnahmen wiedergeben koennen. Ich beginne mal mit der aelteren Generation, die nicht mehr stark in meiner Erinnerung praesent ist.

Der Chef in diesem Haus war damals Emmerich Schedl 1920-1994.
Der zweite von links ist hier vermutlich noch vor seiner Heirat zu sehen.
Hier glaube ich ihn rechts zu erkennen mit den beiden Jestl Schwestern, wovon eine spaeter in das Frech Kleiderhaus Oberpullendorf  einheiratete  und die zweite war Frau Gruber aus Sauerbrunn. Ganz links duerfte es sich um den spaeteren Bahnhofsvorstand Jontschi handeln, der offensichtlich zu seinem Freundeskreis zaehlte.  
Der junge Vater Herr Schedl mit den Toechtern Nelly und Hilde.
Spaeter kam noch Emmerich dazu.
Hier ist die Familie komplett, wie sie in meiner Erinnerung lebt.
Mit seinen sozialistischen Parteifreunden August Scheiber 1921-2011 und Josef Tumberger.
      Bei einem Familienfest.

Der Supper Hanslveda mit seiner Frau waren die Grosseltern muettelicherseits zu den Kindern aus diesem Haus und der Hanslveda war zusammen mit meinem Grossvater Vorstand in der Raiffeisenkasse in Mannersdorf. Supper Robert, der Vater meiner Schulkollegin Maria, war also ein Bruder zur Frau Schedl.





Zur Verwandtschaft zaehlte auch das Ehepaar Schermann, das vorne beim Roten Kreuz wohnte.
                                      Herr Schedl mit seinem Kollegen auf der Baustelle.
Emmerich bei seiner Musterung mit Schloegl Walter und Karl Schloegl.
                                                                Nelly und Hilde.
                                                          Nelly bei ihrer Erstkommunion.


Die naechsten Generationen wachsen heran.

             Zur Schedl Verwandschaft zaehlt dieser grosse Personenkreis.
                           
Rudolf Rosner, einer von ihnen, hat sich bei mir gemeldet und von ihm stammt die Beschriftung von einem Grossteil der versammelten Leute.

Pfarrer Heissenberger ist noch so jung, wie ich ihn nicht mehr in Erinnerung habe.
  Mit der Frau Schneider  Schedl Maria 1927-2015 habe ich von Zeit zu Zeit gesprochen, aber als ich sie hier 2012 im Friedhof traf, erkannte sie mich nicht mehr und wusste auch mit meinem Namen nichts anzufangen.
Ein Foto aus dem Album von Hilde zeigt eine Familie vorne, wo man links das Predl Haus und dahinter die weiteren Haeuser in der Gasse mit den grossen Schneemengen im Winter sehen kann. Der Schnee wurde in der Mitte zusammengeschaufel, wie sich Hilde noch erinnern kann.
Das Foto aus dem Jahr 1930/31 zeigt die Familie Baumgartner um die Mutter und ihren Eltern. Sidonia Baumgartners Vater Franz Schedl Franz war ein Bruder zu Vinzenz Schedl aus unserem Nachbarhaus.
Hilde auf einem Bild aus den 60ern, wobei die erste Reihe mit Solama Harry und Predl Mitz mehrheitlich von Klanerianern besetzt ist.

FASCHING
Oberhalb vom Schneider Haus war das des Fasching Johann 1909-1977.
Hansl ist hier auf Hoehe unseres Klaneri Hauses zu sehen und links von ihm sieht man die Rainer Nanimoam, die unterhalb des Schneider Hauses lebte. Durch das Haus vom Hansl kam ich gelegentlich zu meinem Schulkollegen Alois Schedl, bei dem es vornehmer als bei uns zu Hause zuging. Schuhe ausgezogen und erst dann durfte ich nach Kontrolle durch seine Mutter Caecilia Schedl 1924-1974 das Vorzimmer passieren. Meine Mutter, fuer die ich eigentlich diese Geschichte gedacht habe und die im 98.Lebensjahr steht, kann zwar hier nicht mehr selbst lesen, aber wenn ich ihr die Fotos zeige, spricht sie von der Schloegl Cilly. In meiner Schlussfolgerung war sie also die Schwester vom Hausherrn Schloegl aus dem 2.Klanerihaus.
Ein weiterer Bruder war der Schloegl Bertsch, der Bildhauer, der als erster zu der grossen Eiche Richtung Wald zog und sich dort sein Haus errichtete. Sein Sohn Martin war dann spaeter Zahnarzt in Mannersdorf und lebt vermutlich noch heute dort. Diese Schloegl Familie lebte seinerzeit angeblich dort, wo die Pinter Nelly zu meiner Zeit wohnte. Wenn ich den Geruechten trauen darf, die an mich herangetragen werden. Aber davon weiss Ernstl vielleicht mehr.
Ernst Schedl ist der aelteste der 3 Brueder. Ich kam auf dem Schleichweg zu meinem Klassenkollegen Alois, mit dem ich spaeter auch fuer ein Jahr in der Hauptschule in Steinberg war. Vom Fasching Johann gibt es ein gutes Passfoto. Er war auch bei unserem Hausbau im unteren Ortsteil mit dem anderen Maurer Perkovits Gust dabei und ist dort auf den Fotos zu sehen.
Fasching Johann starb kurz vor der Hochzeit von Othmar Perkovits 1956-2008 mit Maria im Jahr 1977. Nach dem Tod von Othmar bewohnt Maria nun allein dieses Haus und ihr habe ich es zu verdanken, dass meine Idee von der Klaneri Geschichte Schwung aufgenommen hat. Am naechsten Foto ist nochmal Hansl mit seiner Mutter, der Fasching Marielmoam, zu sehen, die immer einen Malzzucker fuer mich uebrig hatte, wenn ich ihr woechentlich so wie allen Klanerianern das Kichenblattl brachte. Die Dame daneben konnte bisher niemand identifizieren.
KAIPPEL / HASLER
Oberhalb von unserem Haus war der tiefe Brunnen fuer die Gasse. Dahinter folgte das Kaippel Haus, von dem ich nicht mehr Fotos als die bei uns gezeigten habe. Die Kaippels sind spaeter ins Gemeindehaus gezogen, weil dort eine groessere Wohnung frei wurde. Das hat mir Inge Kaippel erzaehlt, als ich ihre Mutter im Sommer angerufen hatte, um die sich Inge in Feldkirchen kuemmert.
Spaeter zog es sie nach Eisenstadt. Hans wurde Tourismusdirektor im Burgenland und nach einem Match gegen Frankreich ereilte ihn 1998 ein frueher Tod. Ich kam von einer Italienreise zurueck und hoerte von meiner Cousine davon, als sie gerade zum Begraebnis unterwegs war. 
                                                 
Herr Kaippel Johann 1920-2012 war ein Kriminalbeamter und spazierte mit Mantel und Hut wie Kommissar Dupin durchs Dorf. Ich haette gerne ein Foto von ihm, aber Inge, an die ich mich zuletzt erinnere, als sie den Christbaum angezuendet hatte, laesst mich sitzen, obwohl SMS, Skype, WhatsApp oder Signal so nah (und gleichzeitig fern) ist.

Im hinteren Trakt des Kaippel Hauses wohnte die Familie Hasler aus Lackenbach im Nebengebaeude. Aus meiner Erinnerung waren die nur am Wochenende dort anwesend. Der Hasler Sohn Rudi war gleicher Jahrgang wie Kaippel Hans und ich. Ihn habe ich spaeter bei meinem Militaerdienst in Kaisersteinbruch wieder getroffen. Traudl Hasler wohnt heute wieder am gleichen Ort in einem neuerbauten Haus zusammen mit ihrer Mutter. Traudl war ein paar Jahre aelter als wir drei (Hans, Rudi und ich) und erinnert sich vielleicht besser als ich an die Jahre von damals. Von ihrer Mutter habe ich in Gespraechen mit meiner Tante Berta die folgenden 2 Fotos gefunden, die sie in ihren juengeren Jahren zeigen.

Hasler Gisela ist 1921 geboren und steht im 100sten Lebensjahr. Beim 60.Geburtstag von meinem Freund Ferdinand Schedl Hasler konnten wir beide in Unterloisdorf treffen und habe ich auch mehr Fotos von beiden.

GRUENWALD
Emmerich Zechmeister zeigt dieses Bild von unserem Garten links mit den angelehnten langen Birkenholzstaemmen. Ersatzteillager fuer die Wagnerei. 2 Bienenhuetten gab es darin und es gab immer eine Menge von neuen Dingen fuer uns Kinder zu erkunden.  Rechts ist das Gruenwald Haus, in dem Frau Gruenwald und ihr Mann Hermann wohnten.  


Dieser sprach gerne dem Wein zu. Aber er war es, der mich eines Tages rettete, als ich hinter dem Anhaenger stand und ueberfahren worden waere, wenn er mich nicht rechtzeitig weggezogen haette. In unser Haus musste immer rueckwaerts hineingeschoben werden. An den Vorfall kann ich mich selbst nicht erinnern, aber die Geschichte habe ich spaeter oft gehoert. Seine Soehne waren Sepp, Jahrgang 1944, Hermann, Donath (Weinviertel) und eine Maria oder Mitz. Sepp war einige Jahre mit einer Moedlingerin verheiratet war (beide rechts im Bild) 
Der Frau bin ich spaeter auch ein paar mal in Moedling begegnet, als sie nicht mehr mit Josef Gruenwald 1944-2005 verheiratet war.  Frau Gruenwald, die Mutter von Sepp, ist auf 2 Fotos inmitten einer Pensionistenrunde zu sehen. Rechts ist Frau Hasler Gisela.

Hinter unserem Garten ging es auf eine Wiese, auf der ich das Skifahren lernte. Unten beim grossen Baum bauten wir mit Dieter Goercz eine Schanze und unter seiner fachkundigen Anleitung probten wir das Schispringen. Unzaehlige Erlebnisse hatten wir auf dieser Wiese. Der Blick geht hinueber zum Langholz und dem Unterpullendorfer Wald.

ZECHMEISTER / PREDL
Der Grossvater  von Emmerich Zechmeister war ein Cousin zum Grossvater von meinem Klaneri Freund Herbert Fuerndraht. Emmerich Zechmeister wurde 1944 in Unterloisdorf geboren und lebte bis zum fruehen Tod seines Vaters im April 1951 dort. Danach zogen sie zum Grossvater in das mir noch gut in Erinnerung gebliebene Klaneri Haus.
 Herr Stefan Zechmeister 1908-1951 war also schon vor meiner Geburt gestorben und  auf der Leier des Lebens hatte nun der Grossvater Stefan Fuerndraht zu spielen. 
Die Kinder Lotte, Emmerich und Alfred leben also mit ihrer Mutter bei den Grosseltern. Erfreulicherweise hat Emmerich gute Fotos von dem damaligen Haus und Hof.



Im Hof trieben sich wie auch bei uns die Huehner um.
Und das Plumpsklo war in einer Ecke des Hofes wie unseres nahe dem Misthaufen.
Emmerich kam mit seiner Familie nach dem Tod des Vaters also von Unterloisdorf  und besuchte hier noch ein Jahr die evangelische Schule beim Lehrer Samuel Boegoethy. Die Schule kannte ich nicht mehr. Sie befand sich dort, wo heute die neue evangelische Kirche steht. Samuel Boegoethy war zuvor bereits von 1911 bis  1938 Schulleiter an dieser einklassigen evangelischen Volkschule gewesen. 

 Frueh verschwunden ist auch der junge Mann aus dem Hause Zechmeister, Fredl. Im Alter von 25 Jahren starb er 1975 bei einem Zugunfall. Ich habe schon frueher bei Rudolf Baumgartner ueber unsere gemeinsamen Wege nach Wien geschrieben.
Fredls aelterer Bruder Emmerich ist hier bei der Erstkommunion zu sehen. Ihm verdanke ich viele Fotos.
Seine Grossmutter im Sommer 1965 mit der Katze. Die Grosseltern zusammen
und im Familienkreis mit den Uller Nachbarn.
Die Mutter Stefanie Zechmeister 1912-1998 zu verschiedenen Anlaessen.









Charlotte Predl 

Lotte mit ihrem Mann und Sulyok Jurschi Josef 1936-2011.

Anton Predl und Jurschi, der mit Theresia  Supper 1931-1982 verheiratet war. Und Emmerich selbst beim Aufbruch von seinem zweiten zu Hause.
1974 baut er ein neues Haus, das alte daneben verschwindet spaeter.

Sein Leben nimmt ihren Lauf und es gibt manchmal was zu feiern. Hier seinen 40er.
Im Kreis mit seiner Familie und bei diversen Unternehmungen.



















Mit Wagner Stefan Schloegl und Mayer Edi 1949-2017.
Am Viktualienmarkt in Muenchen. 
Mit der grossen Familie
Und in der Dorfgemeinschaft
2018 bei einem Glas Wein am Gemeindeamt.
                                               2020 im September bei meinem Besuch 

wo wir die Fotos wegen der Corona Bedrohung am Balkon durchgehen

In idyllischer Lage am Ende der Sackgasse, umgeben von Feldern am Rande des riesigen Waldgebietes, das sich bis Lockenhaus, Hochstrass und Piringsdorf erstreckt.

SUPPER WALTER / WAGNER
Vis a vis von den Zechmeisters wohnten Frau Supper Theresia 1884-1973 
und Frau Wagner Anna 1911-2000 (Tante zu Walter Supper)
                                         Frau Wagner im Gespraech mit Frau Zechmeister
Aus diesem Haus stammte Walter Supper 1936-2007, der sich mir Anfang der 70er Jahre in der Bundeslaender Versicherung vorstellte und mir erzaehlte, dass er gerne den (unseren) Garten gekauft haette, aber von meinem Vater nicht bekommen hatte. Mir war die Geschichte so wie er damals gaenzlich unbekannt. Walter baute sein Domizil in Loretto und machte in der Folge auch bis zur Umwandlung in die Uniqa Versicherung Karriere und war bis zu seiner Pensionierung Zentralbetriebsratsobmann. Mit Entschiedenheit setzte er sich fuer die Rechte der Arbeitnehmer ein. Auf dem naechsten Foto ist er in der zweiten Reihe rechts als Obmann unserer Betriebsmannschaft zu sehen, die er regelmaessig fuer die Matches gegen andere Grossbetriebe zusammen trommelte.


Noch vor der Jahrtausendwende ging er in Pension und ich erinnere mich an seine nette Abschiedsfeier mit dem Vorstand der Uniqa Versicherung. Hedi Supper und ihr Mann waren mit Walter und seiner Frau zeitlebens befreundet. Von Prenn Hedi Supper bekomme ich im April 2023 endlich ein besseres Foto von Walter.
Von der Wiese hinter dem Wagner Haus, aus dem Walter stammte, erzaehlte mir Silvia Schoen bei einem Betriebsausflug im Mai 1975 in Halbturn. 
Vielleicht habe ich damals nicht ganz zugehoert, denn es war das Wochenende, bevor ich mit Whisky Tony Krutzler zum GP in Monaco aufbrach, wo wir den Sieg von Niki Lauda miterlebten. Emmerich Zechmeister sprach nun von 3 Schwestern, die Walter hatte. Und der Onkel Walter von Silvia ist leider tot, und die Suche nach Silvia gestaltet sich heute schwieriger, als es damals gewesen waere. Zillinger hiess sie spaeter zu meinen Zeiten in der Bundeslaender Versicherung.  Meine Sorgen vor dem Monaco GP 1975 galten meinem Simca 1100 und ich wusste, dass nicht alles ok war. In einer Werkstatt nahe dem Augarten stellte man fest, dass der Motorblock nur an einer Schraube hing. Davon durfte ich natuerlich Tony nichts erzaehlen. Er waere sonst nicht mitgefahren. Und mein Vater beschwor mich, nicht mit ihm zu fahren, weil Tony auf dem Maiaufmarsch der Sozialisten war. Das schmerzte den schwarzen Buergermeister. Der Vater von Tony, mein Onkel sprach mir gegenueber immer vom Rauchfangkehrerball, wenn im Jaenner die Volkspartei tanzte. Ein paar Stunden spaeter waren wir in Venedig und am naechsten Tag in San Remo hatten wir die Probleme von zu Hause hinter uns gelassen. Die Formel 1 von damals hatte nichts gemein mit der Hektik, die heute rund um die Formel 1 herrscht.
Fuer Ermano Cuoghi war das Cockpit von Niki Lauda auch der Essplatz. Niki hat meinem Bruder das Foto spaeter signiert.
Das Grab des Hauses, aus dem Walter Supper stammte, ist am Ortsfriedhof. Walter, der unseren Garten nicht bekommen konnte,  starb 2007 und ist an seinem Wohnort in Loretto begraben, wo er als Tennisspieler und Funktionaer wie ueberall in seinem Leben voll engagiert war.  Unterhalb dem Wagner Supper Haus im Klaneri war unser besagter Garten, in dem schliesslich Schneider Nelly Lokotar ihr Haus errichtete. 
Supper Theresia 1884-1973 und Supper Johann 1887-1932 waren die Grosseltern von Walter. Supper Stefan 1913-1942 war sein Vater, der 1942 im Krieg in Russland starb. Seine Mutter war eine Maria Wagner und stammte aus Schiltern nahe Langenlois. Wagner Anton 1903-1943, der auch 1943 in Russland fiel, war der Bruder zur Mutter von Walter und der Mann von Anna Wagner 1911-2000. Frau Wagner war also die Tante von Walter.

ULLER
Ganz oben in der Klaneri Hauptstrasse, heute Mariengasse, war das Uller Haus. Hier bei einer spaeteren Renovierung des Hauses. Die Tochter Uller Helga war spaeter mit dem Sohn meiner Taufpatin, Gruenwald Hans, verheiratet. Dieser fuehrte nahe meinem Arbeitsplatz in den 70er Jahren ein Farbengeschaeft bei der Karmeliterkirche im 2.Wiener Gemeindebezirk. Er starb frueh wie seine beiden anderen Brueder (Anton und Robert) an einem Blutgerinnsel im Bein.
Frau Uller Eleonore 1910-1988, hier rechts auf dem Bild, war eine Fuerndraht und die Schwester zu Frau Stefanie Zechmeister im Haus daneben. Dieser Umstand war mir in meiner Kindheit nicht bekannt. 
Herr Uller Friedrich 1909-1987 und seine Frau auf der linken Seite
und beim Relaxen im Garten.
Im Uller Haus lebten zuletzt Prenn Wolfi (siehe Jagd Fotos unter der Glatz Familie) und seine Frau Edith Uller, mit deren Ableben meine Klaneri Geschichte endet.
 
 Abschliessend danke ich allen, die mich bei meiner Suche unterstuetzt haben. Vor allem Maria Perkovits und dieser Runde, die Maria fuer mich im Hof des Fasching Hansl am 12.August 2020 zusammen getrommelt hat. Daneben hat mich viel Greti Sutner geb Dillhof unterstuetzt, nachdem wir jetzt nur einen Spaziergang von 5 km voneinander entfernt wohnen.

Vielleicht meldet sich noch jemand mit Ergaenzungen und notwendigen Korrekturen zu meinem Text. Ich bemuehe mich, Dinge richtig zu stellen, wenn ich davon hoere und hoffe,
dass manche aehnlich Freude an der Geschichte haben wie ich.



01 Die Klanerianer

Meine Zeit im  Klaneri in  Oberloisdorf  So sah das Dorf an einem Kirtag in den 1950er und 1960er Jahren aus. Im Hintergrund und mitten im O...